Union Berlin zu "ängstlich": Kruse-Elfmeter reicht nicht zum Heimsieg

Berlin - Es war das langersehnte Comeback: Nach fast drei Monaten Verletzungspause stand Max Kruse (32) am 23. Bundesliga-Spieltag endlich wieder in der Startelf des 1. FC Union Berlin und steuerte gleich einen Treffer beim 1:1-Unentschieden gegen die TSG 1899 Hoffenheim bei.

Max Kruse (32) trat gegen Hoffenheim in der 9. Minute zum Elfmeter an und verwandelte sicher zur 1:0-Führung von Union Berlin.
Max Kruse (32) trat gegen Hoffenheim in der 9. Minute zum Elfmeter an und verwandelte sicher zur 1:0-Führung von Union Berlin.  © Tobias Schwarz/AFP-Pool/dpa

Traumwandlerisch sicher donnerte er in der 9. Minute nach Foul an Kapitän Christopher Trimmel (34) die Kugel vom Elfmeterpunkt zur frühen Führung ins Netz.

Im Anschluss ging im Angriffsspiel der Berliner aber nur noch herzlich wenig, wie auch der Star-Stürmer nach Schlusspfiff feststellte: "Nach dem 1:0 haben wir ein bisschen ängstlich gespielt, das zieht sich schon durch die ganz Saison."

Man müsse es abstellen, nach einer Führung ein bisschen zu weichen und zurückzugehen, konstatierte der 32-Jährige.

Am Ende war es ein sehr glücklicher Punktgewinn für die Eisernen: "Was das Spiel angeht, muss man sagen, dass wir heute schon glücklich einen Punkt mitgenommen haben. Wir hatten einen Torschuss und das war der Elfmeter", analysierte der Angreifer das Spielgeschehen.

Ohne Videobeweis wäre die Partie mit hoher Wahrscheinlichkeit verloren gegangen: "Hoffenheim hatte heute die bessere Spielanlage. Wenn es kein Abseits ist kurz vor Schluss, verlieren wir", meinte Kruse.

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Max Kruse steht bei Comeback 74 Minuten auf dem Platz und will mehr

Max Kruse (r.) schreit nach dem verwandelten Elfmeter seine Freude heraus und bejubelt gemeinsam mit Christopher Trimmel (34) den 1:0-Führungstreffer für Union Berlin.
Max Kruse (r.) schreit nach dem verwandelten Elfmeter seine Freude heraus und bejubelt gemeinsam mit Christopher Trimmel (34) den 1:0-Führungstreffer für Union Berlin.  © Tobias Schwarz/AFP-Pool/dpa

Für ihn selbst reichte es im ersten Spiel nach dem Muskelbündelriss im Hauptstadtderby noch nicht wieder über die volle Distanz. Dennoch war für den ehemaligen Nationalspieler erst nach 74 Minuten Schluss.

Und Kruse strebt bereits nach mehr: "Jetzt haben wir wieder eine Woche. Ich hoffe, dass ich dann wieder länger auf dem Platz stehe."

Trainer Urs Fischer (55) zeige sich zufrieden nach dem Comeback seines Unterschiedspielers. Neben seinem siebten Saisontor habe der Offensivmann "in der einen oder anderen Aktion" gezeigt, "welche Qualität in ihm steckt", freute sich der Schweizer.

Mit nunmehr 34 Punkten ist das selbstgesteckte Saisonziel Klassenerhalt so gut wie unter Dach und Fach. Dennoch will bei den Köpenickern keiner etwas von europäischen Ambitionen wissen.

"Das ist wirklich kein Thema in der Kabine. Wir wollen so weiter machen, bis wir den Klassenerhalt sicher haben. Zuvor wird darüber nicht gesprochen", ließ Trimmel wissen.

Titelfoto: Tobias Schwarz/AFP-Pool/dpa

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