Herbe Klatsche für die Eisernen! Union geht gegen Hoffenheim unter

Sinsheim/Berlin - Der 1. FC Union Berlin ist am 33. Spieltag der Bundesliga beim Gastspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim unter die Räder gekommen. Bereits zur Halbzeit war alles gelaufen. Am Ende stand eine 0:4 (0:3)-Niederlage zu Buche.

Viel Einsatz, wenig Ertrag: Der 1. FC Union Berlin hat gegen die TSG 1899 Hoffenheim am 33. Spieltag eine Niederlage kassiert.
Viel Einsatz, wenig Ertrag: Der 1. FC Union Berlin hat gegen die TSG 1899 Hoffenheim am 33. Spieltag eine Niederlage kassiert.  © Thomas Kienzle/AFP Pool/dpa

Die Tore im fast leeren Stadion erzielten Ihlas Bebou (11. Minute), Andrej Kramaric (39.), Munas Dabbur (45.+2) und Christoph Baumgartner (68.). 

Die TSG 1899 hat damit den Einzug in den Europapokal perfekt gemacht und mit dem Sieg vorzeitig das Saisonziel in der Liga erreicht.

Das große Saisonfinale am kommenden Samstag (15.30 Uhr, Sky) in Dortmund ist für Hoffenheim trotzdem alles andere als bedeutungslos. 

Im Fernduell mit dem punktgleichen VfL Wolfsburg, der dann die Bayern empfängt, geht es um Platz sechs, der zur direkten Qualifikation für die Europa League berechtigt. Rang sieben würde den anstrengenden Gang in die Qualifikation bedeuten, bei der zusätzliche Spiele Ende September und Anfang Oktober zu absolvieren sind.

Die TSG, die seit der Trennung von Alfred Schreuder von einem Trainerteam um Matthias Kaltenbach und Sportchef Alexander Rosen angeleitet wird, setzte im letzten Heimspiel voll auf Offensive, obwohl es im Saisonverlauf bereits neun Niederlagen im eigenen Stadion setzte. Bebou, Vize-Weltmeister Kramaric und Dabbur stürmten von Beginn an. 

Die mutige Ausrichtung zahlte sich aus, jeder der drei Stürmer traf vor der Halbzeit gegen orientierungslose Berliner.

Aufstellung 1. FC Union Berlin am 33. Spieltag der Bundesliga

Aufstellung der TSG 1899 Hoffenheim am 33. Spieltag der Bundesliga

1. FC Union Berlin kann Spiel nicht drehen, Niederlage gegen Hoffenheim

Nichts zu holen: Die Eisernen sind unter die Räder gekommen.
Nichts zu holen: Die Eisernen sind unter die Räder gekommen.  © Thomas Kienzle/AFP Pool/dpa

Der Aufsteiger, der nach der Rettung unter der Woche nur noch um die inoffizielle Stadtmeisterschaft mit Hertha kämpft, hatte in der ersten Halbzeit kaum mehr als hartes und robustes Einsteigen zu bieten. Robert Andrich und Marvin Friedrich wurden nach Foulspielen verwarnt, wirkliche Torchancen erspielte sich derweil nur der Gastgeber aus dem Kraichgau.

Schon nach wenigen Sekunden vergab Kramaric per Flachschuss eine erste Gelegenheit, wenige Minuten später war Bebou zu uneigennützig und spielte trotz freier Bahn noch einmal quer. 

Doch der Lohn für sehenswerte Kombinationen und engagierte Zweikampfführung ließ nicht lange auf sich warten: Der extrem umtriebige Außenspieler Robert Skov bediente erneut Bebou, der diesmal nichts mehr falsch machen konnte und frei zum 1:0 einschoss (11.).

Während Union über weite Strecken einen uninspirierten Fußball bot und viel zu häufig einen Schritt zu spät kam, drückte die TSG noch vor dem Wechsel auf die Vorentscheidung - und war erfolgreich. Nach einem der zahlreichen Standards traf Kramaric zum 2:0 (39.). Und unmittelbar vor dem Wechsel stellte Dabbur auf 3:0 (45+2). Der Israeli hatte schon unter der Woche mit einem Doppelpack beim 3:1-Sieg in Augsburg geglänzt.

Der zweite Durchgang wurde zu einem Schaulaufen ohne großen sportlichen Wert. Union war um Schadensbegrenzung bemüht und bekam offensiv kaum etwas auf die Reihe. Der kurz zuvor eingewechselte Baumgartner setzte nach exzellenter Vorarbeit von Benjamin Hübner den Schlusspunkt (68.).

Titelfoto: Thomas Kienzle/AFP Pool/dpa

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