Vom Flieger in den Bus und ab nach Haifa: Corona beschert Union den puren Reisestress

Berlin - Nach dem Derby-Jubel kehrte beim 1. FC Union Berlin am Montag ein bisschen Ruhe ein. Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen auf die letzte Europacup-Reise des Jahres aber längst auf Hochtouren.

Union Berlins Geschäftsführer Oliver Ruhnert (50) ist nicht gerade begeistert von den coronabedingten Reisestrapazen. (Archivbild)
Union Berlins Geschäftsführer Oliver Ruhnert (50) ist nicht gerade begeistert von den coronabedingten Reisestrapazen. (Archivbild)  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Vor dem Abflug am Mittwochvormittag zum Gruppenspiel der Conference League bei Maccabi Haifa (Donnerstag, 18.45 Uhr/MEZ) nach Israel beschäftigen Geschäftsführer Oliver Ruhnert (50) besonders die Corona-Restriktionen für die Reisegruppe der Eisernen. "Es ist insgesamt ein Wahnsinn", sagte der Manager dem Kicker.

Nach dem rund vierstündigen Flug müssen alle Union-Akteure noch am Flughafen in Tel Aviv einen weiteren PCR-Test machen, erst dann kann es weiter nach Haifa gehen.

"Die lange Anreise, das Warten im Flughafen, das wir inklusive Einreise und PCR-Tests mit zwei Stunden bemessen haben. Danach steht eine zweistündige Bus-Weiterfahrt an. Das ist nicht unbedingt ein Vergnügen", sagte Ruhnert.

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Nach Information des Kicker vom Montagabend dürfen entgegen der sonstigen Einreisebestimmungen auch ungeimpfte Spieler nach Israel einreisen. Dies habe die israelische Botschaft bestätigt.

"Im Falle eines negativen Bescheids werden alle Delegationsmitglieder in einem separaten Hotel untergebracht und dürfen nur zum Trainingsgelände und zurück (falls vor dem Spiel ein Training stattfindet). Gleiches gilt für das Spiel: hin und zurück zum Hotel", wurde die Behörde vom Fußball-Fachblatt zitiert.

Der Verein hat bislang keine Angaben über den Impfstatus seiner Spieler gemacht.

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In der Conference League lief es für den 1. FC Union Berlin bisher nicht allzu gut. Zuletzt verlor man im Regen gegen Feyenoord Rotterdam.
In der Conference League lief es für den 1. FC Union Berlin bisher nicht allzu gut. Zuletzt verlor man im Regen gegen Feyenoord Rotterdam.  © Andreas Gora/dpa

Trainer Urs Fischer (55) steht nach dem 2:0-Erfolg im Stadtduell gegen Hertha BSC vor einigen personellen Planungsproblemen.

Stürmer Kevin Behrens (30, bislang zwei Europacup-Tore) fehlt weiterhin wegen seiner Corona-Infektion. Ob Verteidiger Paul Jaeckel (23) nach seinen Erkältungssymptomen reise- und spielfähig ist, wird sich wohl am Dienstag entscheiden.

Definitiv fehlen werden die nach ihren Platzverweisen gegen Rotterdam (1:2) gesperrten Christopher Trimmel (34) und Cedric Teuchert (24).

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Union ist mit drei Punkten derzeit Letzter der Gruppe E. Dennoch ist mit einem Sieg in Haifa und eventuell sogar bei einem Unentschieden noch ein Weiterkommen in die K.o.-Phase möglich.

Das letzte Gruppenspiel am 9. Dezember gegen Slavia Prag muss in jedem Fall noch gewonnen werden.


Bei einer Niederlage in Haifa steht das Ausscheiden der Eisernen in der Gruppenphase hingegen bereits fest.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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