Trotz Behrens-Ausgleich: Union Berlin verliert Kampf gegen Slavia Prag in Unterzahl

Prag/Berlin - Nach einer hitzigen und hart umkämpften Partie steht der 1. FC Union Berlin am Ende des ersten Conference-League-Gruppenspiels mit leeren Händen da. Gegen Slavia Prag mussten sich die Eisernen nach 50 Minuten Unterzahl mit 1:3 (0:1) geschlagen geben.

Den Schuss von Slavias Alexander Bah (23, 1. v. r.) konnte kein Spieler des 1. FC Union Berlin aufhalten - der 0:1-Rückstand.
Den Schuss von Slavias Alexander Bah (23, 1. v. r.) konnte kein Spieler des 1. FC Union Berlin aufhalten - der 0:1-Rückstand.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Die Tore von Alexander Bah (18. Minute), Jan Kuchta (84.) und Ivan Schranz (88.) beendeten für die Eisernen eine Serie von neun Pflichtspielen in drei Wettbewerben ohne Niederlage seit Mitte Mai.

Der zwischenzeitliche Ausgleich von Kevin Behrens (70.) war letztlich nutzlos.

Nach der Gelb-Roten Karte für Paul Jaeckel (40.) kämpfte Union mehr als 50 Minuten auf dem vom Dauerregen aufgeweichten Rasen in Unterzahl - eine zu große Hypothek.

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Nach dem Fehlstart in der Gruppe E des neuen Europacups muss nun in zwei Wochen im ersten Heimspiel gegen Maccabi Haifa ein Sieg her, damit die Chance auf den Einzug in die K.o.-Phase nicht schnell aus dem Blickfeld gerät.

Gut 3000 Union-Fans sorgten im Sinobo Stadion mit den nicht minder enthusiastischen Slavia-Anhängern für eine dem Europacup absolut würdige Atmosphäre.

"Ich glaube, dass es wichtig ist, dass es Spaß macht, was wir tun. Und wir freuen uns alle darauf", sagte Club-Chef Dirk Zingler bei Nitro vor dem Anpfiff zur da noch guten Union-Laune.

Startelf des 1. FC Union Berlin beim ersten Gruppenspiel in der Conference League auswärts gegen Slavia Prag

Die Anfangsformation des amtierenden tschechischen Meisters Slavia Prag

Von der ersten Minute an eine Vollgas-Veranstalung zwischen Slavia Prag und dem 1. FC Union Berlin

Nach der Gelb-Roten Karte gegen Union Berlins Paul Jaeckel (23, 1. v. r.) spielten die Eisernen länger als eine Halbzeit in Unterzahl.
Nach der Gelb-Roten Karte gegen Union Berlins Paul Jaeckel (23, 1. v. r.) spielten die Eisernen länger als eine Halbzeit in Unterzahl.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Abtasten war deshalb auch nicht angesagt. Und Union konnte die Gastgeber schnell überrumpeln. Genki Haraguchi und Max Kruse (3.) fehlte es im Abschluss in bester Position aber an der nötigen Präzision.

Slavia fand aber schnell in seine Ordnung zurück. Berlins Torwart Andreas Luthe musste beim Schuss von Lukas Masopust (12.) erstmals beherzt eingreifen.

Die frühen Gelben Karten gegen Jaeckel (6.) und Taiwo Awoniyi (15.) durch den kleinlich pfeifenden portugiesischen Schiedsrichter Fabio Verissimo irritierten die Eisernen spürbar.

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Plötzlich ließen Spannkraft und Konzentration nach. Und Prag bestrafte diesen Mangel an internationaler Cleverness eiskalt. Bahs Distanzschuss nach einem Eckball schlug flach im Toreck ein.

Jetzt liefen die Berliner in den meisten Zweikämpfen hinterher. Und als Jaeckel im Mittelfeld taktisch foulen musste, war der Platzverweis unvermeidlich. Ärgerlich: Kurz zuvor hatte es Kruse (31.) endlich mal allein in den Slavia-Strafraum geschafft, entschied sich aber noch für ein Abspiel auf Awoniyi, der am Ball vorbeirutschte.

In Unterzahl war noch mehr defensive Ordnung gefragt. Dennoch boten sich Union immer noch Möglichkeiten zu schnellen Gegenstößen. Rani Khedira (55.) schoss am Tor vorbei.

Awoniyi (58.) stand bei einem Tor im Abseits und wollte es nicht wahrhaben. Behrens schlug dann bei einem Konter zu, das rettete die Serie der Eisernen aber nicht, denn Slavia hatte spät noch die Doppel-Antwort durch Kuchta und Schranz.

Nach dem missglückten Auftakt in der Conference League hat der 1.FC Union Berlin nun wieder den Bundesliga-Alltag vor der Brust. Am Sonntag steht ein Auswärtsspiel gegen Borussia Dortmund an (19.30 Uhr/DAZN).

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa (Bildmontage)

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