Trotz Patzer gegen Greuther Fürth: Union-Fans feiern Grischa Prömel

Berlin - Den Freitagabend hatten sich der 1. FC Union Berlin, seine Fans und auch Grischa Prömel (27) sicherlich ganz anders vorgestellt. Dennoch gab's am Ende Support von den Rängen - vor allem für den 27-Jährigen.

Grischa Prömel (27) und der 1. FC Union Berlin blicken auf eine fünfjährige Erfolgsgeschichte zurück.
Grischa Prömel (27) und der 1. FC Union Berlin blicken auf eine fünfjährige Erfolgsgeschichte zurück.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Den Eisernen bot sich mit dem Freitagsmatch gegen die SpVgg Greuther Fürth eine große Chance, im Kampf um Europa vorzulegen. Die Mannschaft von Trainer Urs Fischer (56) patzte allerdings beim 1:1 gegen den Absteiger und konnte so keinen großen Druck auf die Bundesliga-Konkurrenten ausüben.

Obwohl der unerwartete Dämpfer wenig Begeisterung bei den Fans auslöste, herrschte danach nicht nur schlechte Laune im Stadion An der Alten Försterei. Stattdessen feierten die Anhänger vor allem Prömel mit lautstarken Sprechchören, wie ein Twitter-Video des Hauptstadtklubs zeigt.

Dass der Dauerbrenner im Union-Mittelfeld so viel Rückendeckung bekommt, ist im knallharten Fußballgeschäft beileibe keine Selbstverständlichkeit. Schließlich wurde im Februar bekannt, dass er den FCU zum Saisonende verlässt - und das auch noch ohne Ablöse in Richtung TSG 1899 Hoffenheim.

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Es ist keine Seltenheit, dass Profis für solche Wechsel gnadenlos ausgepfiffen werden. Umso beeindruckender, wie Supporter ihren Aufstiegshelden nach seinem wohl vorletzten Heimspiel in Köpenick verabschiedeten.

1. FC Union Berlin twittert Fan-Sprechchöre für Grischa Prömel

Prömel und Union Berlin: Eine fünfjährige Erfolgsgeschichte

Die Fans des 1. FC Union Berlin unterstützten Grischa Prömel (27) und seine Kollegen lautstark beim Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth.
Die Fans des 1. FC Union Berlin unterstützten Grischa Prömel (27) und seine Kollegen lautstark beim Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth.  © Andreas Gora/dpa

Im Juli 2017 lotsten die Berliner den damals 22-jährigen Zweitliga-Kicker ablösefrei vom Karlsruher SC an die Spree. Was folgte, war eine fünfjährige Zusammenarbeit, die sich wohl kaum einer hätte träumen lassen.

Gemeinsam gelang in der Saison 18/19 der sensationelle Aufstieg in Deutschlands Fußball-Oberhaus, wobei der Ex-Karlsruher als Stammspieler gesetzt war und auch in den beiden Relegationsduellen gegen den VfB Stuttgart (2:2, 0:0) jeweils 90 Minuten auf dem Platz stand.

In den folgenden drei Erstliga-Jahren trug der kämpferisch überzeugende Mittelfeldmann maßgeblichen Anteil am Erfolg der Köpenicker. Man entwickelte sich nicht nur zu einem gestandenen Bundesliga-Klub, sondern durfte in der Europa Conference League sogar internationale Erfahrung sammeln.

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Damit zumindest seine Kollegen auch in der kommenden Spielzeit in diesen Genuss kommen, muss unter anderem Prömel in den verbleibenden beiden Duellen mit dem SC Freiburg und dem VfL Bochum liefern.

Wer weiß? Womöglich kann Unions zweitbester Liga-Knipser dieser Saison (6 Tore) seine Ausbeute noch aufstocken und so zu einem Bilderbuch-Finale seiner eigenen FCU-Geschichte beitragen.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa, Rolf Vennenbernd/dpa (Bildmontage)

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