Wann explodiert Kruse wieder bei Union?

Berlin - Bislang ist es nicht die Saison von Max Kruse (33). Bei Borussia Dortmund (2:4) gelang dem genialen Angreifer per Elfmeter zwar sein erstes Saisontor, doch wie schon so häufig in dieser Spielzeit musste der ehemalige Werder-Star frühzeitig den Platz verlassen. Lediglich beim 2:2 bei der TSG 1899 Hoffenheim stand der Routinier die vollen 90 Minuten auf dem Feld.

Max Kruse (33) spielt bei Union derzeit nicht die ganz große Rolle, wie noch in der vergangenen Hinrunde.
Max Kruse (33) spielt bei Union derzeit nicht die ganz große Rolle, wie noch in der vergangenen Hinrunde.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Da Linksverteidiger Niko Gießelmann (29) vor dem Dortmund-Spiel schon zweimal getroffen hatte, während der Topscorer der letzten Saison noch auf seinen ersten Treffer warten musste, musste sich Kruse von seinem Kollegen bereits scherzhaft einiges anhören.

Ob der 33-Jährige nun am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Arminia Bielefeld gleichziehen kann, wird sich zeigen. Hinter seinem Einsatz steht zumindest ein kleines Fragezeichen.

Das Spiel in Dortmund hat seine Spuren hinterlassen. Am Mittwoch trainierte Kruse wegen einer leichten Blessur am linken Knöchel nur individuell - aus Gründen der Trainingssteuerung, wie der Klub mitteilte.

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Dass der Stürmer nicht mehr ganz so auffällig agiert, hat vermutlich mehrere Gründe. Mit seinen 33 Jahren ist er nicht mehr der jüngste und hat durch die Olympia-Teilnahme Teile der Vorbereitung verpasst.

Zudem müssen sich die Union-Profis noch an die ungewohnte Dreifachbelastung aus Pokal, Liga und Conference League gewöhnen. Alle drei Tage ein Pflichtspiel kostet Kraft.

Max Kruse mischte vergangene Saison die Liga auf

Die Aufholjagd wurde nicht belohnt. Max Kruse (33/r.) hatte gegen Dortmunds Mo Dahoud (25/l.) das Nachsehen.
Die Aufholjagd wurde nicht belohnt. Max Kruse (33/r.) hatte gegen Dortmunds Mo Dahoud (25/l.) das Nachsehen.  © Bernd Thissen/dpa

Mischte Kruse noch vor allem in der vergangenen Hinrunde die Liga auf, baute er schon in der Rückrunde ein wenig ab. Zwischenzeitlich blieb die Offensivkraft sieben Spiele lang in Folge ohne Scorerpunkt, ehe er am letzten Spieltag die Torflaute beendete - mit einem ganz wichtigen Treffer. Es war das erlösende 2:1 gegen RB Leipzig und der Einzug in die Conference League.

Ein Blick auf die Statistik zeigt: Schlecht sind seine Leistungen nicht. In nun fünf Bundesliga-Spielen gelangen Unions Nummer zehn ein Treffer und zwei Vorlagen.

Zum Vergleich: Zum gleichen Zeitpunkt der vergangenen Saison stand Kruse bei einem Tor und einer Vorlage, ehe er danach groß auftrumpfte.

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Allein in den nächsten vier Spielen erzielte der langjährige Bundesligaprofi fünf Buden und bereite weiter vier vor. Die eisernen Anhänger hätten sicher nichts dagegen, wenn sich die Geschichte wiederholt.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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