Erst der FC, dann Leverkusen: Florian Wirtz steht zu seiner Entscheidung

Leverkusen – Florian Wirtz ist das Top-Talent der Bundesliga. Nun hat der 17-Jährige erstmals über seinen Wechsel vom 1. FC Köln zum Rivalen Bayer 04 Leverkusen geredet.

Florian Wirtz (17) ist Anfang 2020 vom 1. FC Köln zu Bayer 04 Leverkusen gewechselt und gilt seitdem als Top-Talent der Bundesliga.
Florian Wirtz (17) ist Anfang 2020 vom 1. FC Köln zu Bayer 04 Leverkusen gewechselt und gilt seitdem als Top-Talent der Bundesliga.  © Tom Weller/dpa

Schon als er sieben Jahre alt war, hätten der FC und Bayer Interesse an ihm bekundet, verrät der U21-Nationalspieler im Interview mit Bild. Damals hatte Wirtz noch in Pulheim gekickt.

Für die Geißböcke habe sich der Jungspund damals vor allem wegen der günstigeren Lage entschieden. "Damals kam nur der FC infrage, weil es nach Köln näher als nach Leverkusen ist und ich weiter in Brauweiler zur Schule gehen wollte", zitiert die Zeitung den Youngster.

Den Schritt auf die andere Rheinseite folgte erst im Januar dieses Jahres (TAG24 berichtete). "Beim FC hatte ich zu diesem Zeitpunkt gar nicht an die Profis gedacht, das war sehr weit weg", räumt Wirtz ein.

Doch Leverkusen ermöglichte ihm den direkten Aufstieg in die erste Mannschaft. "Ich musste auf meine Zukunft und meine Perspektive schauen, und wenn ich zurückblicke, war es die richtige Entscheidung."

Wirtz fühlt sich in Leverkusen nach eigener Aussage sehr wohl. Dort ist er zum jüngsten Profi in der Bundesliga-Geschichte des Werksklubs geworden.

Florian Wirtz (17) hat mit seiner Grinse-Fratze beim 4:0-Treffer für Bayer 04 Leverkusen gegen den 1. FC Köln für reichlich Ärger unter den FC-Fans gesorgt.
Florian Wirtz (17) hat mit seiner Grinse-Fratze beim 4:0-Treffer für Bayer 04 Leverkusen gegen den 1. FC Köln für reichlich Ärger unter den FC-Fans gesorgt.  © Wolfgang Rattay/Reuters/Pool/dpa

Florian Wirtz erklärt den umstrittenen Jubel beim 4:0-Treffer gegen seinen Ex-Verein

Den bis heute anhaltenden Frust der FC-Fans kann er dennoch nachvollziehen. Mit dem Transfer hatten die Leverkusener angeblich gegen eine Absprache zwischen den Rheinvereinen verstoßen.

"Ich bin sehr dankbar für die Zeit im Leistungszentrum." Daher sei auch der Jubel zu seinem 4:0-Treffer gegen Köln vor zwei Wochen nicht als Provokation gemeint gewesen. "Das war ein Gruß an meine Freunde", erklärt der Gymnasiast seine Grinse-Fratze.

Auch in Zukunft wird Wirtz voraussichtlich noch viele Male mit seinen Bayer-Teamkameraden feiern können. So wurde sein Profi-Vertrag bei dem Liga-Zweitplatzierten vor Weihnachten bis 2023 verlängert.

Titelfoto: Wolfgang Rattay/Reuters/Pool/dpa

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