Union verballert Europapokal-Platz: Nullnummer gegen den SC Freiburg

Berlin - Zwei Punkte zu wenig! Der 1. FC Union Berlin kam beim letzten Heimspiel des Jahres gegen den SC Freiburg nicht über ein 0:0 hinaus. Nur mit Mühe verhinderten die Breisgauer einen Sieg der Eisernen.

Freiburgs Keven Schlotterbeck (r.) kennt die Alte Försterei noch bestens. Der Ex-Unioner muss gegen Taiwo Awoniyi alles reinwerfen.
Freiburgs Keven Schlotterbeck (r.) kennt die Alte Försterei noch bestens. Der Ex-Unioner muss gegen Taiwo Awoniyi alles reinwerfen.  © Andreas Gora/dpa

Für Union bedeutete der Punktgewinn im letzten Heimspiel des Jahres, dass sie 2021 in der Liga saisonübergreifend nur einmal im heimischen Stadion An der Alten Försterei bezwungen wurden.

Die Köpenicker waren drei Tage nach der bitteren Auswärtspleite bei Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth (0:1) auf schnelle Wiedergutmachung aus. Taiwo Awoniyi kam nach 34 Sekunden erstmals gefährlich zum Schuss und rechtfertigte auch in der Folge seine Berufung in die Startelf.

Der nigerianische Nationalspieler lief für Max Kruse auf und bekam es in der Abwehr der Gäste mit zwei Ex-Berlinern zu tun. Die Breisgauer agierten in ihrer Abwehrkette mit den Brüdern Nico und Keven Schlotterbeck, die jeweils schon für eine Saison an die Köpenicker ausgeliehen waren.

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Freiburgs Überraschungsteam hatte abgesehen vom furiosen 6:0 bei Borussia Mönchengladbach zuletzt einige Schwierigkeiten und tat sich auch in der Hauptstadt schwer.

Gegen Unions kompakte Defensive traf Maximilian Eggestein zwar die Latte (5.) und Woo-Yeong Jeong stand auf einmal alleine vor dem Tor (33.), die Gastgeber beherrschten die Begegnung aber trotzdem und hätten auch durch Genki Haraguchi (20.) oder erneut Awoniyi (23.) überaus verdient in Führung gehen können.

Die Startelf des 1. FC Union Berlin

So spielte der SC Freiburg

1. FC Union Berlin vergibt Vierfach-Cance

Umkämpfte Nummer in Berlin. Christian Günter klärt vor Unions Genki Haraguchi (l.)
Umkämpfte Nummer in Berlin. Christian Günter klärt vor Unions Genki Haraguchi (l.)  © Andreas Gora/dpa

Nur 5000 Zuschauer - und damit weniger als ein Viertel der üblichen Kulisse in Berlin-Köpenick - durften wegen der Corona-Bestimmungen auf den Rängen dabei sein. Die sahen zu Beginn der zweiten Halbzeit, wie Freiburgs Vincenzo Grifo aufs Union-Tor zulief und nur rund 30 Sekunden nach dem Wiederanpfiff knapp vorbei schoss.

Die Chance aber war eher eine Ausnahme, weil die Berliner auch ohne ihren nach einem Infekt noch nicht wieder einsatzfähigen Abwehrchef Marvin Friedrich die Freiburger meist schon vor dem Strafraum stoppten.

Die aktiveren Unioner brachten ihrerseits aber in der Offensive auch nicht viel zusammen, weil ihnen die nötige Präzision vor dem Gäste-Tor fehlte.

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Im Duell der beiden dienstältesten Bundesliga-Trainer - Urs Fischer bei Union seit 2018, Christian Streich bei den Freiburgern gar schon seit 2011 - vergab Lukas Kübler in der 56. Minute die beste Chance für Freiburg. Nach einem Fehler von Unions Niko Gießelmann tauchte der Abwehrspieler frei vor Andreas Luthe auf, schoss dem Schlussmann aber wuchtig gegen die Brust.

In der 66. Minute hatt dann Union gleich mehrfach die Chance zum Führungstreffer. Nach einer Ecke herrschte Chaos im Freiburger Strafraum, der Ball fippert zwischen Abwehrspielern und Angreifern hin und her.

Awoniyi köpfte an die Latte, anschließend rettete Kübler bei einem Schuss von Rani Khedira auf der Linie ehe Keeper Mark Flekken einen zu schwachen Kopfball von Grischa Prömel aus der Luft fischte. Weil aber die Gäste vielbeinig und mit Erfolg gegen die nimmermüden Berliner verteidigten, blieb die Partie torlos.

Für den 1. FC Union geht es zum Hinrundenabschluss am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim VfL Bochum weiter. Der SC Freiburg empfängt am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) Bayer 04 Leverkusen.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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