Schalke 04 kassiert bei Bayer Leverkusen trotz Huntelaar-Tor die nächste Pleite!

Leverkusen - Dritte Pleite in Folge! Der FC Schalke 04 hat sein Bundesliga-Auswärtsspiel bei Bayer 04 Leverkusen mit 1:2 (0:1) verloren.

Bayer-Stürmer Lucas Alario (r.) brachte die Werkself mit 1:0 in Führung.
Bayer-Stürmer Lucas Alario (r.) brachte die Werkself mit 1:0 in Führung.  © dpa/Federico Gambarini/dpa POOL

Für den neuen Coach der Werkself, Hannes Wolf, war es daher ein erfolgreiches Trainer-Debüt. Leverkusen sammelte durch den Erfolg unter dem Nachfolger des vor der Länderspielpause beurlaubten Peter Bosz wichtige Punkte im Kampf um die Europapokal-Ränge.

Schalke kann sich bei nur noch sieben Partien kaum noch vor dem Abstieg retten.

Für die Gastgeber trafen Lucas Alario (26. Minute) und Joker Patrik Schick (72.). Das Tor der Gäste erzielte Klaas-Jan Huntelaar (82.) bei seinem ersten Startelf-Einsatz seit seiner Rückkehr im Winter.

Der Niederländer ist mit 37 Jahren und 234 Tagen nun Schalkes ältester Liga-Torschütze und löste Ex-Torwart Oliver Reck ab, der im Februar 2002 bei seinem Tor 36 Jahre und 347 Tage alt war.

Der Tabellen-18. agierte solide, konnte aber in der Offensive kaum für Gefahr sorgen. Schalke ist somit nun seit zwölf Liga-Spielen ohne Sieg - und hat weiterhin überhaupt nur eine Partie gewonnen. In der Bilanz der Gelsenkirchener stehen nun 71 Gegentreffer nach 27 Spielen - Vereinsrekord. Leverkusen holte mit einem weitgehend souveränen Auftritt nach zwei Pleiten in Folge wieder drei Punkte.

Neu-Trainer Wolf - vorerst vom DFB bis zum Saisonende an Bayer ausgeliehen - nahm im Vergleich zum 0:3 gegen Hertha BSC vor der Länderspielpause sechs Änderungen vor. Bei Schalke lief der junge Außenbahnspieler Mehmet Can Aydin erstmals auf, Ex-Weltmeister Shkodran Mustafi war hingegen aus "sportlichen Gründen" nicht im Kader.

Bayer 04 Leverkusens Startelf für das Bundesliga-Heimspiel gegen den FC Schalke 04

Anfangsformation des FC Schalke 04 bei Bayer 04 Leverkusen

Klaas-Jan Huntelaars Tor reicht dem FC Schalke 04 bei Bayer 04 Leverkusen nicht zum Remis

Klaas-Jan Huntelaar (r.) stand erstmals seit dem 13. Mai 2017 wieder in der Startaufstellung des FC Schalke 04 - und traf direkt wieder!
Klaas-Jan Huntelaar (r.) stand erstmals seit dem 13. Mai 2017 wieder in der Startaufstellung des FC Schalke 04 - und traf direkt wieder!  © dpa/Federico Gambarini/dpa POOL

In der Anfangsphase verpasste Huntelaar bei der ersten großen Torchance des West-Duells die frühe Führung (11.), als er nach einer Aydin-Flanke aus kurzer Distanz knapp über das Tor von Lukas Hradecky köpfte, der nach überstandener Verletzung wieder ins Bayer-Team gerückt war.

Huntelaar, der zuvor von 2010 bis 2017 für die Königsblauen viele Tore geschossen hatte, war gut in das Spiel seines Teams integriert, doch die Angriffe des Revierklubs führten kaum zu Abschlüssen.

Bei Leverkusen war ein positiver Trainer-Effekt zunächst nicht zu beobachten. Der Tabellen-Sechste hatte viel Ballbesitz und war insgesamt überlegen, doch blieb wie die Gäste in der Offensive anfangs harmlos.

Ein Glanzpunkt war dann jedoch das 1:0, das die Hausherren fein herausspielten: Kapitän Charles Aránguiz verlagerte von rechts nach links, dort setzte sich Kerem Demirbay durch und passte in die Mitte, wo Alario den Ball ins Tor drückte. Mit dieser Aktion konnte Trainer Wolf - im roten Kapuzenpullover stets engagiert in der Zone unterwegs - zufrieden sein. Nicht gefallen konnte dem 39-Jährigen, dass die Gäste im Laufe des Spiels immer besser wurden und Hoffnung schöpfen durften.

"Weiter, weiter, Druck, Druck!", rief Grammozis von der Seitenlinie. Das 2:0 durch Schick knapp 20 Minuten vor dem Ende wirkte wie die Entscheidung, doch Huntelaars später Treffer nach schöner Kombination sorgte noch einmal für Spannung. Mehr war für das Liga-Schlusslicht am Ende aber nicht drin.

Klaas-Jan Huntelaar (r.) zieht ab und trifft zum 1:2-Anschlusstreffer, der letztlich wertlos blieb.
Klaas-Jan Huntelaar (r.) zieht ab und trifft zum 1:2-Anschlusstreffer, der letztlich wertlos blieb.  © Federico Gambarini/dpa Pool/dpa

Titelfoto: dpa/Federico Gambarini/dpa POOL

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