Mainz 05 entlässt Beierlorzer: Szalai-Krach als Genickbruch?

Mainz - Nun also doch. Achim Beierlorzer (52) und der FSV Mainz 05 gehen getrennte Wege. Das gab der Klub am Montag nun bekannt. Eine Personalie, die seit Tagen für einiges an Gesprächsstoff sorgt.

Das war's. Achim Beierlorzer ist nicht mehr Trainer von Mainz 05.
Das war's. Achim Beierlorzer ist nicht mehr Trainer von Mainz 05.  © Thomas Frey/dpa

Die Mainzer haben sich mit sofortiger Wirkung von ihrem Trainer Achim Beierlorzer getrennt.

Nachdem der erst am 18. November des vergangenen Jahres installierte Trainer mit zwei Niederlagen in die Saison startete, ist seine Zeit am Mainzer Bruchweg nun schon wieder vorbei.

Doch nicht nur das Sportliche scheint ausschlaggebend gewesen zu sein für die Trennung.

Gerade auch der Streit um die Personalie Adam Szalai (32) hat dem gebürtigen Erlanger wohl das Genick gebrochen (TAG24 berichtete). 

Unstimmigkeiten bezüglich eines coronabedingten Gehaltsverlusts ließ die Emotionen in Mainz so hochkochen, dass die gesamte Mannschaft vor dem Spiel gegen den VfB Stuttgart (1:4) in einen Trainings-Streik ging, nachdem Beierlorzer und auch der Klub versuchten Szalai, vorsichtig ausgedrückt, loszuwerden.

Dabei machte allerdings allen voran der Verein keine besonders gute Figur. Der Trainer selbst soll allerdings auch mannschaftsintern kein sonderlich gutes Standing gehabt haben.

Die schlechte Stimmung gipfelte dann in einem blamablen 1:4-Hammer gegen Aufsteiger VfB Stuttgart. Nun also die Trennung vom Trainer.

Beierlorzer "enttäuscht"

Ergebnis "offener und ehrliche Gespräche" sei, "dass wir als Verein die gemeinsame Arbeit mit Achim Beierlorzer nicht fortsetzen. Die gemeinsame Zeit war geprägt von einem erfolgreich bestandenen Abstiegskampf und von schwierigen Arbeitsbedingungen aufgrund der Corona-Pandemie. Für seine Arbeit und seine Haltung in dieser für uns alle schwierigen Zeit gebührt Achim Beierlorzer unser Respekt", ließen die Mainzer verlauten.

Der Trainer selbst zeigte sich enttäuscht. "Ich bin enttäuscht über die Entscheidung des Vereins. Nichtsdestotrotz wünsche ich Mainz 05 und der Mannschaft für den weiteren Weg alles Gute."

Als Nachfolger soll interimsweise wohl Co-Trainer Jan-Moritz Lichte (40) parat stehen.

Beierlorzer ist somit nach dem am Sonntag entlassenen Schalke-Trainer David Wagner (48, TAG24 berichtete) bereits der zweite Coach der in der noch jungen Bundesliga-Saison seinen Hut nehmen musste.

Der 52-Jährige, der vor seiner Station in Mainz bereits in Köln nach gerade einmal 13 Partien gefeuert wurde und nur neun Tage später bei den 05ern anheuerte, hat damit fast schon eine Art Seuchenjahr hinter sich.

Titelfoto: Thomas Frey/dpa

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