Union will im Sturm nachlegen: Klappt's bei Hofmann im zweiten Anlauf?

Berlin - Mit Stoßstürmer Taiwo Awoniyi (23) ist dem 1. FC Union Berlin ein echter Glücksgriff gelungen. Die Liverpool-Leihgabe war auch im dritten Spiel nacheinander erfolgreich, erzielte beim SV Werder Bremen schon sein fünftes Saisontor.

Max Kruse wird Union Berlin noch mindestens vier Wochen fehlen.
Max Kruse wird Union Berlin noch mindestens vier Wochen fehlen.  © Maja Hitij/Getty Images Europe/Pool/dpa

Dahinter wird es allerdings schon eng. Mit Cedric Teuchert (23) steht Urs Fischer (54) nur noch ein gelernter Stürmer zur Verfügung. Max Kruse (32) wird den Eisernen noch bis mindestens Ende Januar fehlen. Auch bei den verletzten Joel Pohjanpalo (26) und Anthony Ujah (30) sieht es nicht nach einer baldigen Rückkehr aus.

Der Schweizer teilt daher die Einschätzung des Managers Oliver Ruhnert (49) und sieht ebenfalls in der Offensive Handlungsbedarf. "Schauen wir mal, ob uns etwas gelingt", erzählte der 54-Jährige in einer Medienrunde. Im Moment sei wichtig, dass sich keine weiteren Spieler verletzen würden.

Seit Samstag ist das Transferfenster wieder geöffnet. Gesucht wird noch ein Stürmer. Schlagen die Köpenicker jetzt auf dem Transfermarkt zu?

Klar ist: Bis zum Ende der Transferperiode (1. Februar) wolle Union nicht warten, "sondern wir versuchen, möglichst schnell eine Lösung zu finden oder wenn es nicht geht, eben nicht", hatte Ruhnert im Vorfeld der Partie bei Werder Bremen am Sky-Mikrofon erklärt. "Es ist ziemlich offen, was für Möglichkeiten sich ergeben."

Sebastian Hofmann sollte im Sommer der Andersson-Ersatz werden

Karlsruhes Philipp Hofmann jubelt nach seinem Tor zum 1:2 gegen den VfL Osnabrück.
Karlsruhes Philipp Hofmann jubelt nach seinem Tor zum 1:2 gegen den VfL Osnabrück.  © David Inderlied/dpa

Womöglich sind die Eisernen auch schon längst fündig geworden. Bereits im Sommer hatte sich Union um KSC-Angreifer Philipp Hofmann (27) bemüht. Auch der wechselwillige Sturm-Riese wollte unbedingt zu Union, weigerte sich gar beim Saison-Auftakt zu spielen, doch der Transfer platzte. Zu unterschiedlich waren die Vorstellungen beider Vereine.

"Er hat mir klar signalisiert, dass er nicht mehr kann und will", erklärte KSC-Manager Oliver Kreuzer (55) nach einem Telefonat mit Ruhnert die Verhandlungen für gescheitert. Klappt es nun im zweiten Anlauf?

Der 27-Jährige hat das Transfer-Theater mit sieben Toren und drei Vorlagen gut wegsteckt. Kaum vorstellbar, dass die Badener mit ihrer Ablöseforderung heruntergehen. Zudem soll der Goalgetter laut Hamburger Abendblatt "unbedingt zum HSV" wechseln wollen.

Auch die Verantwortlichen bei Union, die durch den Transfer von Sebastian Andersson (29) sechs Millionen Euro eingenommen haben, denken nicht daran von ihrer Linie abzuweichen.

Es gehe auch nicht darum, irgendwelche spektakulären Transfers zu machen, sondern sie müssen zu uns passen, hatte Ruhnert betont und gesagt: "Ich bin überzeugt, dass uns das gelingt."

Titelfoto: David Inderlied/dpa

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