Bloß keine Blamage: Für Union zählt nur ein Sieg

Berlin - Auf dem Papier ist die Sache klar: Der 1. FC Union Berlin ist bei der SpVgg Greuther Fürth am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) der klare Favorit.

Fürths Sebastian Griesbeck (31, l.) kassierte zuletzt ein 1:7 bei Bayer Leverkusen. Urs Fischer (55) will den abgeschlagenen Tabellenletzten nicht unterschätzen.
Fürths Sebastian Griesbeck (31, l.) kassierte zuletzt ein 1:7 bei Bayer Leverkusen. Urs Fischer (55) will den abgeschlagenen Tabellenletzten nicht unterschätzen.  © Silas Stein/dpa, Marius Becker/dpa

Der Aufsteiger ist mit 46 Gegentoren die Schießbude der Liga. In den letzten drei Spielen kassierten die Franken ganze 17 (!) Gegentore.

Lediglich am zweiten Spieltag holte Fürth beim 1:1 gegen Arminia Bielefeld einen Punkt. Seitdem hagelte es zwölf Niederlagen in Folge. Schon jetzt ist es die längste Niederlagen-Serie der Bundesliga-Geschichte. Eine historisch schlechte Saison.

Die Erwartungshaltung ist klar: Alles andere als ein Sieg wäre eine Enttäuschung. Angst vor einer Blamage hat Urs Fischer (55) aber nicht.

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"Wir haben uns nicht mit der Tabellensituation und der Punktzahl beschäftigt, sondern mit der Spielweise. Da waren Spiele dabei, wo mehr möglich gewesen wäre", erzählte der Schweizer auf der Pressekonferenz. "Fürth tut sich zu Hause einfacher als auswärts. Wir brauchen eine sehr gute Leistung, um zu punkten."

Der 55-Jährige richtet den Fokus ohnehin auf seine eigene Mannschaft. Für die Eisernen gilt nun das Motto "Wunden lecken". Sie müssen das Ausscheiden aus der Conference League aus den Knochen schütteln. Nur drei Tage nach dem 1:1 gegen Slavia Prag steht schon wieder die Bundesliga auf dem Programm.

Union Berlin ohne Friedrich bei der SpVgg Greuther Fürth

"Die Mannschaft hat zuletzt einen frischen Eindruck gemacht. Aber wir werden morgen ein bisschen rotieren und Frische auf den Platz bekommen. Es sind noch drei sehr schwere Aufgaben in diesem Jahr", kündigte der Schweizer an.

Verzichten muss Fischer auf seinen Abwehrchef Marvin Friedrich (25). Der Innenverteidiger ist ebenso wie Ersatzkeeper Jakob Busk erkrankt. Dafür könnte der Ex-Fürther Paul Jaeckel (23) an alter Wirkungsstätte in die Startelf rücken.

Titelfoto: Silas Stein/dpa, Marius Becker/dpa

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