Bundesligist glückt Transfercoup: Begehrter Zweitliga-Edeltechniker kommt!

Mainz - Starker Transfer des 1. FSV Mainz 05! Der Bundesligist hat Jae-sung Lee (28) für drei Jahre unter Vertrag genommen, nachdem der südkoreanische Nationalspieler seinen Kontrakt bei Holstein Kiel zuvor hatte auslaufen lassen.

Jae-sung Lee (28, M.) scheiterte mit Holstein Kiel in der Bundesliga-Relegation am 1. FC Köln.
Jae-sung Lee (28, M.) scheiterte mit Holstein Kiel in der Bundesliga-Relegation am 1. FC Köln.  © dpa/Carmen Jaspersen

Er kommt daher ablösefrei und ohne Risiko zu den Nullfünfern - weshalb die Verpflichtung als echter Coup gewertet werden kann.

Schließlich gehörte Lee seit vielen Jahren zu den besten und auffälligsten Offensivmännern der 2. Bundesliga, überragte mit seiner Technik, Spielintelligenz, seinen sezierenden Pässen und seinem Zug zum Tor.

Für die Störche kam er in 104 Einsätzen auf 23 Tore und 25 direkte Vorlagen. Beeindruckend war, dass der Denker und Lenker auch zu Beginn überhaupt keine Anpassungsprobleme hatte. Stattdessen entwickelte er sich direkt zum Leistungsträger.

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Er war an nahezu jedem Kieler Angriff beteiligt und obwohl bald alle Gegner wussten, dass sie ihn besonders bewachen mussten, konnten sie seine kreativen Aktionen oft nicht verhindern.

All das spricht für Lees Klasse. Es ist deshalb sogar verwunderlich, dass nicht schon früher ein Bundesligist ernsthaft um ihn warb.

Denn der offensive Mittelfeldspieler, der auch im Sturmzentrum, als hängende Spitze und auf beiden Außenbahnen agieren kann, wies seine Qualitäten bereits in seinem Heimatland nach.

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Jae-sung Lee feierte unter Uli Stielike sein Debüt für die südkoreanische Nationalmannschaft

Jae-sung Lee (28) zeigte bei Holstein Kiel konstant starke Leistungen und war in 104 Spielen an 48 Toren direkt beteiligt. Indirekt waren es noch viele mehr.
Jae-sung Lee (28) zeigte bei Holstein Kiel konstant starke Leistungen und war in 104 Spielen an 48 Toren direkt beteiligt. Indirekt waren es noch viele mehr.  © dpa/Armin Weigel

In der gerne unterschätzten K League lief Lee für Jeonbuk Hyundai Motors 181-mal auf, erzielte 31 Tore und gab 44 direkte Vorlagen.

Er hatte als offensiver Spielgestalter großen Anteil daran, dass sein Team viermal Meister wurde und 2016 obendrauf die asiatische Champions League gewann.

Wenig verwunderlich, dass der deutsche Trainer Uli Stielike (66), damals Südkoreas Nationalcoach, ihm am 27. März 2015 zu seinem Länderspiel-Debüt verhalf.

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Seitdem ist Lee ein fester Bestandteil der "Taeguk Warriors", war beispielsweise auch bei der Weltmeisterschaft 2018 gesetzt und einer der wichtigsten Akteure.

Er kam in allen drei Partien über 90 Minuten zum Einsatz, auch beim überraschenden 2:0-Sieg gegen Deutschland im letzten Gruppenspiel, das gleichbedeutend mit dem Ausscheiden der DFB-Elf war.

Auch aufgrund seiner starken Leistungen bei diesem Turnier kam der Wechsel nach Kiel überhaupt zustande. Nun hat er über Umwege den Sprung in Deutschlands Fußball-Eliteklasse geschafft. Man darf gespannt sein, ob er seine Fähigkeiten auch für Mainz gewinnbringend einsetzen kann.

Titelfoto: dpa/Armin Weigel

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