Zündelnde Haifa-Fans fachen nur Unions Feuer an: Eiserne feiern klaren 1. Sieg!

Berlin - Jubel bei den Köpenickern! Der 1. FC Union Berlin gewann am 2. Spieltag der neu geschaffenen Europa Conference League gegen Maccabi Haifa ungefährdet mit 3:0 (1:0).

Tor für den 1. FC Union Berlin! Andreas Voglsammer (r.) grätscht das Leder zum 1:0 über die Linie.
Tor für den 1. FC Union Berlin! Andreas Voglsammer (r.) grätscht das Leder zum 1:0 über die Linie.  © dpa/Andreas Gora

Dank seines treffsicheren B-Sturms sind die Eisernen in der Conference League wie von Trainer Urs Fischer gefordert "auch mit Punkten in der Tabelle angekommen".

Andreas Voglsammer (33. Minute), Kevin Behrens (48.) und der diesmal als Joker eingesetzte Taiwo Awoniyi (77.) erzielten am Donnerstagabend gegen den israelischen Meister die Tore.

Nach dem ersten Gastspiel einer israelischen Mannschaft im Berliner Olympiastadion steht die nächste internationale Reifeprüfung für die Köpenicker am 21. Oktober mit dem schweren Auswärtsspiel gegen Feyenoord Rotterdam an, der seinerseits gegen Slavia Prag mit 2:1 gewann und Spitzenreiter ist.

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Im Duell von Union und dem niederländischen Traditionsverein kann in der Gruppe E schon ein wichtiger Schritt zum erhofften Erreichen der K.o.-Runde im neuen Europapokal gemacht werden.

Mit seiner Intensiv-Rotation überraschte FCU-Trainer Fischer. Kein Max Kruse und erstmal auch kein Awoniyi im Sturm, kein Andreas Luthe im Tor. Die Fixpunkte der Eisernen saßen zur Schonung auf der Bank. Ersatzschlussmann Frederik Rönnow hätte sich kaum einen geruhsameren Abend für sein Debüt aussuchen können. Das von Fischer vorab als besonders gefährlich bezeichnete Umschaltspiel der Gäste aus Haifa fand praktisch nicht statt. Der junge Däne konnte sich kaum auszeichnen.

Startelf des 1. FC Union Berlin für das Europa-Conference-League-Heimspiel gegen Maccabi Haifa

Kevin Behrens und Taiwo Awoniyi legen für den 1. FC Union Berlin gegen Maccabi Haifa nach

Der Sturmtank trifft per Kopf: Kevin Behrens (M.) nickt zum 2:0 für die Eisernen ein.
Der Sturmtank trifft per Kopf: Kevin Behrens (M.) nickt zum 2:0 für die Eisernen ein.  © dpa/Andreas Gora

Union brauchte mit Behrens, Voglsammer und Sheraldo Becker als neuformiertem Dreier-Start-Angriff seinerseits eine ganze Weile, um in Schwung zu kommen.

Die für das intensive Spiel wichtigen Mechanismen fehlten ganz offensichtlich. Fast eine halbe Stunde waren die gewohnt euphorischen Fangesänge der 23.342 Zuschauer im rotbeleuchteten historischen Rund unterhaltsamer als das Geschehen auf dem Rasen.

Dann versuchte es Kevin Möhwald bei seiner Europacup-Premiere aus der Distanz - ohne Erfolg (29.). Behrens (30.) war wenig später überrascht, den Ball im Zentrum sorglos von den Israelis überlassen zu bekommen und gab ihn unfreiwillig schnell wieder her.

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Wie es besser geht, demonstrierte der 1:0-Siegtorschütze aus dem Bielefeld-Spiel vom Samstag wenig später. Energisch drang er in den Strafraum ein.

Voglsammer musste zu seinem zweiten Europacup-Tor nur noch einschieben. Seinen eigenen zweiten internationalen Treffer verbuchte Behrens kurz nach der Pause. Wuchtig köpfte er zum 2:0 ein.

Rechts: Andreas Voglsammer (r.) und Kevin Behrens (l.) führten den 1. FC Union Berlin auf die Siegerstraße. Links: Der Pyro-Einsatz der Maccabi-Haifa-Fans übertrug sich nicht auf die eigene Mannschaft.
Rechts: Andreas Voglsammer (r.) und Kevin Behrens (l.) führten den 1. FC Union Berlin auf die Siegerstraße. Links: Der Pyro-Einsatz der Maccabi-Haifa-Fans übertrug sich nicht auf die eigene Mannschaft.  © dpa/Andreas Gora

Im Gegensatz zum 1:3 in Prag, als Behrens auch getroffen hatte, ließen sich die Berliner aus mangelnder internationaler Reife diesmal nicht spät überrumpeln. Rönnow musste zwar doch noch ein paar Mal zupacken. In Gefahr geriet der Premierensieg aber nicht mehr, zumal auch Awoniyi nach seiner Einwechslung seine Treffsicherheit noch einmal sehenswert demonstrierte.

Titelfoto: dpa/Andreas Gora

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