Union Berlin vor zwei Heimspielen: Corona-Debatte um Zuschauer kommt zur Unzeit

Berlin - Einen Tag vor dem Heimspiel des 1. FC Union Berlin gegen RB Leipzig (20.30 Uhr/DAZN) hängt immer noch in der Schwebe, wie viele Fans dabei sein dürfen. Gleiches gilt für die Conference League, wenn kommende Woche Slavia Prag zu Gast ist.

Aktuell sind für das Bundesliga-Duell des 1. FC Union Berlin gegen RB Leipzig 13.506 Zuschauer zugelassen.
Aktuell sind für das Bundesliga-Duell des 1. FC Union Berlin gegen RB Leipzig 13.506 Zuschauer zugelassen.  © Andreas Gora/dpa

Die Situation ist für niemanden angenehm, weil sie nicht planbar ist. So kurz vor einer schweren Aufgabe in der Bundesliga und dem Entscheidungsmatch ums Weiterkommen im Europapokal muss man coronabedingt auf alles gefasst sein.

Unions Pressesprecher Christian Arbeit (47) äußerte sich am Mittwoch relativ gelassen zur Zuschauerfrage: "Man darf sich nicht verrückt machen lassen von den Dingen, die allesamt in der Diskussion sind, sondern man muss immer gucken, was geltende Verordnungslage ist."

Aktuell wären das für Freitag 13.506 Besucher im Stadion An der Alten Försterei. Die Unterstützung wäre nach der bitteren 1:2-Pleite bei Eintracht Frankfurt wichtig, um wieder in die Erfolgsspur zu finden.

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Von noch größerer Bedeutung wären volle Ränge im entscheidenden Conference-League-Spiel gegen Slavia Prag.

Ob die beiden kommenden Begegnungen mit Fans - und wenn ja, mit wie vielen - stattfinden, ist noch nicht sicher. Weil Corona weiter sein Unwesen treibt, ist jederzeit mit neuen Maßnahmen der Politik zu rechnen.

Tritt der 1. FC Union Berlin ohne Fans, aber im eigenen Stadion gegen Slavia Prag an?

Ein mögliches Szenario: Der 1. FC Union Berlin spielt vor leeren Rängen in der Alten Försterei gegen Slavia Prag wie noch im April in der Bundesliga gegen Hertha BSC.
Ein mögliches Szenario: Der 1. FC Union Berlin spielt vor leeren Rängen in der Alten Försterei gegen Slavia Prag wie noch im April in der Bundesliga gegen Hertha BSC.  © Annegret Hilse/Reuters Pool/dpa

Veränderte Vorgaben von heute auf morgen wären schon extrem, weswegen die Köpenicker für die Partie gegen Leipzig mit Zuschauern rechnen. "Wir gehen nicht davon aus, dass sich das bis Freitagabend noch ändern könnte", stellte Kommunikationschef Arbeit klar.

Deutlich wahrscheinlicher sind Änderungen bis zum Slavia-Match. Im Eurocup müssen die Eisernen ihre Heimduelle im Olympiastadion absolvieren, weil die eigene Arena nicht alle UEFA-Regularien erfüllt. Wenn es schlecht läuft, dann könnte der alles entscheidende Kampf ums Weiterkommen gegen die Tschechen also als Geisterspiel in der Hertha-Heimat vonstattengehen.

Das Aussperren von Zuschauern wäre extrem bitter für Tausende Union-Anhänger, die ihre Truppe zum Sieg brüllen wollen.

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Aber womöglich gäbe es auch einen Vorteil: Sollten gar keine Zuschauer zugelassen sein, dann käme auch die Alte Försterei als Austragungsort infrage und das Team von Trainer Urs Fischer (55) könnte im eigenen Wohnzimmer kicken.

Für FCU-Sprecher Arbeit ist das eine Überlegung wert: "Wir schauen uns das an und tauschen uns dazu auch aus. Eine Idee ist das schon", verriet er.

Am Ende haben beide Optionen Vor- und Nachteile. Worst-Case-Szenario wäre sicherlich eine Austragung vor leeren Rängen im Stadion des blau-weißen Stadtrivalen. Noch aber herrscht traurige Ungewissheit vor so einer bedeutsamen Partie...

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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