Bayer 04 Leverkusen in der Bundesliga-Vorschau: Auf dem Sprung in die Champions League?

Endlich geht es wieder los! Am kommenden Wochenende startet die Bundesliga in die neue Saison. In der TAG24-Analyse werden alle 18 Klubs genau unter die Lupe genommen.

Leverkusen – Für Bayer 04 Leverkusen geht es in der kommenden Bundesliga-Saison um die internationalen Plätze! Um die Champions League zu erreichen, gilt es allerdings, die Abgänge der Top-Scorer Kai Havertz (21, FC Chelsea) und Kevin Volland (28, AS Monaco) zu kompensieren. Kann der Werkself das gelingen? Alles dazu in unserer Vorschau.

Patrik Schick ist der Top-Transfer von Bayer 04 Leverkusen

Mittelstürmer Patrik Schick (24) trägt in der kommenden Bundesliga-Saison das Leverkusener Trikot. Der 24-jährige Tscheche wechselte am 8. September für satte 26,5 Millionen Euro an den Rhein und unterschrieb einen Vertrag bis 2025.

AS Rom hatte das Top-Talent zuvor an Liga-Rivalen RB Leipzig ausgeliehen. Dort erzielte der Nationalspieler in der vergangenen Saison in 22 Bundesligaspielen zehn Treffer und stellte damit eindrucksvoll seine Torgefahr unter Beweis. Leverkusens Sport-Geschäftsführer Rudi Völler (60) lobte besonders die Durchschlagskraft und Abschlussstärke des gebürtigen Pragers.

Schick selbst erklärt, sich als Mittelstürmer am wohlsten zu fühlen. Abhängig vom System des Trainers kann der 24-Jährige aber auch als einer von zwei Angreifern oder als Zehner eingesetzt werden – eine Flexibilität, die sich für das Leverkusener Spiel unter Trainer Peter Bosz als wertvoll erweisen könnte.

Trotz der hohen Erwartungen an den Offensivmann gibt es aber ein Problem: So bringt Schick zum Saisonauftakt ein Trainingsdefizit mit. Grund dafür ist eine zehntägige Zwangspause durch einen positiven Corona-Befund im Umfeld der tschechischen Nationalmannschaft.

Schicks Ankündigung, dementsprechend ein bisschen langsamer beginnen zu wollen, um fit zu sein und sich nicht zu verletzen, trifft beim Coach jedoch auf taube Ohren. Laut Bosz befindet sich der Stürmer für den Saisonbeginn in einem ausreichend guten Zustand.

So kam der 1,87-Meter-Mann am Sonntag bereits in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen die Eintracht Norderstedt in der zweiten Halbzeit zum Einsatz. Dabei erzielte er das Tor zum 7:0-Endstand. Zwei vergebene Großchancen zeigten jedoch, dass sich der tschechische Nationalspieler wirklich noch nicht in Top-Form befindet. "Aber er kann es besser", kommentierte Bosz Schicks erstes Pflichtspiel im Leverkusener Trikot.

Bayer 04 hat Stürmer Patrik Schick (24) verpflichtet. Der zuletzt von der AS Rom an RB Leipzig ausgeliehene Mittelstürmer ist die namhafteste Verpflichtung des Bundesligisten.
Bayer 04 hat Stürmer Patrik Schick (24) verpflichtet. Der zuletzt von der AS Rom an RB Leipzig ausgeliehene Mittelstürmer ist die namhafteste Verpflichtung des Bundesligisten.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Lennart Grill und Tin Jedvaj sind die weiteren (Neu-)Zugänge bei Bayer 04 Leverkusen

Neben Schick hat sich Leverkusen mit Neuzugängen für die kommende Saison bislang zurückgehalten. Bereits im April sicherte sich die Werkself die Dienste von Torwart Lennart Grill (21) vom Drittligisten 1. FC Kaiserslautern. Der rund zwei Millionen teure U21-Nationaltorhüter unterschrieb einen Vertrag bis 2024 und ist damit hinter Lukas Hradecky (30) die Nummer zwei im Bayer-Tor.

