Union-Coach Fischer: "Enttäusche jedes Wochenende über die Hälfte des Kaders"

Berlin - Trainer Urs Fischer wertet das Interesse anderer Vereine an Spielern des 1. FC Union Berlin auch als Beleg und Bestätigung für die geleistete Arbeit.

Union-Trainer Urs Fischer (54) nimmt das Interesse an seinen Spielern als Kompliment.
Union-Trainer Urs Fischer (54) nimmt das Interesse an seinen Spielern als Kompliment.  © dpa/Andreas Gora/dpa Pool

"Für uns bedeutet es, dass wir nicht gerade den falschen Weg eingeschlagen haben, sondern wir es fertigbringen, Spieler zu entwickeln", sagte der 54 Jahre alte Schweizer in einem Interview dem "Kicker" (Montag). "Das ist eine gute Visitenkarte für uns, die uns wiederum bei neuen Spielern interessant macht."

Als Beispiel wurde in dem Gespräch Abwehrspieler Christopher Lenz genannt.

Er wird nach dieser Saison den Club aus Köpenick ablösefrei verlassen und zum Fußball-Bundesligarivalen Eintracht Frankfurt wechseln.

Der Club werde dadurch natürlich auch einen guten Linksverteidiger verlieren, sagte Fischer.

Fischer über Karius: "Dass er sauer auf mich ist, damit kann ich gut umgehen"

Dass Loris Karius (r.) mit seiner Rolle als Ersatzspieler unglücklich ist, kann Fischer absolut nachvollziehen.
Dass Loris Karius (r.) mit seiner Rolle als Ersatzspieler unglücklich ist, kann Fischer absolut nachvollziehen.  © dpa/Andreas Gora/dpa Pool

"Aber so ist das Leben. Du kannst nicht alles haben. In der Schweiz sagt man: den Fünfer und das Weggli wollen – das geht leider nicht", sagte Fischer. Es sei daher auch grundsätzlich möglich, dass der Club im Sommer eine neue Mannschaft aufbauen müsse.

Dass der zur aktuellen Saison geholte Keeper Loris Karius mit seiner Reservistenrollen nicht zufrieden ist, kann Fischer verstehen.

"Es wäre auch Wahnsinn, wenn er es als Ersatzspieler wäre. Dass er sauer auf mich ist, damit kann ich gut umgehen. Ich enttäusche jedes Wochenende über die Hälfte des Kaders, weil sie nicht in der Startformation steht", sagte der Schweizer. Anders funktioniere es aber nicht.

Titelfoto: dpa/Andreas Gora/dpa Pool

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