Wende bei Oczipka? Bleibt er doch noch bei Union?

Berlin - 304 Bundesligaspiele hat Bastian Oczipka (33) mittlerweile auf dem Buckel. Als Backup verpflichtet hat der Routinier gezeigt, dass er als Linksverteidiger mehr als nur ein Ersatz für Nico Gießelmann (30) ist. Für einen neuen Vertrag hat es aber nicht gereicht. Der 33-Jährige wurde vor dem Saisonabschluss gegen den VfL Bochum (3:2) verabschiedet.

Bastian Oczipka (33) hat trotz guter Leistungen bei Union keinen neuen Vertrag erhalten.
Bastian Oczipka (33) hat trotz guter Leistungen bei Union keinen neuen Vertrag erhalten.  © Uwe Anspach/dpa

Nach einem Jahr beim 1. FC Union Berlin endet seine Zeit wieder - oder doch nicht? Trotz Verabschiedung könnte der Ex-Schalker womöglich doch noch ein neues Arbeitspapier unterschreiben.

"Bastian hat eine richtig gute Saison gespielt. Wir sind mit ihm super zufrieden gewesen", gab auch Manager Oliver Ruhnert (50) im Kicker zu. "Jedoch gibt es im Moment eine vertragliche Konstellation, die sich so ergibt, dass es im Augenblick keinen Sinn macht mit ihm."

Das Problem: Mit Tymoteusz Puchacz (23) haben die Eisernen einen kostspieligen Linksverteidiger für die Zukunft. Urs Fischer (56) scheint allerdings kein großer Fan des polnischen Nationalspielers zu sein.

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Der 23-Jährige wartet noch immer sein Bundesliga-Debüt, durfte nur in der Conference League ran und ließ sich im Winter in die Türkei ausleihen. Beim Meister blühte er wieder auf, wird nun aber wieder zurückerwartet.

Sollte sich allerdings ein Abnehmer für den Leih-Rückkehrer finden, wäre ein Kaderplatz für Oczipka frei. Denn angesichts der WM in Katar hat Puchacz nur wenig Lust, sich auf die Bank zu setzen. "Ich kann nicht zwei Monate warten, bis ich eine Chance erhalte. Ich muss regelmäßig auf dem Platz stehen, um im Kader zu stehen", sagte er zuletzt in der polnischen Sendung "Kanal Sportowy".

Noch einmal mit Grischa Prömel (27, r.) jubeln. Gegen Bochum stand Oczipka wieder in der Startelf - zum vielleicht letzten Mal.
Noch einmal mit Grischa Prömel (27, r.) jubeln. Gegen Bochum stand Oczipka wieder in der Startelf - zum vielleicht letzten Mal.  © Andreas Gora/dpa

Das heißt: Geht er, könnte Oczipka bleiben. Im Profifußball gebe es manchmal Entscheidungen, "die dann heißen: Stand heute, Stand morgen, Stand übermorgen", so Ruhnert im Kicker. Möglich sei, "dass wir wieder Überlegungen anstellen, die dann auch dahin gehen zu sagen: Wir müssen bestimmte Entscheidungen überdenken."

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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