Ärgert Union den nächsten Großen?

Berlin - Der FC Bayern München (1:1) kam nur zu einem Remis, Borussia Dortmund (2:1) musste mit leeren Händen nach Hause fahren und zuletzt musste sich auch Bayer Leverkusen (1:0) mit einer Last-Minute-Niederlage geschlagen geben: Der 1. FC Union Berlin ist klar auf Europapokal-Kurs.

Unions Christopher Lenz (l.-r.), Robin Knoche, Marvin Friedrich und Marcus Ingvartsen jubeln nach Teucherts 1:0 Siegtreffer gegen Bayer Leverkusen.
Unions Christopher Lenz (l.-r.), Robin Knoche, Marvin Friedrich und Marcus Ingvartsen jubeln nach Teucherts 1:0 Siegtreffer gegen Bayer Leverkusen.  © Andreas Gora/dpa-Pool/dpa

Stolpert am Mittwochabend mit RB Leipzig (20.30/Sky) nun der nächste Top-Klub über die Köpenicker? Die Eisernen stehen nicht durch Zufall auf dem fünften Tabellenplatz.

Die Hauptstädter sind nun schon seit sechs Spielen ungeschlagen. Mehr noch: In den letzten 15 Spielen hat die Mannschaft von Urs Fischer (54) nur eines verloren.

Auch deshalb rechnen sich die Köpenicker durchaus Chancen bei den Sachsen aus, wissen aber um die Schwere der Aufgabe.

"Leipzig ist ein Top-Kandidat für die Meisterschaft und sicher der erste Verfolger der Bayern", sagte Fischer auf der Pressekonferenz: "Wir müssen wirklich von der ersten Minute an bereit sein, das wird ein schweres Spiel."

Mit einem Sieg oder Remis könnten die Eisernen die ohnehin schon herausragende Hinrunde (28 Punkte) krönen, allerdings hat Union im Oberhaus noch nie gegen RB gewinnen können. "Es braucht eine tolle Leistung von uns, wenn du in Leipzig Punkte mitnehmen willst", so Fischer.

Wie schon gegen Leverkusen fehlen dem Schweizer mit Anthony Ujah (30), Max Kruse (32) und Joel Pohjanpalo (26) wichtige Optionen im Angriff. Fraglich ist auch der Einsatz von Flügelflitzer Sheraldo Becker (24). Der Holländer musste beim jüngsten Heimsieg angeschlagen ausgewechselt werden.

DFB-Kontrollausschuss ermittelt nach Rassismus-Skandal gegen Florian Hübner und Cedric Teuchert

Überschattet wurde der Triumph über Leverkusen ohnehin von einem Rassismus-Skandal. Neben Florian Hübner (29), der nach Schlusspfiff heftig mit Nadiem Amiri (24) aneinander geraten war, ermittelt der DFB-Kontrollausschuss nun auch gegen Matchwinner Cedric Teuchert (23).

Der vermeintliche Übeltäter Hübner hat sich zu allem Überfluss auch noch im Training verletzt. Ob und wie lange der 29-Jährige ausfällt, ist unklar. "Natürlich beschäftigt es ihn, es beschäftigt uns alle", sagte Fischer über die Rassismus-Vorwürfe.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa-Pool/dpa

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