Schnelles Wiedersehen nach Last-Minute-Pokal-K.o.: "Man muss immer wieder aufstehen"

Berlin - Urs Fischer (56) will bloß keinen Frust mehr schieben. Vor dem zweiten Spiel bei RB Leipzig innerhalb von vier Tagen fordert der Trainer des 1. FC Union Berlin wieder die ganze Konzentration seiner Mannschaft ein.

Urs Fischer (56, l.) hofft, dass das bittere Pokal-Aus durch Leipzigs Emil Forsberg (30) wieder abgehakt ist.
Urs Fischer (56, l.) hofft, dass das bittere Pokal-Aus durch Leipzigs Emil Forsberg (30) wieder abgehakt ist.  © Jan Woitas/dpa

Das Negativ-Erlebnis durch den späten Pokal-K.o. im Halbfinale am Mittwochabend muss abgehakt sein. Diesmal geht es um wichtige Bundesliga-Zähler für die erhofften erneute Qualifikation für den Europacup.

"Die Niederlage muss man aus dem Kopf bekommen. Es ist nicht so einfach. Ich glaube, die Enttäuschung nimmt man noch ein bisschen mit. Es geht darum, wie man damit umgeht. Es darf die Leistung nicht beeinflussen", sagte Fischer vor der Partie am Samstag (15.30 Uhr/Sky). Knackpunkt ist natürlich, wie Union das Pokal-Ausscheiden trotz starker Leistung verdaut hat.

"Denn die Mannschaft hat eigentlich ein tolles Spiel gemacht. Man muss auch die positiven Dinge mitnehmen. Niederlagen gehören dazu. Man muss auch immer wieder aufstehen", sagte Fischer. Vier Spieltage vor Schluss sieht es in der Liga nach einem Fernduell Unions (Platz 6/47 Punkte) mit dem 1. FC Köln (7/46) und der TSG 1899 Hoffenheim (8/45) um die internationalen Plätze aus.

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In personeller Hinsicht wird es im Vergleich zum Spiel am Mittwoch eine leichte Rotation geben. So könnten für die Verteidiger Christopher Trimmel (35) und Bastian Oczipka (33) diesmal Julian Ryerson (24) und Niko Gießelmann (30) in die Startformation rücken.

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Einen Wechsel muss Fischer auf jeden Fall vornehmen. Da Verteidiger Timo Baumgartl (25) im letzten Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (2:0) die fünfte Verwarnung gesehen hatte, wird er in der Bundesligapartie gegen Leipzig aussetzen. Für ihn dürfte der ehemalige Freiburger Dominique Heintz (28) hinten links auflaufen.

Torwart Andreas Luthe (35) steht nach überstandener Muskelverletzung erstmals seit der 0:4-Niederlage bei Bayern München am 19. März wieder im Kader. Im Tor dürfte aber erneut Frederik Rönnow (29) stehen.

Auf ihre Anhänger können die Union-Profis erneut bauen. 2500 Tickets wurden für den Gästebereich abgesetzt. In den ersten 15 Minuten werden die Fans der Hauptstädter aus Protest gegen RB Leipzig aber erneut schweigen.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa

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