Deshalb darf Max Kruse noch nicht für Union Berlin spielen

Berlin - Auch bei der Testspielniederlage gegen den 1. FC Köln suchte man Max Kruse (32) vergeblich auf dem grünen Rasen. Das ist natürlich in erster Linie seiner Sprunggelenksverletzung geschuldet, doch es gibt auch noch einen anderen Grund.

Max Kruse (32, l.) und Oliver Ruhnert (47) bei der Vorstellung Kruses als Neuzugang für Union Berlin. Allerdings ist der Stürmer noch gar nicht spielberechtigt für die Eisernen.
Max Kruse (32, l.) und Oliver Ruhnert (47) bei der Vorstellung Kruses als Neuzugang für Union Berlin. Allerdings ist der Stürmer noch gar nicht spielberechtigt für die Eisernen.  © Annette Riedl//dpa

Der Königstransfer der Eisernen laboriert weiterhin an einer hartnäckigen Verletzung im Sprunggelenk, die laut Auskunft von Union-Manager Oliver Ruhnert (47) zunächst falsch diagnostiziert wurde.

"Die erste Diagnostik war wohl nicht gut. Da ging man davon aus, dass die Verletzung anders ist, als sie sich nach Einschätzung der Ärzte hier ergeben hat", so Ruhnert gegenüber kicker. Und weiter: "Wir werden ihn noch nicht in der nächsten Woche im Mannschaftstraining haben, glaube ich. Das wird schon noch einen Moment dauern." Es sei aber alles im Zeitplan.

Allerdings dürfte Kruse gar nicht für den 1. FC Union Berlin auflaufen, selbst wenn er fit wäre, denn er hat noch gar keine Spielberechtigung für seinen neuen Klub.

Das liegt daran, dass sein Ex-Klub Fenerbahce  Istanbul ihm keine Freigabe erteilt hat. Kruse hat im vergangenen Juni eigenmächtig bei dem Süper-Lig-Verein gekündigt, da er ausstehende Gehaltszahlungen monierte.

Spielgenehmigung steht noch aus

Max Kruse (32) im Trikot seines Ex-Klubs Fenerbahce Istanbul, der noch immer gegen Kruses Kündigung vorgeht und einen ablösefreien Wechsel verhindern will.
Max Kruse (32) im Trikot seines Ex-Klubs Fenerbahce Istanbul, der noch immer gegen Kruses Kündigung vorgeht und einen ablösefreien Wechsel verhindern will.  © Matthias Balk/dpa

Fenerbahce kündigte daraufhin rechtliche Schritte gegen die Kündigung an. Daher verweigert der türkische Spitzenklub bisher auch die Ausstellung der Dokumente, die der Bundesligist Union Berlin für die Beantragung von Kruses Spielgenehmigung benötigt. Ein Sprecher der FIFA gab gegenüber der Bild an, dass bisher noch nicht alle Dokumente eingereicht wurden, um die Transferprozedur zu initiieren.

Schon bei seiner Vorstellung sagte Kruse, dass Anwälte und Richter diese Thematik klären müssten. Mit dieser Verzögerungstaktik unternimmt Fenerbahce offenbar den Versuch, Kruses Wechsel nach Köpenick doch noch zu verhindern oder zumindest eine angemessene Ablösesumme herauszuschlagen.

Somit kann Kruse erst einmal in aller Ruhe seine Verletzung auskurieren und den Trainingsrückstand aufholen. Ab September dürfte er dann auch ohne eine Spielerlaubnis seine Qualitäten unter Beweis stellen, allerdings vorerst nur in Testspielen.

Titelfoto: Annette Riedl//dpa

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