Union Berlin will gegen Freiburg raus aus der Krise: Kann Kruse schon helfen?

Berlin - Der 1. FC Union Berlin steckt momentan in einer Mini-Krise. Die Berliner sind seit fünf Bundesliga-Partien ohne Sieg und zeigten zuletzt fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor und wenig Esprit im Angriffsspiel. Da kommt die Rückkehr ihres Star-Stürmers Max Kruse (32) gerade recht.

Max Kruse (32) will gegen den SC Freiburg sein Comeback für Union Berlin feiern und am liebsten auch gleich wieder jubeln.
Max Kruse (32) will gegen den SC Freiburg sein Comeback für Union Berlin feiern und am liebsten auch gleich wieder jubeln.  © Maja Hitij/Getty Images Europe/Pool/dpa

Vor seiner Verletzung bei der 1:3-Derby-Niederlage gegen Hertha BSC legte der Angreifer zehn Scorerpunkte in nur fünf Partien auf. Sein Comeback wird also nicht nur von den Fans sehnlichst erwartet.

Bei seinem Ex-Klub SC Freiburg wird der 32-Jährige am Samstag (15.30 Uhr/Sky) aber mit großer Wahrscheinlichkeit noch nicht von Beginn an mitwirken können. Dennoch hat er "richtig Bock zum Spielen", wie er bereits am Dienstag betonte.

Gegen die Breisgauer wären Kruses spielerische Fähigkeiten sicherlich gefragt, schließlich ist der SC seit sieben Heimspielen ungeschlagen, weiß auch Union-Coach Urs Fischer (54).

"Es wird ein schwieriges Auswärtsspiel. Freiburg ist zu Hause sehr stark, sie haben von den letzten sieben Heimspielen fünf gewonnen und in jedem dieser Spiele zwei Tore erzielt", analysiert der Schweizer.

Obendrein haben die Schwarzwälder auch gegen die Eisernen eine makellose Heimbilanz: alle drei Punktspiele konnten im Schwarzwald-Stadion mit mindestens drei Toren gewonnen werden.

Der 1. FC Union Berlin beim Abschlusstraining vor dem Spiel gegen den SC Freiburg

Mit einem Sieg würde der 1. FC Union Berlin am direkten Tabellennachbarn SC Freiburg vorbeiziehen

Im Hinspiel erzielte Robert Andrich (26) den Ausgleichstreffer für Union Berlin beim 1:1-Unentschieden gegen den SC Freiburg.
Im Hinspiel erzielte Robert Andrich (26) den Ausgleichstreffer für Union Berlin beim 1:1-Unentschieden gegen den SC Freiburg.  © Andreas Gora/dpa-Pool/dpa

Apropos Tore: Freiburgs Sturm-Tank Nils Petersen (32) hat noch eine Rechnung mit dem kommenden Gegner offen, denn die Köpenicker sind eine von zwei der aktuellen Bundesliga-Mannschaften, gegen die er im Oberhaus bisher noch nie getroffen hat.

Im Hinspiel trennten sich die Teams schiedlich-friedlich mit einem 1:1-Unentschieden vor damals 4300 schweigenden Fans im Stadion An der Alten Försterei.

Mit einem Sieg beim direkten Tabellennachbarn könnten die Eisernen wieder an den Freiburgern vorbeiziehen und vorsichtig Richtung Europa League schielen, wobei nach wie vor der Klassenerhalt das oberste Ziel der Berliner ist und bleibt.

Am Samstag werden in Freiburg frühlingshafte 18 Grad Celsius erwartet. Doch gegen die technisch versierten Freiburger sollten tunlichst keine Frühlingsgefühle aufkommen, denn die Fischer-Truppe muss weiter an ihrem aggressiven Spiel festhalten, um dem Gegner keine Räume für ihren Kombinationsfußball zu bieten.

Für zwei Akteure wird es eine besondere Begegnung, denn die Brüder Nico (21) und Keven Schlotterbeck (23) stehen vor einem weiteren Brüder-Duell in der Bundesliga.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa-Pool/dpa, Maja Hitij/Getty Images Europe/Pool/dpa (Bildmontage)

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