Rotterdam raus aus Unions Knochen? "Müssen daraus kein Drama machen"

Berlin - Dieses Europacup-Spiel wird dem 1. FC Union Berlin noch lange beschäftigen - nicht wegen der Leistung, sondern vielmehr was außerhalb des Stadions passierte.

Urs Fischer (55) hat die Niederlagde bei Feyenoord Rotterdam abgehakt. (Bildmontage)
Urs Fischer (55) hat die Niederlagde bei Feyenoord Rotterdam abgehakt. (Bildmontage)  © Patrick Post/AP/dpa, Torsten Silz/dpa

Nachdem schon im Vorfeld eine Union-Delegation von Hooligans angegriffen worden war, lief es für Hunderte von Union Fans nicht gerade besser.

2400 mitgereiste Anhänger wollten eigentlich im Stadion De Kuip dabei sein, doch viele erhielten lange gar keinen Zutritt zur Arena. Es kam zu enorm langen Wartezeiten, Anhänger des Klubs berichteten in sozialen Netzwerken zudem von einem überharten Polizei-Einsatz.

Sogar von Hundebissen war die Rede. Auf Twitter zeigten zahlreiche Fans ihre Verletzungen. Einige der Mitgereisten mussten demnach nach den Attacken im Krankenhaus behandelt werden.

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Auch auf dem Platz war es für die Eisernen ein gebrauchter Abend. Die Köpenicker mussten sich verdientermaßen mit 1:3 geschlagen geben. Viel Zeit zum Hadern gibt es allerdings nicht. Schon am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) wartet beim VfB Stuttgart die nächste knifflige Aufgabe.

"Man muss der Mannschaft auch mal ein schwächeres Spiel zugestehen. Wir müssen daraus aber kein Drama machen. Donnerstag war nicht gut, wir müssen es in Stuttgart besser machen", sagte Urs Fischer (55) auf der Pressekonferenz.

Rick van Drongelen und Marvin Friedrich mit dem Coronavirus infiziert

Union-Verteidiger Rick van Drongelen (22/r.) fehlt dem Verein aufgrund einer Corona-Erkrankung.
Union-Verteidiger Rick van Drongelen (22/r.) fehlt dem Verein aufgrund einer Corona-Erkrankung.  © Andreas Gora/dpa

Von der Spielweise muss der Schweizer sein Team nicht neu einstellen. Eine gewisse Ähnlichkeit zwischen der niederländischen Mannschaft und den Stuttgartern sei ersichtlich, beim VfB komme noch ein "bisschen mehr Körperlichkeit im Zentrum hinzu", sagte Fischer, "aber in erster Linie gilt es auf uns zu schauen."

Der Tabellenfünfte aus Berlin war nach dem Spiel in Rotterdam direkt nach Stuttgart gereist, um die Reisestrapazen zu mindern.

Angesichts der nächsten anstehenden englischen Woche wird der 55-Jährige rotieren: "Den Jungs geht es gut, sie haben bereits in Rotterdam mit Regeneration begonnen, von daher sind alle bereit für Aufgabe Stuttgart. Den einen oder anderen Wechsel wird es aber geben."

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Nach dem Gastspiel in Stuttgart müssen die Berliner am kommenden Mittwoch im DFB-Pokal beim Drittligisten Waldhof Mannheim antreten (18.30 Uhr/Sky), ehe am darauffolgenden Samstag Meister Bayern München im Stadion An der Alten Försterei gastiert.

Bis auf die Abwehrspieler Marvin Friedrich (25) und Rick van Drongelen (22), die beide mit Corona infiziert sind, stehen alle anderen Profis bereit. Bei van Drongelen hatte es bei den Testungen Mitte der Woche zunächst einen unklaren Befund gegeben. Später wurde die Covid-19-Infektion zweifellos nachgewiesen, wie Union auf der Pressekonferenz bekannt gab.

Friedrich war bereits am Dienstagabend positiv getestet worden. Beiden Spielern gehe es gut. Allerdings gab Fischer keine Prognose, wann die Verteidiger wieder zurückkehren.

Titelfoto: Patrick Post/AP/dpa, Torsten Silz/dpa

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