Unions Lenz fürs Derby bereit: "Hertha soll bis zum Ende leiden"

Berlin - Die Generalprobe vor dem Derby gegen Hertha BSC ist missglückt. Der 1. FC Union Berlin verlor nach einer insgesamt schwachen Vorstellung am Donnerstag gegen Zweitligist Eintracht Braunschweig mit 1:2. Ausgerechnet Union-Leihgabe Suleiman Abdullahi (24) besiegelte mit seinem Doppelpack (19, Minute/37.) die Niederlage. Marius Bülters (27) Treffer reichte nur zum Anschluss.

Christopher Lenz feierte nach anhaltender muskulärer Probleme sein Comeback. Der Linksverteidiger ist wieder fit und bereit für das Derby.
Christopher Lenz feierte nach anhaltender muskulärer Probleme sein Comeback. Der Linksverteidiger ist wieder fit und bereit für das Derby.  © Andreas Gora/dpa

Immerhin: Christopher Lenz (26) feierte nach seiner Muskelverletzung sein Comeback. Der Bald-Frankfurter hatte die letzten drei Bundesligapartien verpasst. Pünktlich zum Hauptstadt-Derby am Ostersonntag (18 Uhr/Sky) ist Lenz wieder bereit!

Die letzten beiden Duelle konnte der Stadtrivale aus Charlottenburg zwar jeweils für sich entscheiden, das erste Berliner Derby in der Bundesliga ging allerdings an den Underdog. Dank eines späten Elfmetertores von Sebastian Polter (29) siegte Union mit 1:0 an der Alten Försterei.

Es sollen noch weitere direkte Duelle folgen - dann auch wieder mit Fans. Dafür muss aber Hertha zunächst einmal die Klasse halten.

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"Ich hoffe für die Union-Fans, dass Hertha die Klasse hält. Von den bislang drei Derbys haben wir nur eins vor Zuschauern gespielt. Das ist nicht genug", erzählte Lenz im "Kicker".

Der 26-Jährige drückt seinem Ex-Verein die Daumen, kann sich einen kleinen Seitenhieb aber nicht verkneifen. "Hertha muss drinbleiben – aber sie sollen gerne leiden bis zum Ende und es erst in der Relegation schaffen."

Christopher Lenz guckt nicht mehr auf Hertha BSC

Herthas Peter Pekarik (l) im Zweikampf mit Unions Christopher Lenz. Das letzte Derby gewann Hertha mit 3:1.
Herthas Peter Pekarik (l) im Zweikampf mit Unions Christopher Lenz. Das letzte Derby gewann Hertha mit 3:1.  © Odd Andersen/AFP-POOL/dpa

Im Hinspiel siegte die Alte Dame zwar mit 3:1, doch die Eisernen sind längst kein Underdog mehr. Während die Blau-Weißen tief im Abstiegskampf stecken, kann man in Köpenick von Europa träumen. Angesichts der finanziellen Voraussetzungen beider Vereine sollte dies eigentlich andersrum sein.

"Ich weiß auf jeden Fall, dass es an Herthas Ego kratzt, wenn Union vor ihnen steht. Das gab es früher für uns in der Jugend nicht. Da war Hertha die Nummer eins in der Stadt."

Lenz gehört gemeinsam mit Robert Andrich (26) zu den Union-Profis mit Hertha-Vergangenheit. Der gebürtige Berliner spielte einst in der Jugend für Hertha BSC, ehe er 2012 in die Fußball-Akademie von Borussia Mönchengladbach wechselte, um vier Jahre später bei Union zu landen.

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Wie Andrich hat auch Lenz keine Verbindung mehr zur Alten Dame. "Bei Hertha ist es so, dass ich da mittlerweile nicht mehr hinschaue, weil es nicht mehr mein Verein ist."

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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