Union-Boss Dirk Zingler: 50-Prozent-Stadionauslastung "sachlich nicht begründet"

Berlin - Dirk Zingler (56), Präsident des 1. FC Union Berlin, hat bei den Entscheidungen über Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie mehr Verlässlichkeit gefordert.

Dirk Zingler hat bei den Corona-Maßnahmen mehr Verlässlichkeit gefordert.
Dirk Zingler hat bei den Corona-Maßnahmen mehr Verlässlichkeit gefordert.  © Andreas Gora/dpa

Die schrittweise Anpassung der Zuschauerzahlen in der neuen Saison findet Zingler in Ordnung. Die festgelegte Begrenzung auf maximal 50 Prozent und 25.000 Zuschauer sei jedoch "sachlich nicht begründet", sagte der Chef der Eisernen im Trainingslager in Österreich.

Denn 50 Prozent und 25.000 seien "im Berliner Olympiastadion eine andere Situation als in der Alten Försterei oder bei Aki Watzke in Dortmund. Man versteht das nicht immer alles", bemerkte Zingler.

"Am Ende geht es darum, dass der Staat immer wieder gut begründet unsere Grundrechte so wenig wie möglich einzuschränken hat. Da kämpft er gerade noch so ein bisschen, gerade in der Übergangssituation zwischen Schützen und Lockern, in der Phase sind wir gerade", sagte Zingler weiter.

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Der Vereinspräsident setzt darauf, dass die Kopplung der 50-Prozent-Regel an eine Inzidenz von 35 fällt, wenn die Bundesländer "das Überfällige" tun und die Corona-Warnwerte nicht mehr nur an die Inzidenzen knüpfen. "Ich glaube, dass es danach mehr Planbarkeit gibt."

Union auf Rückkehr der Fans vorbereitet

Auf die Rückkehr von 11.000 Fans ins Stadion sei Union vorbereitet, betonte der Präsident. "Aber es ist auch kein Geheimnis, dass es uns geht wie vielen anderen Veranstaltern und Gastronomen. Wir kämpfen um Arbeitskräfte für Catering, für Service", sagte der 56-Jährige. Viele hätten sich inzwischen nach anderen Möglichkeiten umgeschaut.

"Es wird niemand zurückkommen, wenn sie Angst haben müssen, dass in drei Wochen wieder irgendwas eingeschränkt ist und wieder Kurzarbeit oder der Verlust des Arbeitsplatzes droht. Verlässlichkeit ist zwingend herzustellen, ansonsten zerstören wir Branchen."

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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