Zum Bundesligaauftakt kann Leverkusen zudem wieder mit Tin Jedvaj (24) rechnen, dessen einjährige Leihe beim FC Augsburg zu Ende ging. Allerdings ist die Zukunft des Verteidigers fraglich, da er sich in Leverkusen bislang nicht als Stammspieler etablieren konnte. Eine Lösung könnte daher eine weitere Leihe sein.

Trainer Peter Bosz (56) stellte klar, dass er noch Handlungsbedarf sieht. Der Coach wünscht sich nach eigener Aussage einen zusätzlichen torgefährlichen Akteur neben Schick. Auch die Defensive soll auf seine Forderung hin trotz Überangebots noch mit einem Linksfuß aufgerüstet werden.

Neuzugang Lennart Grill (21) ist hinter Lucas Hradecky (30) die Nummer zwei im Leverkusener Tor.
Neuzugang Lennart Grill (21) ist hinter Lucas Hradecky (30) die Nummer zwei im Leverkusener Tor.  © Uwe Anspach/dpa

Kai Havertz und Kevin Volland sind die Abgänge bei Bayer 04 Leverkusen

Während es bisher also nur wenige Neuzugänge bei Bayer gibt, haben zwei Abgänge die Rheinländer schwer getroffen. Mit Havertz und Volland verlor der Verein nicht nur zwei wichtige Offensivkräfte, sondern auch langjährige Identifikationsfiguren.

Der Abschied von Havertz hatte sich dabei schon länger angekündigt. Anfang September kam dann die Bestätigung, dass das Ausnahmetalent zu Chelsea wechselt. Laut Medienberichten verließ der 21-Jährige die Rheinstadt als teuerster deutscher Bundesligaspieler für eine kolportierte Ablöse von rund 100 Millionen Euro. Havertz hatte sein halbes Leben in der Jugend und bei den Profis in Leverkusen verbracht.

Zurück bleibt ein großes Loch, das durch den Abgang von Kevin Volland noch riesiger ausfällt. Den 28-Jährigen zog es nach vier Jahren unter dem Bayer-Kreuz zur AS Monaco, wo er einen Vertrag bis 2024 unterzeichnete. Die Werkself erhielt für Volland laut Medienberichten mit rund 15 Millionen Euro eine verhältnismäßig geringe Abfindung.

Gemeinsam kamen Volland und Havertz in der vergangenen Saison auf 22 Treffer und 15 Assists – diese Torgefahr muss das Team von Peter Bosz nun kompensieren.

Im Gegensatz zu den beiden Top-Angreifern sind die weiteren Abgänge bei Leverkusen zu verkraften. So wechselte der 20-jährige Mittelfeldspieler Adrian Stanilewicz (20) ablösefrei zum Zweitligisten SV Darmstadt 98.

Defensivkraft Ayman Azhil (19) gelang der Aufstieg aus der vereinseigenen Jugend bis zu den Profis, wurde jedoch vorerst an den niederländischen Erstligisten RKC Waalwijk ausgeliehen, um Spielpraxis zu sammeln und sich weiterzuentwickeln.

Zum Saisonstart ist weiterhin fraglich, wie Leverkusen mit Joel Pohjanpalo (26) und Panagiotis Retsos (22) plant. Stürmer Pohjanpalo kehrte nach einer Leihe vom Hamburger SV zurück. Bosz legte dem Finnen jedoch bereits nahe, sich nach einem anderen Klub umzusehen, da er in der Vergangenheit meist nur als Joker zum Einsatz kam. Im Pokal-Spiel gegen die Norddeutschen saß der Stürmer noch nicht einmal auf der Reservebank – ein klares Zeichen. 

Retsos scheint sich derweil als Innenverteidiger bei Sheffield wohl zu fühlen und zieht nach seiner Leihe einen festen Wechsel in die Premier League in Erwägung.

Zudem verließ Keeper Ramazan Özcan (36) den Werksverein nach vier Jahren. Der Österreicher verkündete das Ende seiner Profi-Karriere und trainiert inzwischen den Leverkusener Torhüter-Nachwuchs.

