Union Berlin verzweifelt an Haaland: "Wenn dieses außergewöhnliche Tor nicht fällt"

Berlin - Erling Haaland (21) ist und bleibt ein Phänomen! Der 1. FC Union Berlin lag schon fast aussichtslos 0:3 bei Borussia Dortmund hinten, wollte sich aber nicht geschlagen geben und kämpfte sich noch einmal heran. Doch der BVB konnte sich wieder einmal auf seinen Top-Stürmer verlassen.

Naturgewalt Erling Haaland (21) ist nicht zu stoppen. Gegen Union gelang dem Norweger das nächste Traumtor.
Naturgewalt Erling Haaland (21) ist nicht zu stoppen. Gegen Union gelang dem Norweger das nächste Traumtor.  © Bernd Thissen/dpa

Mit einem spektakulären Heber machte der Norweger die Berliner Aufholjagd zunichte. Einen langen Ball von Mats Hummels (32) setzte der Goalgetter über Andreas Luthe (34) hinweg ins Tor. Was für eine Bude!

"Die Mannschaft hat eine tolle Moral gezeigt. Wenn dieses außergewöhnliche vierte Tor nicht fällt, wer weiß", sagte Union-Trainer Urs Fischer (55).

Seine Elf lag schon früh hinten - durch einen nicht weniger schönen Treffer von Raphael Guerreiro (27/10. Minute), ehe Haaland nach 24 Minuten erhöhen konnte. Die Eisernen hatten dem BVB bis dato nichts entgegenzusetzen. Der Champions-League-Teilnehmer ließ Ball und Gegner laufen.

Union-Berlin-Blog: "Am falschen Ende gespart!"
1. FC Union Berlin Union-Berlin-Blog: "Am falschen Ende gespart!"

Die Strapazen aus der Conference League machten sich vor allem in der ersten Hälfte bemerkbar. Noch am Donnerstagabend spielten die Berliner bei Slavia Prag (1:3). Nun riss auch in der Liga die Ungeschlagen-Serie.

"Wir sind sehr, sehr schwer reingekommen, muss man sagen", analysierte Luthe bei DAZN. "Als wir dann drin waren im Spiel, war es auch besser. Wenn wir es schaffen, dass es länger 0:0 steht, spielt uns das in die Karten, das haben wir nicht geschafft."

Kevin Behrens und Andreas Voglsammer lassen Union hoffen

Union-Trainer Urs Fischer (55) stellte seiner Mannschaft trotz der Niederlage dennoch ein gutes Zeugnis aus.
Union-Trainer Urs Fischer (55) stellte seiner Mannschaft trotz der Niederlage dennoch ein gutes Zeugnis aus.  © Bernd Thissen/dpa

Erst nach dem Seitenwechsel zeigten die Köpenicker ein anderes Gesicht, mussten aber den nächsten Nackenschlag verkraften. Ein Zuspiel von Marko Reus (32) drückte Marvin Friedrich (25) unglücklich über die Linie (52.). "Es waren zu viele einfache Fehler, die ersten 15 Minuten haben wir verpennt", bemerkte der Unglücksrabe. "Auf die zweite Halbzeit können wir aufbauen."

Wie schon so häufig blieb sich Union auch bei den Borussen treu und gab sich noch nicht auf. Auch Fischers Einwechslungen machten sich sofort bezahlt. Kevin Behrens (30) setzte klug nach, holte so den Elfmeter heraus. Max Kruse (33) ließ sich die Chance vom Punkt nicht nehmen - und verkürzte (57.).

Als der gerade erst eingewechselte Andreas Voglsammer (29) neun Minuten vor dem Ende den 2:3 Anschlusstreffer erzielen konnte, war die Sensation plötzlich zum Greifen nah. Allerdings nur für zwei Minuten. Haaland bewies wieder einmal, was für außergewöhnliche Qualitäten der 21-Jährige hat (83.).

Last-Minute-Treffer schockt Union: "Fühlt sich an wie eine Niederlage"
1. FC Union Berlin Last-Minute-Treffer schockt Union: "Fühlt sich an wie eine Niederlage"

"Ich hätte mir gewünscht, dass wir in den letzten zehn Minuten das 2:3 noch ein bisschen länger zu halten", sagte Fischer auf der Pressekonferenz. So aber bleibt es dabei. In Dortmund ist für Union auch im dritten Anlauf seit dem Aufstieg nichts zu holen.

Lob vom Trainer gab es dennoch: "Am Schluss haben wir ein gutes Spiel. Es war für die Zuschauer ein interessantes Spiel, viel Bewegung, viele Zweikämpfe und Torraumszene. Von daher bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden."

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

Mehr zum Thema 1. FC Union Berlin: