Union Berlins Fabel-Saison - Teil 2: "Eklig" sein und ein heimlicher Königstransfer

Berlin - Was sind die Gründe für die Fabel-Saison des 1. FC Union Berlin? TAG24 analysiert die Bundesliga-Spielzeit 20/21 der Eisernen. Im zweiten Teil wird's "eklig" und königlich zugleich.

Robert Andrich (26, r.) im Zweikampf mit Bayerns Tiago Dantas (20). Unions Mittelfeldmotor war mit seinem Einsatzwillen einer der Erfolgsgaranten in der zurückliegenden Saison.
Robert Andrich (26, r.) im Zweikampf mit Bayerns Tiago Dantas (20). Unions Mittelfeldmotor war mit seinem Einsatzwillen einer der Erfolgsgaranten in der zurückliegenden Saison.  © Andreas Gebert/Reuters-Pool/dpa

Ein wichtiger Baustein des Erfolgs war die robuste Spielweise des Hauptstadtklubs, mit der die Gegner oftmals entnervt wurden. Union-Coach Urs Fischer (55) sprach hierbei beinahe gebetsmühlenartig davon, "eklig" zu sein.

Sobald ein Gegenspieler am Ball war, stand ihm zumeist auch schon ein Roter auf den Füßen, allerdings ohne dabei sonderlich unfair zu sein, denn der 1. FC Union rangiert immerhin auf Platz sechs der Fairplay-Tabelle.

In den meisten Fällen war die Fischer-Truppe den Kontrahenten schlicht und einfach körperlich überlegen, denn wenn man sich den Kader genauer anschaut ist auffällig, dass lediglich zwei Spieler unter 1,80 Meter groß sind.

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Obendrein stellte der FCU laut ran.de mit 4090,28 km das laufstärkste Team der Liga. Das entspricht einem Schnitt von 120,3 km pro Spiel. Damit haben die Union-Kicker pro Partie mindestens knapp zwei Kilometer mehr zurückgelegt als die anderen Bundesligisten.

Einer der Dauer(b)renner im Mittelfeld war dabei Robert Andrich (26), der die meisten Zweikämpfe aller Union-Kicker geführt und mit seiner starken Leistung Begehrlichkeiten bei anderen Bundesliga-Klubs und auch im Ausland geweckt hat. In puncto defensiver Stabilität ist aber noch ein weiterer wichtiger Name zu nennen.

Union Berlins heimlicher Königstransfer Robin Knoche stabilisiert die Abwehr

Robin Knoche (29) steigt zum Kopfball hoch. Der neue Abwehrchef hat die Verteidigung von Union Berlin mit seiner Erfahrung deutlich stabilisiert.
Robin Knoche (29) steigt zum Kopfball hoch. Der neue Abwehrchef hat die Verteidigung von Union Berlin mit seiner Erfahrung deutlich stabilisiert.  © Annegret Hilse/Reuters-Pool/dpa

Vor der Saison galt natürlich Max Kruse (33) als der Königstransfer An der Alten Försterei und der 33-Jährige hat dieses Versprechen größtenteils auch gehalten.

Doch ein anderer hat sich still und leise zu einem weiteren Mega-Transfer herauskristallisiert: Robin Knoche (29)! Sein Wechsel vom VfL Wolfsburg nach Köpenick hat sich mehr als ausgezahlt, wobei der Transfer sogar ablösefrei über die Bühne ging.

Der 29-Jährige stand nur bei der 0:2-Auswärtsniederlage gegen Borussia Dortmund nicht von der ersten bis zur 90. Minute auf dem Spielfeld und hat mit seiner langjährigen Bundesliga-Erfahrung die Abwehr stabilisiert.

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Mit Marvin Friedrich (25) und Nico Schlotterbeck (21) bildete er ein wahres Bollwerk im Verteidigungszentrum. Unter seiner Führung kassierte die Mannschaft satte 15 Gegentore weniger als noch in der Vorsaison.

Lediglich RB Leipzig, die Wölfe und Bayer 04 Leverkusen mussten weniger Treffer hinnehmen. Selbst Rekordmeister FC Bayern München rangiert in dieser Statistik hinter den Unionern, die zudem weniger Niederlagen als Champions-League-Teilnehmer Borussia Dortmund einstecken mussten.

Außerdem sorgten die hünenhaften Innenverteidiger bei Standards immer wieder für Torgefahr, doch dazu mehr am Sonntag im dritten und letzten Teil unserer eisernen Saisonanalyse.

Titelfoto: Andreas Gebert/Reuters-Pool/dpa, Annegret Hilse/Reuters-Pool/dpa (Bildmontage)

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