Bayer Leverkusen entlässt Coach Gerardo Seoane: Nachfolger ist ein Ex-Weltstar!

Leverkusen - Das kommt nicht mehr überraschend! Bayer 04 Leverkusen hat sich nach der 0:2-Niederlage beim FC Porto in der Champions League von seinem Trainer Gerardo Seoane (43) getrennt.

Gerardo Seoane (43) wurde von Bayer 04 Leverkusen als Coach entlassen.
Gerardo Seoane (43) wurde von Bayer 04 Leverkusen als Coach entlassen.  © dpa/Federico Gambarini

Das gab der Verein am Mittwochabend bekannt. Die Trennung ist nach der sportlich ernüchternden Bilanz in dieser Saison nur folgerichtig. Der Schweizer Coach gewann lediglich zwei von zwölf Saisonspielen, holte zwei Unentschieden und kassierte acht Niederlagen, obwohl seine Mannschaft herausragend besetzt ist.

In der Bundesliga liegt die Werkself mit 9:16 Toren und nur fünf Punkten aus acht Partien auf dem direkten Abstiegsrang 17 und im DFB-Pokal schied Bayer beim Drittliga-Überraschungsteam SV 07 Elversberg aus (3:4).

In der Champions League rangiert Leverkusen mit einem Torverhältnis von 2:3 und drei Punkten aus drei Begegnungen auf Rang zwei und hat das Weiterkommen noch in den eigenen Händen. Dafür soll nun Xabi Alonso (40) sorgen.

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Der spanische Welt- und Europameister wurde als Nachfolger vorgestellt und hat einen Vertrag bis Ende Juni 2024 unterschrieben. Er trainierte bis zum 30. Juni 2022 die zweite Mannschaft von Real Sociedad San Sebastian und wurde in der Vergangenheit bereits mit Borussia Mönchengladbach in Verbindung gebracht.

Der Gentleman, der beim FC Bayern München, FC Liverpool und bei Real Madrid zu den besten Mittelfeldspielern seiner Generation gehörte, ist als Coach noch ein Neuling und erst seit Ende August 2018 in dieser Rolle aktiv. Erst im Nachwuchs der Königlichen, seit 1. Juli 2019 sammelte er dann bei seinem früheren Jugendverein Real Sociedad Erfahrungen.

Xabi Alonso übernimmt Bayer 04 Leverkusen für den entlassenen Gerardo Seoane

Bayer 04 Leverkusen steckt in dieser Saison im Formtief

Xabi Alonso (40) ist der neue Trainer von Bayer 04 Leverkusen.
Xabi Alonso (40) ist der neue Trainer von Bayer 04 Leverkusen.  © dpa/Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE

Im Sommer trennten sich die Wege vom zweifachen Königsklassen-Gewinner und San Sebastian, weshalb er frei für die neue Herausforderung war. Er muss nun einem erkennbar verunsicherten Team wieder neues Selbstbewusstsein einflößen.

Denn mangelnde sportliche Klasse bzw. fehlende Kader-Qualität kann man Leverkusen nicht attestieren. Stattdessen stecken viele Spieler wie Patrik Schick (26) oder Lukas Hradecky (32) im Formtief, auch Moussa Diaby (23) ist von seiner besten Verfassung weit entfernt.

Zudem fehlen der Truppe Erfolgserlebnisse. In Porto zeigte man eine gute Reaktion auf die niederschmetternde 0:4-Pleite in München. Es war eine andere Mannschaft zu sehen, eine andere Körpersprache, doch das Spielglück war erneut nicht aufseiten des UEFA-Cup-Siegers von 1988.

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Dieser Leistungsabfall kommt nach der starken Vorsaison aus dem Nichts. Denn da landete Bayer unter Seoane in der Liga mit sehr guten 64 Punkten auf einem starken dritten Platz und qualifizierte sich für die Champions League.

Doch weil der dreimalige Schweizer Meistercoach mit Leverkusen nicht aus der Krise herausgefunden hat, musste er gehen. Schließlich ist die sportliche Lage bedrohlich, der langjährige Spitzenklub braucht dringend Erfolge, um nicht noch weiter unten reinzurutschen.

Titelfoto: dpa/Federico Gambarini

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