Union Berlin: Max Kruse will die Kapitänsbinde

Berlin - Neuzugang Max Kruse (32) erhebt Anspruch auf das Kapitänsamt beim 1. FC Union Berlin und fragte den aktuellen Kapitän Christopher Trimmel (33) sogar persönlich nach der Binde.

Max Kruse (32) ist Unions prominentester Neuzugang für die kommende Saison. In einem Interview mit Kapitän Christopher Trimmel (33) fragt er frech nach der Kapitänsbinde.
Max Kruse (32) ist Unions prominentester Neuzugang für die kommende Saison. In einem Interview mit Kapitän Christopher Trimmel (33) fragt er frech nach der Kapitänsbinde.  © Annette Riedl/dpa-Zentralbild/dpa

Dass Max Kruse immer vorangehen und Verantwortung übernehmen will, ist spätestens seit seiner Zeit bei Werder Bremen bekannt, in der Kruse als Kapitän der Mannschaft fungierte.

Ein ähnliches Ziel, scheint der Union-Neuzugang auch bei seinem neuen Arbeitgeber zu verfolgen aber keine Sorge, der exzentrische Stürmer strebt keine Palastrevolte an.

Vielmehr handelt es sich um ein spaßiges Interview, das Max Kruse im Trainingslager mit dem Union-Kapitän Christopher Trimmel geführt und bei Instagram veröffentlicht hat.

In der Video-Serie, die Kruse selbst als "Max Kruses Casting Couch" bezeichnet, war in der zweiten Ausgabe der österreichische Verteidiger Trimmel zu Gast.

Kruse plaudert mit Trimmel humorvoll und ungezwungen über die Besonderheiten des Vereins und andere Dinge, doch dann stellt er die alles entscheidende Frage: "Wann gibst du mir die Kapitänsbinde?"

Max Kruse heizt das Hauptstadtderby an: "Ganz Berlin ist rot-weiß".

Der Österreicher Christopher Trimmel (33) bekleidet seit zwei Jahren das Kapitänsamt bei den Eisernen.
Der Österreicher Christopher Trimmel (33) bekleidet seit zwei Jahren das Kapitänsamt bei den Eisernen.  © Andreas Gora/dpa

Trimmel beginnt sofort laut zu lachen und verweist darauf, dass er ein Jahr älter als Kruse sei, der nach seinem Karriereende gerne die Kapitänsbinde von ihm übernehmen dürfe. Im Anschluss sprechen die beiden über die Aufgaben, die das Kapitänsamt mit sich bringt und welche Dinge dabei besonders wichtig sind.

"Ich glaube, die Kabine ist ganz wichtig, dass man dafür sorgt, dass immer gute Stimmung ist. Jeder weiß, viele Spieler sind nicht im Kader, viele Spieler sitzen auf der Bank. Man muss wirklich gucken, dass die Stimmung immer gut ist. Und man muss auf dem Feld einfach Leistung bringen, nur so verschafft man sich den nötigen Respekt", so Trimmel über seine Rolle, die er seit zwei Jahren innehat.

Und Kruse stellt seinem Kapitän ein gutes Zeugnis aus, immerhin sind Union Berlin in diesen beiden Jahren der Aufstieg und ein sehr guter elfter Platz in der ersten Bundesligasaison geglückt. "Was will man mehr, da muss ich mich leider hinten anstellen", wie Kruse lachend bemerkt. "Er macht seine Sache gut und deswegen sind wir zufrieden."

Außerdem fragt Kruse noch nach Insider-Tipps für die Stadt Berlin. Als Trimmel ihm daraufhin die Restaurants in der Kantstraße empfiehlt, was Union-Fans aufgrund der Lage sicherlich nicht gerne hören werden, lässt sich Max Kruse zu einer Bemerkung hinreißen, die der Konkurrenz von Hertha BSC ein Dorn im Auge sein dürfte: "Also ich sage mal, ganz Berlin ist rot-weiß, also von daher ist das wurscht."

Max Kruse weiß einfach zu polarisieren und heizt das Berliner Stadtduell schon jetzt ordentlich an. Auf dem Platz werden sich die beiden Hauptstadtklubs zum ersten Mal Anfang Dezember begegnen.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa, Annette Riedl/dpa-Zentralbild/dpa (Bildmontage)

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