Gentner lässt Zukunft offen: Darum führte er mit Union keine Gespräche

Berlin - Im Sommer ist Schluss. Christian Gentner (35) verlässt nach zwei Jahren den 1. FC Union Berlin. Was danach kommt, ist unklar. Der Mittelfeldspieler lässt nach seinem angekündigten Abschied seine Zukunft offen.

Christian Gentner verlässt nach zwei Jahren wieder den 1. FC Union Berlin. Der 35-Jährige würde gerne weiter Fußball spielen.
Christian Gentner verlässt nach zwei Jahren wieder den 1. FC Union Berlin. Der 35-Jährige würde gerne weiter Fußball spielen.  © Andreas Gora/dpa

"Was im Sommer passiert, kann ich noch nicht sagen. Ich würde gerne weiter Fußball spielen", sagte der 35-Jährige in einem digitalen Pressegespräch am Dienstag, "es muss ein sportliches Paket sein, das mit der Familie umsetzbar ist."

So ist die Familie ein Hauptgrund, dass der zweimalige deutsche Meister mit dem VfB Stuttgart und dem VfL Wolfsburg nach zwei Jahren die Eisernen verlässt und auch gar keine Gespräche über eine Vertragsverlängerung mit Union geführt hatte.

"Das ist der richtige Moment nach zwei Jahren", sagte Gentner, für den die Pandemiezeit verbunden mit der Trennung von der Familie "als Familienmensch eine schwierige Phase" ist.

Offen ist Gentner auch, ob es auf oder neben dem Rasen weitergehen werde. Er fühle sich noch fit, auf höchstem Niveau zu spielen. Daneben hat Gentner auch einen Management-Kurs absolviert, der von der DFL und dem DFB angeboten wird.

Gentner hofft noch auf Europa

Vorher aber will er nach bisher 428 Bundesligaspielen (46 Tore) mit Union einen internationalen Startplatz erreichen: "Allein die Vorstellung: Union im Europapokal. Das ist eine Riesenmöglichkeit, die wir noch haben."

Auch wenn in Bayer 04 Leverkusen und RB Leipzig zwei hochkarätige Mannschaften zum Abschluss auf das Team von Trainer Urs Fischer warten, würde Gentner "uns nicht abschreiben". Zumal der fünfmalige Nationalspieler auch noch mit seinen Kollegen in der Kabine feiern möchte. "Ich habe selten in so einer harmonischen Mannschaft gespielt – bei aller Konkurrenz. Die Feiern mit den Jungens, egal ob wir gewonnen oder verloren haben, sind Momente, die im Gedächtnis bleiben."

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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