Leverkusen fliegt gegen Inter trotz großem Kampf in starkem Viertelfinale raus!

Düsseldorf - Spektakuläres Europa-League-Viertelfinale! Bayer 04 Leverkusen hat Inter Mailand gerade in der zweiten Halbzeit einen großen Kampf geliefert, verlor aber dennoch mit 1:2 gegen das italienische Top-Team und ist als letztes deutsches Team aus dem Wettbewerb geflogen.

Nicolo Barella brachte Inter Mailand mit diesem Außenrist-Schlenzer mit 1:0 in Führung.
Nicolo Barella brachte Inter Mailand mit diesem Außenrist-Schlenzer mit 1:0 in Führung.  © Marius Becker/dpa

Die Tore in der Merkur Spiel-Arena in Düsseldorf erzielten Nicolo Barella zum 1:0 (15. Minute) und Romelu Lukaku zum 2:0 für Mailand (21.). Kai Havertz traf zum frühen 1:2-Endstand für die Werkself (24.). 

Nach zwei guten Aktionen zu Beginn ging Mailand  in der 15. Minute verdient in Führung. Erst schirmte Sturmbulle Lukaku das Leder klasse gegen Jonathan Tah ab, wurde bei seinem Schuss aber noch in letzter Sekunde geblockt.

Allerdings trudelte die Kugel zu Barella, der sie wunderschön aus 18 Metern mit dem Außenrist in die linke untere Ecke zirkelte - 1:0 für die Nerazzurri (15.)!

Der italienische Vizemeister machte munter weiter und beherrschte Bayer in dieser Phase. So tankte sich wenig später Lautaro Martinez durch und bediente Barella, dessen Schuss geblockt wurde (20.). 

Dann jedoch erzielte Lukaku sein bereits 31. Pflichtspieltor (!) in dieser Saison. Nach einem klugen Pass von Ashley Young drehte er wie gewohnt seinen wuchtigen Körper in den Gegenspieler rein, in diesem Fall hatte Edmond Tapsoba das Nachsehen. Denn obwohl er Lukaku attackierte, schoss der belgische Weltklasse-Angreifer das Leder im Fallen kurios an B04-Keeper Lukas Hradecky vorbei in die lange Ecke - 2:0 (21.)

Bayer 04 Leverkusens erste Elf gegen Inter Mailand

Inter Mailands Startaufstellung gegen Bayer 04 Leverkusen

Kai Havertz trifft zum 1:2 für Bayer 04 Leverkusen, VAR verhindert Handelfmeter für Inter Mailand

Kai Havertz (l.) brachte Leverkusen mit seinem 1:2-Anschlusstreffer zurück ins Spiel.
Kai Havertz (l.) brachte Leverkusen mit seinem 1:2-Anschlusstreffer zurück ins Spiel.  © Marius Becker/dpa

Zwei Minuten später lief der Stürmer dann sogar frei auf den finnischen Nationaltorwart zu und hätte die Begegnung frühzeitig entscheiden können, scheiterte aber am gut parierenden Hradecky (23.).

Auf der Gegenseite schlug die Werkself dann mit der ersten Chance zurück! Kevin Volland bediente Havertz mit viel Übersicht, nachdem Inter den Ball nicht geklärt bekam, der Youngster behielt die Nerven und schoss aus spitzem Winkel ein - nur noch 1:2 aus Leverkusener Sicht, obwohl Mailands Keeper Samir Handanovic noch am Spielgerät dran war (24.)!

Wiederum nur zwei Minuten später bekamen die Nerazzurri vorläufig einen umstrittenen Handelfmeter zugesprochen. Daley Sinkgraven prallte die Kugel an die Schulter, die er aber sogar noch zurückzog.

Nach Ansicht der Bilder nahm der spanische Schiedsrichter Carlos del Cerro Grande diese Entscheidung deshalb berechtigterweise zurück - es war der Wahnsinn, was in dieser spektakulären Partie los war!

Auch in der Folge blieb es ein ansehnliches Duell, in dem Inter dank Lukaku und Martinez Vorteile hatte und es noch einige Male im Bayer-Strafraum brannte, während man selbst zu selten gefährlich vor das gegnerische Gehäuse kam. Zur Pause blieb es bei der verdienten, aus Mailänder Sicht aber etwas zu knappen Führung der Hausherren. 

VAR bewahrt Bayer 04 Leverkusen gegen Inter Mailand erneut vor einem Elfmeter

Sturmbulle Romelu Lukaku (r.) gab der Bayer-Deckung um Jonathan Tah das ein oder andere Rätsel auf.
Sturmbulle Romelu Lukaku (r.) gab der Bayer-Deckung um Jonathan Tah das ein oder andere Rätsel auf.  © Marius Becker/dpa

In der zweiten Hälfte spielte die Werkself auch weiterhin mit dem Feuer.

Hinten ließ man weiterhin einiges zu und konnte mehrfach erst in letzter Sekunde und mit etwas Glück klären, dafür kam man jedoch offensiv besser zur Geltung, ohne aber gute Gelegenheiten zu kreieren.

Inter hatte hingegen einige Möglichkeiten, unter anderem scheiterte der eingewechselte Alexis Sánchez aus 16 Metern freistehend am erneut aufmerksamen Hradecky (66.), der Bayer auch gegen den ebenfalls neu gekommenen Victor Moses im Spiel hielt (76.).

Inter verpasste die Entscheidung in dieser umkämpften, aber auch spielerisch ansehnlichen Begegnung, was nicht bestraft wurde, aber immerhin für eine spannende Schlussphase sorgte.

Leverkusen hatte allerdings nur durch Kerem Demirbay (61./Handanovic lenkte den Ball zur Ecke ab) eine echte Chance, dazu verpassten Havertz und Volland eine scharfe Flanke vom eingewechselten Leon Bailey (79.). 

Kurz vor Schluss bekam Inter erneut einen Elfmeter zugesprochen, der wegen Handspiels aber korrekterweise zurückgenommen wurde (90.+1). Inter brachte den Vorsprung anschließend abgezockt über die Zeit und zog verdient ins Halbfinale ein, wo es am kommenden Montag (21 Uhr) gegen den Gewinner der Partie zwischen Wolfsburg-Bezwinger Schachtjor Donezk und Frankfurt-Besieger FC Basel geht. 

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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