Bundesliga-Profi wegen Streit um Gehaltsverzicht gefeuert?

Mainz - Adam Szalai (32) hat keine Zukunft mehr beim Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05. "Wir haben Adam mitgeteilt, dass er in unseren sportlichen Planungen keine Rolle mehr spielen wird", sagte der Mainzer Sportvorstand Rouven Schröder am Montag der Deutschen Presse-Agentur. 

Die Mainzer Adam Szalai (M.) und Jonathan Burkhardt (r.) jubeln nach dem Tor zum 2:1 neben Julius Langfeld von Havelse.
Die Mainzer Adam Szalai (M.) und Jonathan Burkhardt (r.) jubeln nach dem Tor zum 2:1 neben Julius Langfeld von Havelse.  © Arne Dedert/dpa

"Aus unserer Sicht ist es unwahrscheinlich, dass Adam die von ihm erhofften Einsatzzeiten in dieser Saison bei Mainz 05 erhält, gerade im Hinblick auf die für ihn wichtige Vorbereitung für die ungarische Nationalmannschaft und die EM im kommenden Sommer", erklärte der Mainzer Sportvorstand in einer offiziellen Mitteilung, weshalb dem Ungarn nahegelegt wurde, sich einen neuen Verein zu suchen.

Wie Bild berichtet, soll die sportliche Perspektive jedoch nicht der wirkliche Grund für den Rauswurf des Profis gewesen sein. 

Stattdessen soll es bei den Rheinhessen gewaltigen Ärger um das Thema Geld gegeben haben. 

Der in Corona-Zeiten ausgehandelte Gehaltsverzicht soll der Anlass gewesen sein. Wegen fehlender Zuschauereinnahmen herrscht in der Mainzer Kasse Ebbe. 

Eine eventuelle Nachzahlung mit der ersten Ratenzahlung der TV-Gelder soll in Aussicht gestellt, aber nun nicht garantiert worden sein, was Szalai als Mitglied des Mainzer Mannschaftsrats sauer aufgestoßen sein soll. 

Mannschaftsrats-Mitglied und noch dazu im DFB-Pokal gegen Havelse als Joker und Torschütze in Erscheinung getreten. Viel deutet da eigentlich nicht daraufhin, dass der Rauswurfs Szalais allein eine sportliche Entscheidung gewesen sei.

Beim Bundesliga-Auftakt am Sonntag bei RB Leipzig (1:3) hatte Szalai aus sportlichen Gründen gefehlt. Trainer Achim Beierlorzer hatte den Angreifer nicht für den Kader nominiert. Szalai war im Sommer 2019/20 zu den Mainzer zurückgekehrt. Der ungarische Nationalspieler hatte aber nicht restlos überzeugen können. Szalai war gut ein Jahr mit "Bachelor"-Finalistin Angelina Heger liiert.

Titelfoto: Arne Dedert/dpa

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