Union will nicht nachlassen: Landen die Eisernen am Ende noch vor Hertha?

Berlin - Jetzt wollen sie den Schwung direkt mitnehmen in die nächste Saison. Nachlassen kommt für die Eisernen in den beiden letzten Spielen der denkwürdigen Corona-Saison nicht infrage.

Berlins Marvin Friedrich feiert nach dem Spiel.
Berlins Marvin Friedrich feiert nach dem Spiel.  © Kay Nietfeld/dpa

"Man sagt immer, das letzte Spiel nimmst du mit in die Ferien und die Vorbereitung. Da müssen wir schon noch mal alles investieren", betonte Trainer Urs Fischer vom 1. FC Union am Donnerstag bei einer Video-Pressekonferenz.

Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) sind die Berliner bei der TSG 1899 Hoffenheim gefordert, eine Woche später beim Finale der Fußball-Bundesliga daheim im Stadion An der Alten Försterei gegen die um den Klassenverbleib kämpfende Fortuna aus Düsseldorf. "Wir versuchen, auch diese beiden Spiele zu gewinnen", sagte Fischer.

Der 54 Jahre alte Schweizer will den Blick erstmal nur auf das nächste Spiel richten. Geschäftsführer Oliver Ruhnert arbeitet indes an den konkreteren Planungen der kommenden Wochen und Monate. "Es hilft absolut, dass wir jetzt schon Planungssicherheit haben", hatte er tags zuvor bei einer Videokonferenz gesagt. 

Vom kleineren Kader über die Vorbereitung mit oder ohne Trainingslager bis zum Ziel für die kommenden Spielzeit - der bereits sichere Verbleib der Unioner in der Bundesliga nach dem erstmaligen Aufstieg im vergangenen Jahr hat den Verantwortlichen etwas zusätzliche Zeit beschert.

Wie die Spieler das entscheidende 1:0 am späten Dienstagabend gegen den SC Paderborn mit anschließender Spontanfeier bis zum kommenden Spiel verkraftet haben, wird sich zeigen. "Gut geht es uns", meinte Coach Fischer: "Verarbeitet, werden wir sehen."

Yunus Malli kehrt zum VFL Wolfsburg zurück

Rafal Gikiewicz verlässt am Saisonende Union.
Rafal Gikiewicz verlässt am Saisonende Union.  © Andreas Gora/dpa

Ob er denen, die bislang weniger spielen durften, in den verbleibenden Chancen mehr Einsatzzeit ermöglichen will, ließ er offen. Die bestmögliche Mannschaft wolle er aufbieten. 

Denn der Liga-Neuling könnte nach dem vielumjubelten Klassenverbleib vor allem auch den Fans noch ein besonderes Bonbon kredenzen: Sollte Union am Ende der Saison noch vor Stadtrivale Hertha BSC in der Tabelle liegen. 

Punktgleich sind beide schon mal, nachdem der Rivale aus dem Westen Berlins die vergangenen drei Spiele verloren hat und Union auf 38 Punkte rangekommen ist.

Den Köpenickern fehlt auf Platz zwölf auch nur ein Punkt auf den FC Schalke 04, der vor Hertha auf Position zehn der Tabelle liegt. "Wen wir da noch alles überholen könnten", meinte Fischer.

Ob vor oder hinter der Hertha, ist Ruhnert völlig egal, der 47-Jährige beschäftigt sich nun mit der finalen Planung für die kommende Spielzeit. Ein Thema dabei: Der Umfang des Kaders. 32 Spieler sind es in dieser Saison. Ruhnert: "Wir streben eine Kadergröße unterhalb der aktuellen an."

In Sachen Personalplanung vermied er genaue Angaben. Klar ist lediglich, dass Keven Schlotterbeck wie bei seiner Leihe vereinbart zum SC Freiburg zurückkehren wird, Yunus Malli zum VfL Wolfsburg. Die Unioner verlassen wird auch Torwart Rafal Gikiewicz, ebenso der bereits suspendierte Angreifer Sebastian Polter. "Für mich ist ein Kader immer fragil, es ist ein fortwährender Prozess", sagte Ruhnert. 

Ob er Routinier Christian Gentner einen neuen Vertrag anbieten wird, verriet er nicht, lobte den 34-Jährigen aber ausdrücklich.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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