Darum passt Königstransfer Kruse perfekt zu Union

Berlin - Nicht Werder, sondern Union! Max Kruse hat sich entschieden: der ehemalige deutsche Nationalspieler zieht nach Berlin.

Max Kruse entschied sich gegen eine Rückkehr zu Werder Bremen und wechselt zu Union.
Max Kruse entschied sich gegen eine Rückkehr zu Werder Bremen und wechselt zu Union.  © Carmen Jaspersen/dpa

Lange wurde über einer Rückkehr zu Werder Bremen spekuliert, doch bereits am Mittwoch hatte er seinem Ex-Verein eine Abfuhr erteilt. 

"Ich habe von Anfang an gesagt, dass eine Rückkehr zu Werder nur eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit hat", so der Angreifer in einer Instagram-Story. "Ich habe es mir überlegt und mich für einen anderen Weg entschieden, den jeder auch respektieren sollte."

Dieser führte letztendlich nach Köpenick. Schon vor Wochen wurden die Eisernen als neuer Arbeitgeber gehandelt. Am Donnerstag wurde der Transfer schließlich perfekt gemacht. Kruse wechselt zum 1. FC Union Berlin.

"Ich bin glücklich, wieder in der Bundesliga zu spielen und mit Union einen coolen neuen Verein kennenzulernen, der in den letzten Jahren eine tolle Entwicklung genommen hat", wird der Angreifer auf der Vereinshomepage zitiert.

Ein Wechsel, der für beide Seiten Sinn ergibt, auch wenn der Offensivspieler bei Werder sicher mehr verdient hätte. Der 32-Jährige ist zurück in der Bundesliga und stellt sich einer neuen Herausforderung. 

"Für mich war es wichtig, zu einem Club zu wechseln, der mich komplett überzeugt und fordert. Bei den Gesprächen mit den Verantwortlichen von Union habe ich mich direkt wohlgefühlt, deshalb habe ich mich für Union entschieden."

Max Kruse bringt spielerischen Glanz nach Köpenick

Max Kruse spielte zuletzt bei Fenerbahce Istanbul.
Max Kruse spielte zuletzt bei Fenerbahce Istanbul.  © Matthias Balk/dpa

Die Eisernen bekommen mit Kruse einen erfahrenen Bundesligaspieler, der bereits mehrfach seine Qualitäten unter Beweis gestellt hat. In 250 Bundesligaspielen konnte er 74 Tore erzielen, sowie 68 Vorlagen geben. 

Auch in der Türkei stimmten seine Leistungen. Für Fenerbahce Istanbul erzielte der ehemalige Gladbacher acht Tore (sieben Vorlagen).

Wegen fehlender Gehaltsauszahlungen kündigte Kruse seinen Vertrag. Eine Ablöse müssen die Haupstädter nicht zahlen. Der Torjäger kommt ablösefrei.

Doch passt Kruse überhaupt zu den Eisernen? Die Berliner sind bislang nicht gerade für hohe Spielkultur bekannt. Keine Mannschaft setzte in der vergangenen Spielzeit mehr auf länge Bälle als Union. 

Das Spiel von Urs Fischer ist nicht immer schön aber erfolgreich.

Mit viel Arbeit und Disziplin und einem treffsicheren Sebastian Andersson in der Spitze sicherten sich die Eisernen souverän den Klassenerhalt.

Doch auch die Köpenicker wissen, dass das zweite Jahr noch einmal schwieriger wird. Für die Eisernen geht es erneut einzig und allein um den Klassenerhalt. Unterschätzen wird sie mit Sicherheit niemand mehr.

Mit Kruse aber, der als falsche Neun oder als zweite Spitze spielen kann, dürfte das Spiel der Köpenicker schwerer auszurechnen sein. Der Golagetter ist einer der spielstärksten Stürmer der Liga. Er hat das gewisse Auge für die Mitspieler, bestimmt den Rhythmus, verteilt die Bälle und ist zudem stets torgefährlich.

"Mit Max Kruse konnten wir einen Spieler verpflichten, der seine Klasse seit Jahren sowohl national, als auch international unter Beweis gestellt hat", sagte Union-Geschäftsführer Oliver Ruhnert. "Mit seinen Offensivqualitäten und seiner Bundesliga-Erfahrung wird er uns in der neuen Saison helfen, unsere Ziele zu erreichen."

Titelfoto: Carmen Jaspersen/dpa

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