Mit Lucas Alario (27) steht darüber hinaus eine weitere relevante Personalie auf der Kippe. Der Mittelstürmer zeigt sich über seine bislang eher geringe Einsatzzeit wenig erfreut. Der Grund: Er möchte den Sprung in die argentinische Nationalmannschaft schaffen und benötigt daher regelmäßigere Einsätze. Es bleibt abzuwarten, ob er diese in der kommenden Saison außerhalb von Leverkusen finden will oder sich doch durchkämpfen wird.

Kai Havertz (21) und Kevin Volland (28) haben Bayer Leverkusen in der Sommerpause verlassen. Sie hinterlassen ein gewaltiges Loch in der Offensive der Werkself.
Kai Havertz (21) und Kevin Volland (28) haben Bayer Leverkusen in der Sommerpause verlassen. Sie hinterlassen ein gewaltiges Loch in der Offensive der Werkself.  © Andreas Gora/dpa

So tickt Leverkusen-Trainer Peter Bosz

Peter Bosz (56) trainiert Leverkusen inzwischen seit eineinhalb Jahren. Im Januar 2019 kam der Niederländer zur Werkself und konnte die Bayer-Verantwortlichen trotz verpasster Champions-League-Qualifikation von seiner Arbeit überzeugen. So verlängerte der Verein den Vertrag des Coachs vorzeitig bis 2022.

Dass Bosz so gut bei Leverkusen ankommen würde, war jedoch nicht von Beginn an klar. So war die Taktik des 56-Jährigen bei Bundesliga-Konkurrent Borussia Dortmund im Jahr 2017 nicht aufgegangen. Damals musste Bosz seinen Posten beim BVB bereits nach fünf Monaten räumen.

In Leverkusen hat Bosz mit seiner offensiven Spielweise mehr Erfolg. Zwar stand der Niederländer gerade in seiner Anfangszeit bei Experten und Fans mit seiner Philosophie oftmals in der Kritik – sie wirke stur und unausgereift. Doch dazu fand der Niederländer klare Worte und betonte, er fühle sich dem attraktiven Fußball verpflichtet. Einer destruktiven Spielweise kann er dagegen nichts abgewinnen. 

Der Trainer verlangt seiner Mannschaft viel ab und zeigte sich trotz des 7:0-Kantersiegs nach der ersten Pokalrunde nicht zufrieden mit der Teamleistung. "Der Ball muss laufen, nicht die Spieler mit dem Ball", betonte der Niederländer. Wenn dies umgesetzt werde "und alle in Bewegung sind, haben wir eine gute Mannschaft".

Leverkusens Trainer Peter Bosz (56) gestikuliert im Pokal-Spiel gegen Eintracht Norderstedt (1:1) wild an der Seitenlinie.
Leverkusens Trainer Peter Bosz (56) gestikuliert im Pokal-Spiel gegen Eintracht Norderstedt (1:1) wild an der Seitenlinie.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Vorbereitung und Form von Bayer 04 Leverkusen: Kantersieg im Pokal!

Zum Bundesligaauftakt könnte bei Bayer besonders die mangelnde Vorbereitungszeit eine ausschlaggebende Rolle spielen. So wird die Werkself zum Zeitpunkt der ersten Liga-Partie erst seit drei Wochen im Training sein.

Im einzigen Testspiel gegen den belgischen Spitzenklub RSC Anderlecht kamen die Rheinländer nur zu einem 1:1. Von einer eingespielten Mannschaft war auf dem Platz noch wenig zu sehen.

Hinzu kommen Trainingsausfälle wegen Abberufungen in die Nationalmannschaften. Mit Flügelstürmer Leon Bailey (23) hat zudem ein wichtiger Bayer-Spieler Trainingsrückstand. Der Jamaikaner musste sich nach dem Kontakt mit einem Corona-Infizierten vorübergehend in Quarantäne begeben und befindet sich demnach noch nicht in Top-Form.

Den ersten Erfolg feierte man bei der 7:0-Torparade gegen Eintracht Norderstedt im Pokal. Die Werkself wurde ihrem Favoritenstatus gerecht, ließ dem in der Defensive heillos überforderten Viertligisten nicht den Hauch einer Chance und spielte munter weiter nach vorne. So hatte das Pflichtspiel den Vertreter aus der Regionalliga Nord Testspiel-Charakter und stellte eine willkommene Gelegenheit dar, um sich einzuspielen.

