Oldies bleiben beim 1. FC Union Berlin: Mit Ü30 zum Erfolg!

Berlin - Mit Max Kruse (33), Marvin Friedrich (26) und Grischa Prömel (27) musste der 1. FC Union Berlin innerhalb kurzer Zeit den Verlust von gleich drei Leistungsträgern verkraften. Verlassen können sich die Eisernen aber weiterhin auf ihre beiden Oldies. Sowohl Kapitän Christopher Trimmel (35) als auch Stammkeeper Andreas Luthe (35) bleiben nächste Saison an Bord.

Niko Gießelmann (30, l.), Grischa Prömel (27), Christopher Trimmel (35, 2.v.r.) und Rani Khedira (28, r.) genießen nach dem Einzug ins DFB-Pokalhalbfinale die Ehrenrunde.
Niko Gießelmann (30, l.), Grischa Prömel (27), Christopher Trimmel (35, 2.v.r.) und Rani Khedira (28, r.) genießen nach dem Einzug ins DFB-Pokalhalbfinale die Ehrenrunde.  © Andreas Gora/dpa

Wie "kicker" berichtet, haben sich die Papiere jeweils um eine weitere Spielzeit bis 2023 verlängert. "Wir sagen nichts zu Verlängerungen oder Vertragslaufzeiten, aber die beiden Spieler stehen in der nächsten Saison bei uns unter Vertrag. Das ist korrekt", bestätigte Unions Manager Oliver Ruhnert die entsprechende Meldung.

Dem Bericht zufolge soll sich der Vertrag von Trimmel bereits im Februar verlängert haben. Sein Verbleib ist besonders wichtig. So ist der Rechtsverteidiger mit den gefährlichen Standards nicht nur Kapitän und Identifikationsfigur, sondern auch noch einer der letzten Aufstiegshelden.

Auch bei Luthe bestand offenbar nie Grund zur Sorge. Er soll die nötige Anzahl von Spielen zur automatischen Verlängerung schon "vor längerer Zeit" erreicht haben.

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Dass zwei 35-Jährige auch in der nächsten Spielzeit eine tragende Rolle spielen sollen, zeigt aber auch das Erfolgsrezept der Eisernen. Der Jugendwahn hat Köpenick (noch) nicht erreicht. Während viele Vereine auf junge und entwicklungsfähige Spieler bauen, setzt Ruhnert auf Erfahrung. Allein neun Spieler haben das 30. Lebensjahr schon erreicht oder gar überschritten.

1. FC Union Berlin bestätigt: Verträge von Christopher Trimmel und Andreas Luthe haben sich verlängert

Union Stammkeeper Andreas Luthe (35) musste zuletzt wegen einer Corona-Infektion passen, bleibt den Eisernen aber auch in der neuen Saison erhalten.
Union Stammkeeper Andreas Luthe (35) musste zuletzt wegen einer Corona-Infektion passen, bleibt den Eisernen aber auch in der neuen Saison erhalten.  © David Inderlied/dpa

Im Sturm setzt Urs Fischer (56) zwar auf den relativ jungen Taiwo Awoniyi (24) und Sheraldo Becker (27), dahinter lauern mit Winter-Neuzugang Sven Michel (31), Kevin Behrens (31), Anthony Ujah (31) und Andreas Voglsammer (30) aber jede Menge Erfahrung.

Zudem haben die Eisernen mit Abwehr-Chef Robin Knoche (29), Mittelfeld-Abräumer Rani Khedira (28), Neuzugang Dominique Heintz (28) und Kevin Möhwald (28) jede Menge Profis im besten Fußballalter.

Und der Erfolg gibt ihnen recht. Die Ü-30-Truppe kann trotz der Formdelle in der Rückrunde weiter von Europa träumen, steht darüber hinaus im Halbfinale des DFB-Pokals.

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Bezeichnend, dass nicht etwa Top-Torschütze Taiwo Awoniyi (elf Tore) die Entdeckung der Saison ist, sondern der 30-jährige Niko Gießelmann. Mit drei Buden und sechs Vorlagen hat der Linksverteidiger Christopher Lenz (27/Eintracht Frankfurt) längst vergessen lassen.

Einen ablösefreien Abgang müssen die Anhänger aber nicht befürchten. "Mein Vertrag hat sich über eine Option bis 2023 verlängert", erklärte Gießelmann bereits im Februar gegenüber Transfermarkt.de.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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