Union will die Bayern ärgern: Knackt Gentner den Negativ-Rekord?

Berlin - Die Europapokalplätze in Reichweite, im Stadtderby die bessere Mannschaft gewesen - und jetzt geht es zum FC Bayern München (15.30 Uhr/Sky). Auf den 1. FC Union Berlin wartet die wohl schwierigste Aufgabe der Saison.

Christian Gentner hat 20 Spiele von insgesamt 25 direkten Duellen gegen den FC Bayern München verloren.
Christian Gentner hat 20 Spiele von insgesamt 25 direkten Duellen gegen den FC Bayern München verloren.  © Andreas Gora/dpa

Der Rekordmeister geht nach der unglücklichen 2:3-Niederlage in der Champions League gegen Paris St. Germain sicherlich mit einer gewissen Wut im Bauch ins Spiel. Kanonenfutter wollen die Eisernen aber nicht sein.

Schon im Hinspiel hatten die Köpenicker die übermächtigen Bayern beim 1:1 am Rande einer Niederlage. "Ich glaube schon, dass uns das auch hilft, dass wir nahe dran waren", erklärte Urs Fischer (55) auf der Pressekonferenz. "In gewissen Situationen hatten wir aber auch das nötige Wettkampfglück. Die Mischung aus Offensive und Defensive hat funktioniert."

In der Rückrunde sind die Bayern aber über große Teile wieder die Super-Bayern. Nach dem 1:0 über RB Leipzig und nun sieben Punkten Vorsprung auf den Verfolger lässt sich der Tabellenführer die neunte Meisterschaft in Folge wohl nicht mehr nehmen.

Aber: Nur gegen zwei Mannschaften hat der FCB in dieser Saison noch nicht mindestens einmal gewonnen - gegen Borussia Mönchengladbach und Union! "Uns ist bewusst, dass wir einen perfekten Tag benötigen und sie sicherlich nicht ihren besten", weiß der Schweizer um die Chancen einer Sensation.

Alleine Christian Gentner (35) hat in seiner langen Karriere als Fußballer die Stärken des Branchenprimus oftmals zu spüren bekommen. In insgesamt 25 Bundesliga-Duellen ging der Routinier 20 mal als Verlierer vom Platz. Nur der ehemalige Bundesligakeeper Richard Golz (21) hat noch öfter verloren.

Als Spiel ohne Druck aufgrund der klaren Außenseiterrolle will aber auch sein Trainer die Partie nicht angehen. "Das ist nicht unsere Einstellung", betonte Fischer. Der 55-Jährige hat natürlich auch das Viertelfinale gegen Paris gesehen. Was er sich vom Pariser Starensemble abgucken konnte: "Die Effizienz. Sie hatten nicht so viele Möglichkeiten, sie waren vor dem Tor aber eiskalt."

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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