Charles Aranguiz (31, 3.v.r.) trifft zum 5:0 für Bayer Leverkusen im DFB-Pokalspiel gegen Eintracht Norderstedt.
Charles Aranguiz (31, 3.v.r.) trifft zum 5:0 für Bayer Leverkusen im DFB-Pokalspiel gegen Eintracht Norderstedt.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Saisonziel von Bayer 04 Leverkusen: Königsklasse im Visier

Das Saisonziel von Leverkusen ist klar: Die Rheinländer wollen in der Champions League spielen. Völler stellte nach dem fünften Bundesliga-Platz der vergangenen Saison klar, dass der Anspruch höher liegt. 

In der neuen Spielzeit will man somit die direkten Konkurrenten Borussia Mönchengladbach und RB Leipzig überholen. 

Die Werkself will in der kommenden Bundesliga-Saison mindestens auf Platz vier kommen und den Einzug in die Champions League feiern.
Die Werkself will in der kommenden Bundesliga-Saison mindestens auf Platz vier kommen und den Einzug in die Champions League feiern.  © Ronald Wittek/epa Pool /dpa

TAG24-Prognose zu Bayer 04 Leverkusen: Es droht ein holpriger Saisonstart

Nachdem Bayer zuletzt den Sprung in die Königsklasse verpasst hat, will das Team von Peter Bosz die hohen Erwartungen erfüllen und die Saison 2020/21 mindestens als Vierter abschließen. Wie dies gelingen soll, ist bislang allerdings noch völlig offen.

Lucas Hradecky ist bei Leverkusen als Nummer eins im Tor fest gesetzt. Sollte der Keeper einmal ausfallen, steht mit Neuzugang Lennart Grill (21) ein junges Talent parat. Niklas Lomb (27) geht als dritter Torhüter in die Saison.

Auch in der Abwehr wird es voraussichtlich keine großen Überraschungen geben. Mit Sven Bender (31) hat Leverkusen eine "sichere Bank" in der Innenverteidigung. Er wird seit dem Jahresbeginn von Edmond Tapsoba (21) unterstützt, der sich unter Bosz bereits etablieren konnte. Hinter ihm rangiert sich Nationalspieler Jonathan Tah (24) lediglich als zuverlässige Option auf der Reservebank ein. Auch Aleksandar Dragovic (29) wird voraussichtlich nur auf gelegentliche Einwechslungen hoffen dürfen.

Die Rückkehrer Tin Jedvaj (24) und Panagiotis Retsos (22) werden es in der Abwehrzentrale ebenfalls entsprechend schwer haben, im Falle ihres Verbleibs auf Einsätze zu kommen.

Die rechte Seite wird von Ex-Kapitän Lars Bender (31) beackert. Der ehemalige deutsche Nationalspieler kann ebenso im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden. In diesem Fall wäre Mitchell Weiser (26) wie in der vergangenen Spielzeit die erste Option.

Auf der linken Verteidigerposition ist der Brasilianer Wendell (27) gesetzt, der beim Pokal-Spiel jedoch erst einmal die Bank wärmen musste. Für ihn spielte Daley Sinkgraven (25), der sich in seinem ersten Jahr unter dem Bayer-Kreuz aber noch nicht als Stammspieler durchsetzen konnte. Es bleibt abzuwarten, ob Bosz' Wunsch nach einem weiteren Linksfuß in der Defensive in Erfüllung gehen wird.

Mangels neuer Spieler werden auch im Mittelfeld wieder "alte" Gesichter vertreten sein. Neu-Kapitän Charles Aranguiz (31) wird nach wie vor im Zentrum eine tragende Rolle spielen. Er wird – wie im Spiel gegen Norderstedt gesehen – von Kerem Demirbay (27) zu seiner Linken unterstützt.

