Kaum zu glauben! Diese Sache macht Union sogar schlechter als Rivale Hertha

Berlin - In der Hauptstadt hat sich in Sachen Fußball-Hierarchie ein klares Bild gefestigt: Der 1. FC Union Berlin hat Hertha BSC den Rang abgelaufen. In einer Statistik sind die Eisernen aber schwächer.

Julian Ryerson (24) und seine Kollegen sprinten sehr selten. Im Ligavergleich liegt der 1. FC Union Berlin auf dem letzten Platz - also noch hinter Hertha BSC.
Julian Ryerson (24) und seine Kollegen sprinten sehr selten. Im Ligavergleich liegt der 1. FC Union Berlin auf dem letzten Platz - also noch hinter Hertha BSC.  © Andreas Gora/dpa

Ein Blick auf die Bundesliga-Tabelle macht es deutlich: Der FCU steht auf Platz sieben, die Alte Dame auf Rang elf. Stolze sechs Punkte mehr auf dem Konto, mehr Tore geschossen, deutlich weniger kassiert - die Köpenicker machten ihrem großen Rivalen in der Hinrunde einmal mehr vor, wie man erfolgreich ist.

Allerdings gibt es einen Wert, in dem die Charlottenburger bisher die Oberhand behalten. Nicht etwa, weil die Hertha das so gut machen würde, sondern weil die Mannschaft von Trainer Urs Fischer (55) einfach extrem selten sprintet. Das berichtete der Kicker in seiner Printausgabe vom Montag.

Demnach landet Union mit durchschnittlich 200 Sprints pro Spiel auf dem letzten Platz (!) im Ligavergleich. In dieser Wertung stehen also sogar die Herthaner (215) besser da.

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Das soll jedoch nicht heißen, dass die Fischer-Truppe generell laufschwach wäre. Ganz im Gegenteil mit 118,2 abgespulten Kilometern pro Partie ist man sogar das drittlauffreudigste Team der Beletage.

Warum diese beiden Werte bei den Eisernen so unterschiedlich ausgeprägt sind, kann Athletik-Trainer Martin Krüger (42) erklären.

1. FC Union Berlin erklärt schwachen Sprintwert mit guter Organisation

Laut Krüger erfülle das Team die taktischen Aufgaben, weswegen Sprints nicht oft nötig seien: "Das liegt an unserer guten Organisation im Spiel, weil wir geringe Abstände haben und kompakt bleiben."

Das Zustandekommen der Zahlen begründet er folglich so: "Wir laufen viel, wir laufen intensiv, aber nicht im maximalen Tempo." Diese These untermauert auch der anhaltende Erfolg.

Bleibt abzuwarten, ob der FCU die schwachen Sprintwerte weiter kompensieren und den Stadtrivalen auf Abstand halten kann. Dann wäre diese eine Sache, in der man hinter dem BSC rangiert, sicher zu verkraften.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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