Union Berlin trotzt dem FC Bayern und knüpft den Münchnern einen Punkt ab!

Berlin - Die Defensive der Eisernen stand sicher! Der 1. FC Union Berlin hat dem FC Bayern München am 5. Spieltag im Gipfeltreffen der 1. Bundesliga ein 1:1 (1:1) abgerungen.

Der 1. FC Union Berlin ging gegen den FC Bayern München früh in Führung.
Der 1. FC Union Berlin ging gegen den FC Bayern München früh in Führung.  © dpa/Andreas Gora

Damit ist der erneute Durchmarsch vom Dauermeister ins Stocken geraten. Die "Super-Bayern" blieben in der Liga zum zweiten Mal in Folge sieglos und verloren die Tabellenführung.

Die Generalprobe für den Champions-League-Auftakt in vier Tagen bei Inter Mailand fiel eher ernüchternd aus.

Die Köpenicker dürfen am Donnerstag dagegen mit viel frischem Selbstvertrauen gegen den belgischen Vizemeister Royale Union Saint-Gilloise in die Europa League starten. Union ist in der Liga nun saisonübergreifend seit zwölf Spielen ungeschlagen und festigte die Position im oberen Tabellendrittel.

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Sheraldo Becker (12. Minute) hatte die Berliner in Führung gebracht, Nationalspieler Joshua Kimmich (15.) traf für den FC Bayern.

Nagelsmann rotierte im Vergleich zum mühelosen Pokalerfolg beim FC Viktoria Köln wie erwartet kräftig. Unter anderem rückten Benjamin Pavard, Dayot Upamecano sowie die Nationalspieler Jamal Musiala und Leroy Sane in die Startelf zurück. Der FCU musste derweil auf sein Top-Duo im Angriff verzichten, weil Neuzugang Jordan Siebatcheu mit muskulären Problemen ausfiel. Becker überzeugte auch ohne seinen Sturmpartner.

Die Bayern begannen druckvoll, ließen Ball und Gegner laufen. Häufig suchte der Rekordmeister den Weg über die pfeilschnellen Außen, Alphonso Davies und Kingsley Coman liefen sich gegen die kollektiv verteidigenden Berliner jedoch wie auch Sane oder Musiala im Zentrum fest. Union lauerte auf Konter - und war gleich mit der ersten gefährlichen Offensivaktion erfolgreich.

Startelf des 1. FC Union Berlin für das Bundesliga-Heimspiel gegen den FC Bayern München

Anfangsformation des FC Bayern München beim 1. FC Union Berlin

Sheraldo Becker trifft für den 1. FC Union Berlin, Joshua Kimmich für den FC Bayern München

Der FC Bayern München schlug schnell zurück und glich durch Joshua Kimmich (Nr. 6) zum 1:1 aus.
Der FC Bayern München schlug schnell zurück und glich durch Joshua Kimmich (Nr. 6) zum 1:1 aus.  © dpa/Andreas Gora

Nach einer Hereingabe von Kapitän Christopher Trimmel löste sich Becker von Superstar Sadio Mane und brachte das mit 22.012 Fans ausverkaufte Stadion An der Alten Försterei zum Beben.

Drei Zeigerumdrehungen später sorgte Kimmich für den kurzzeitigen Stimmungskiller: Der Nationalspieler nutzte das Durcheinander im Berliner Strafraum nach einer Ecke.

Das Duell wurde intensiver und kampfbetonter. Nickligkeiten und kleinere Fouls schadeten dem Spielfluss. Union kam das entgegen.

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Die Berliner, die mit hoher Laufbereitschaft überzeugten, gewannen Sicherheit und Selbstvertrauen. Dem FC Bayern gingen gegen das FCU-Bollwerk zunehmend die Ideen aus. Immer wieder mussten Angriffe abgebrochen und über die Innenverteidigung neu aufgezogen werden.

Die enorme individuelle Klasse der Bayern blitzte viel zu selten auf. Musiala setzte Sane nach starkem Dribbling in Szene, dieser scheiterte aus kurzer Distanz aber am stark reagierenden Union-Torhüter Frederik Rönnow (36.). Kurz vor der Pause versuchte es Sane mit einem Schlenzer (45.).

Nach dem Seitenwechsel erhöhte München den Druck, der Rekordmeister spielte sich am Berliner Strafraum fest. Wirklich gefährlich wie bei Manes (57.) Abschluss wurde es aber zu selten.

Wenn die Münchner doch mal durchkamen, war FCU-Keeper Frederik Rönnow zur Stelle und packte sicher zu.
Wenn die Münchner doch mal durchkamen, war FCU-Keeper Frederik Rönnow zur Stelle und packte sicher zu.  © Tobias SCHWARZ/AFP
Bayerns Innenverteidiger Matthijs de Ligt (v.-l.) klärt hier vor Unions 1:0-Torschützen Sheraldo Becker (v.-r.).
Bayerns Innenverteidiger Matthijs de Ligt (v.-l.) klärt hier vor Unions 1:0-Torschützen Sheraldo Becker (v.-r.).  © Tobias SCHWARZ/AFP

Trainer Julian Nagelsmann reagierte, brachte unter anderem Thomas Müller, der mit seinem 633. Bayern-Pflichtspiel in der klubinternen Liste am Vorstandsvorsitzenden Oliver Kahn vorbeizog. Auch mit Müller stand sich die Bayern-Offensive oft selbst im Weg. Union sorgte durch Konter für Gefahr. Jamie Leweling (75.) scheiterte an Manuel Neuer. Am Ende drückten die Münchner gewaltig, kamen aber nicht mehr entscheidend durch, weshalb es letztlich beim Remis blieb.

Titelfoto: Tobias SCHWARZ/AFP

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