Zudem konnte sich Youngster Florian Wirtz (17) in der vergangenen Rückrunde bereits als Stammspieler etablieren. Er war Ende Januar vom Erzrivalen aus Köln gekommen und konnte zuletzt im Pokal glänzen. Bosz lobte den Torschützen zum 4:0-Zwischenstand sogar ausdrücklich als besten Akteur auf dem Platz. Besonders nach Havertz' Weggang kann sich Wirtz als echter Senkrechtstarter und Glücksfall für den Verein erweisen – immerhin gilt er nicht umsonst als eines der größten Nachwuchstalente Deutschlands.

Mit Julian Baumgartlinger (32) steht dem Coach zudem noch eine zuverlässige defensive Mittelfeld-Option zur Verfügung. Der Kapitän der österreichischen Nationalmannschaft kam in der vergangenen Saison immerhin auf 27 Bundesliga-Einsätze. Exequiel Palacios (21) konnte sich zuletzt noch nicht etablieren und wird es bei der starken Konkurrenz auch weiterhin schwer haben.

In der Offensive hat Bayer trotz der beiden schmerzhaften Abgänge immer noch reichlich Qualität vorzuweisen. Hier ist Nadiem Amiri (23) vielseitig im Zentrum oder auf der rechten Seite einsetzbar. Gegen Norderstedt spielte er sogar auf der linken Flanke. Um sich weiterhin als Stammspieler zu halten, muss der feine Techniker allerdings noch an seiner Effektivität arbeiten.

Rechts außen bekommt Amiri nämlich Konkurrenz von Karim Bellarabi (30). Der Flügelflitzer sorgt bei Leverkusen seit nunmehr sechs Jahren für gefährliche Aktionen vor dem gegnerischen Tor, weshalb sein Vertrag erst kürzlich bis 2023 verlängert wurde.

Auf der linken Flanke ist zu Saisonbeginn mit Moussa Diaby (21) zu rechnen. Insbesondere solange Leon Bailey (23) noch seinen Trainingsrückstand aufholt. Nach dem Kontakt mit einem Corona-Infizierten wurde der Jamaikaner erst am Sonntag aus der Quarantäne entlassen und konnte dementsprechend lange nicht am Mannschaftstraining teilnehmen. Zudem muss sich Paulinho (20) von einem Anfang Juli zugezogenen Kreuzbandriss erholen und wird noch monatelang ausfallen.

Nach dem Abgang von Volland ist im Sturm auf lange Sicht mit Schick zu rechnen. Der Neuzugang hat absolut das Potenzial dazu, im Kampf um die Champions-League-Plätze für die nötige Torgefahr zu sorgen und sich als neuer Top-Scorer im Leverkusen-Trikot zu etablieren.

Für die Werkself bleibt dennoch zu hoffen, dass Schick vor dem Tor noch zusätzliche Unterstützung durch eine weitere Verpflichtung bekommt. Vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass mit den Abgängen von Lucas Alario (27) und Joel Pohjanpalo (26), die unter Bosz zuletzt nicht die erwünschte Leistung erbrachten, gerechnet werden muss.

Nach jetzigen Stand ist davon auszugehen, dass sich Leverkusen mit dem Erreichen der Königsklasse durchaus schwer tun könnte. Zwar stellt der Pokal-Sieg am Sonntag einen ersten kleinen Lichtblick dar, jedoch müssen die Rheinländer in der Bundesliga mit weitaus größerem Widerstand rechnen.

Leverkusens ehemaliger Kapitän Lars Bender (31, M) feiert sein Tor zum 1:0 gegen Eintracht Norderstedt.
Leverkusens ehemaliger Kapitän Lars Bender (31, M) feiert sein Tor zum 1:0 gegen Eintracht Norderstedt.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Der Trainingsrückstand sowie die noch unklare Situation in der Offensive lassen darauf schließen, dass die Werkself die ersten Bundesliga-Partien noch dafür nutzen muss, um sich als Mannschaft auf dem Platz einzuspielen. Erst dann könnte sich das Team von Peter Bosz gegen die Konkurrenten Borussia Mönchengladbach und RB Leipzig durchsetzen und wieder Champions-League-Luft schnuppern.

Für Bayer geht es zum Bundesligaauftakt mit einem Auswärtsspiel gegen den VfL Wolfsburg (So, 20. September, 18 Uhr) los.

Titelfoto: Montage: Marius Becker/dpa / Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa / Marius Becker/dpa

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