Ex-Herthaner Haraguchi ein Eisener: So viel blau-weiß steckt in Union

Berlin - Der 1. FC Union Berlin treibt die Kaderplanung für die kommende Saison weiter voran. Mit Genki Haraguchi (30) haben die Eisernen bereits den vierten ablösefreien Neuzugang präsentieren können.

Genki Haraguchi im Zweikampf mit Bayerns Arturo Vidal. Vier Jahre lang spielte der Japaner für Hertha BSC.
Genki Haraguchi im Zweikampf mit Bayerns Arturo Vidal. Vier Jahre lang spielte der Japaner für Hertha BSC.  © Christian Charisius/dpa

Der Japaner kommt mit der Empfehlung von neun Toren und sieben Vorlagen von Hannover 96 aus der 2. Liga. Berlin kennt der 30-Jährige bereits bestens.

Vier Jahre lang, von 2014 bis 2018, stürmte der japanische Nationalspieler für den Lokalrivalen Hertha BSC. Ganz so torgefährlich wie zuletzt in Hannover war Haraguchi in Charlottenburg aber nie. In 106 Spielen gelangen ihm sechs Tore.

Der flexible Offensivspieler ist aber nicht der einzige aktive oder ehemalige Union-Profi mit blau-weißer Vergangenheit.

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Robert Andrich

Einen besseren Moment hätte Robert Andrich (26) für den Baby-Jubel kaum haben können. Nur ein Spiel nach dem kuriosen Eigentor bei Eintracht Frankfurt traf der Mittelfeldantreiber zum zwischenzeitlichen 1:0 beim Stadtderby gegen Hertha.

Bei der Alten Dame (von 2003 bis 2015 im Verein) hatte der 26-Jährige das Fußballspielen gelernt, durchlief zahlreiche Jugendmannschaften, ehe er sich vor sechs Jahren Dynamo Dresden anschloss. Für einen Sieg hat sein Treffer aber nicht gereicht. Am Ende mussten sich beide Mannschaften mit einem 1:1 begnügen.

Julius Kade blieb der Durchbruch bei Union verwehrt

Sowohl Julius Kade (l.) als Robert Andrich durchliefen bei Hertha BSC zahlreiche Jugendmannschaften. Bei Union durchsetzen konnte sich aber nur Andrich.
Sowohl Julius Kade (l.) als Robert Andrich durchliefen bei Hertha BSC zahlreiche Jugendmannschaften. Bei Union durchsetzen konnte sich aber nur Andrich.  © Andreas Gora/dpa, Andreas Gora/dpa-pool/dpa

Julius Kade

Sein Wechsel sorgte für Schlagzeilen: Julius Kade (22) hatte 2018 mit Herthas U19 furios die deutsche Meisterschaft gewonnen. Ein Jahr später schloss sich der Mittelfeldspieler Union an. Der Durchbruch blieb ihm aber auch in Köpenick verwehrt. Sein Bundesligadebüt gegen Borussia Mönchengladbach 2017 blieb der bislang einzige Einsatz im Oberhaus. Inzwischen spielt Kade beim Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden.

Christoper Lenz

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Für einen Einsatz bei den Profis ist es bei Christopher Lenz (26) gar nicht erst gekommen. Der Linksverteidiger wechselte bereits in der Jugend zu nach Gladbach, ehe es den 26-Jährigen wieder in seine Heimatstadt zu Union zog. Nach fünf erfolgreichen Jahren zieht es Lenz nun zu Eintracht Frankfurt.

Manuel Schmiedebach

Auch dem Ex-Unioner Manuel Schmiedebach (32/von 2003 bis 2008 bei Hertha) blieb das Profidebüt verwehrt. Der langjährige ehemalige Hannover-Profi ist einer der Aufstiegshelden. In der Bundesliga waren seine Dienste nicht mehr ganz so gefragt. Bei Unions Premierensaison reichte es gerade mal für fünf Einsätze. Mittlerweile ist Schmiedebach vereinslos.

Marko Rehmer mit Novum: Debüt bei Union und später Profi bei Hertha BSC

Chinedu Ede (r.) jubelt mit Santi Kolk über seinen Treffer gegen den MSV Duisburg. Sein Pofidebüt gab der Außenbahnspieler einst bei Hertha.
Chinedu Ede (r.) jubelt mit Santi Kolk über seinen Treffer gegen den MSV Duisburg. Sein Pofidebüt gab der Außenbahnspieler einst bei Hertha.  © Roland Weihrauch dpa/lnw

Chinedu Ede

Zusammen mit Kevin-Prince Boateng (34), Patrick Ebert (34), Ashkan Dejagah (34) und Jerome Boateng (32) gehörte Chinedu Ede (34) zu der golden Generation bei Hertha BSC. Der Flügelspieler überzeugte vor allem durch seine Schnelligkeit.

Über den MSV Duisburg landete Ede 2012 schließlich bei den Eisernen, ehe er zwei Jahre später zum 1. FSV Mainz 05 weiterzog. 2019 beendete der ehemalige Hertha- und Union-Profi seine Karriere.

Benjamin Köhler

Auch Benjamin Köhler (40) hat die Fußballschuhe bereits an den Nagel gehängt. Der ehemalige Frankfurter wurde 2017 ein Eisener und ist an der Alten Försterei ein gern gesehener Gast. Sein Bundesligadebüt gab er aber im Trikot der Alten Dame. Es sollte das einzige Spiel für die Hertha-Profis sein.

Sixten Veit

Der gebürtige Freiburger Sixten Veit (51) schaffte mit Hertha 1997 den Bundesligaaufstieg. Nach einem kurzen Intermezzo bei Besiktas Istanbul zog es den mittlerweile 51-Jährigen Ende November 2001 wieder in die Hauptstadt. Diesmal aber zu Union (19 Spiele).

Jan Glinker

Jahrelang hielt Jan Glinker (37) bei Union den Pfosten sauber. Der Keeper ist den langen Weg von der Oberliga bis in die 2. Bundesliga mitgegangen. In der Jugend hatte Glinker noch das Tor der Herthaner gehütet, ehe er direkt zur U19 der Eisernen wechselte. In Köpenick blieb er schließlich ganze zwölf Jahre.

Auch die Ex-Profis Christian Fährmann (45), Andreas Biermann (40) , Marco Sejna (49) oder Marcel Rath (45) hatten eine blau-weiße Vergangenheit. Marco Rehmer (49) ging den anderen Weg. Der ehemalige Nationalspieler feierte in Köpenick sein Profidebüt. 1999 wechselte der Rechtsverteidiger schließlich von Hansa Rostock zu Hertha BSC.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa, Andreas Gora/dpa, Andreas Gora/dpa-pool/dpa

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