Union-Boss Dirk Zingler wettert gegen Corona-Politik: "Vollchaos"

Berlin - Union Berlins Vereinspräsident Dirk Zingler (57) hat erneut die Corona-Politik der scheidenden Bundesregierung massiv kritisiert.

Union Berlins Vereinspräsident Dirk Zingler (57) hofft mit der neuen Regierung auf einen Neuanfang.
Union Berlins Vereinspräsident Dirk Zingler (57) hofft mit der neuen Regierung auf einen Neuanfang.  © Andreas Gora/dpa

Der 57-Jährige äußerte sich am Donnerstag in einem Gespräch mit Medienvertretern vor der Mitgliederversammlung des Fußball-
Bundesligisten am Abend: "Ich wünsche mir eine klare Führung. Durch Krisen muss geführt werden und dabei gut kommuniziert werden. All das tun wir nicht. Wenn der Bundestag etwas mehrheitlich beschließt, und es wird zum Gesetz. Dann ist es so. Wir sind aber im Vollchaos."

Zingler hofft mit der neuen Regierung auf einen Neuanfang. "Das wünsche ich mir – ohne zu wissen, dass es besser wird", ergänzte der als meinungsstark bekannt Union-Boss.

Aus seiner Sicht sei das Abwälzen der Verantwortung auf Menschen, Veranstalter und Unternehmer kaum noch zu ertragen, befand Zingler.

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Er sprach von der Pressekonferenz der Ministerpräsidenten und Verordnungen drei Wochen später, die nichts mehr von dem enthalten würden, was auf Pressekonferenzen gesagt worden sei.

"Unser Land ist in einem katastrophalen Zustand, weil es katastrophal geführt wurde und katastrophal kommuniziert wurde", meinte Zingler.

Dirk Zingler setzt feine Spitze Richtung Süden: "Clown aus München"

Markus Söder (54, CSU) forderte bundesweite Geisterspiele für die Bundesliga.
Markus Söder (54, CSU) forderte bundesweite Geisterspiele für die Bundesliga.  © Sven Hoppe/dpa

Eine besondere Spitze hatte er Richtung Süden parat, als er vom "Clown aus München" sprach. Auf Nachfrage, ob damit Markus Söder (54, CSU) gemeint sei, wollte Zingler allerdings nicht antworten.

Vor allem der bayerische Ministerpräsident hatte in dieser Woche bundesweite Geisterspiele für die Bundesliga gefordert.

Dass das Stadtderby der Unioner am 20. November sogar vor ausverkaufter Kulisse im Stadion An der Alten Försterei stattfand, hatte wiederum bei anderen für Verwunderung gesorgt, selbst wenn 2G-Bedingungen herrschten.

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Zum Tragen einer Maske war nur geraten worden. Die Ultra-Fans der Unioner und Herthaner hatten die Partie boykottiert, weil nur Geimpfte und Genesene ins Stadion durften.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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