Ausgerechnet Witsel! BVB holt sich in St. Petersburg dreckigen Sieg nach Rückstand

Dortmund/St. Petersburg - Es war ein müder Kick, doch der BVB kämpfte sich zum Auswärtssieg! Borussia Dortmund hat am 6. Spieltag der Champions League mit 2:1 (0:1) bei Zenit St. Petersburg gewonnen.

BVB-Keeper Marwin Hitz (2.v.l.) musste nur selten eingreifen.
BVB-Keeper Marwin Hitz (2.v.l.) musste nur selten eingreifen.  © Dmitri Lovetsky/AP/dpa

Die Tore in der mit gut 15.000 Zuschauern besetzten Gazprom Arena erzielten Sebastian Driussi zum 1:0 für Zenit (16. Minute), Lukasz Piszczek zum 1:1 (68.) und Axel Witsel zum 2:1 für Dortmund (78.).

BVB-Coach Lucien Favre wechselte nach dem 1:1 in der Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt gleich sechs Mal. Nur Mats Hummels, Emre Can, Nico Schulz, Axel Witsel und Julian Brandt standen erneut in der Startelf.

Zenits Trainer Sergey Semak tauschte nach dem 5:1-Kantersieg in der Premier Liga gegen Ural Jekaterinburg viermal aus. Mikhail Kerzhakov, Danila Prokhin, Daler Kuzyaev und Wilmar Barrios ersetzten Andrey Lunev, Yuri Zhirkov, Artem Dzyuba (alle Bank) und Dmitri Chistyakov.

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Die Partie begann munter. Beide Teams suchten die Offensive, kamen in der Anfangsphase aber trotz guter Ansätze noch nicht entscheidend durch.

Bis Dortmund sich nach einem Einwurf vernaschen ließ. St. Petersburg verlagerte das Geschehen auf die rechte Seite, wo sich Aleksey Sutormin durchtankte und in der Mitte Driussi bediente, der die Kugel direkt nahm. Hummels fälschte sie entscheidend ab und so schlug sie in der rechten unteren Ecke ein - 1:0 für die Hausherren (16.).

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BVB-Abwehrchef Mats Hummels (l.) im Duell mit Zenit-Stürmer Sardar Azmoun.
BVB-Abwehrchef Mats Hummels (l.) im Duell mit Zenit-Stürmer Sardar Azmoun.  © Dmitri Lovetsky/AP/dpa

Die Borussia zeigte sich jedoch nicht geschockt. Thorgan Hazard zog ab, doch Kerzhakov lenkte seinen Schuss zur Ecke ab (19.).

Anschließend taten sich die Schwarz-Gelben - ganz wie beim 2:0-Sieg im Hinspiel - aber sehr schwer mit dem tiefstehenden Kontrahenten, weshalb es nur wenige Highlights in dieser einschläfernden Begegnung zu bestaunen gab.

Dem BVB fehlten Tempo und Lösungsansätze im letzten Drittel. Dennoch kamen die Gäste noch zu zwei Gelegenheiten.

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Erst köpfte Jude Bellingham eine Flanke von Nico Schulz aufs Tor (43.), dann schlenzte Marco Reus das Leder wenige Sekunden vor der Pause an den rechten Pfosten - Pech für Dortmund (45.).

Direkt nach Anpfiff des zweiten Durchgangs musste BVB-Keeper Marwin Hitz einen Schuss von Kuzyaev entschärfen (47.).

Auf der anderen Seite bekam die Borussia keine Tiefe ins Spiel und schaffte es nur selten, die St. Petersburger Abwehr zu beschäftigen. Der verletzte Erling Haaland bzw. ein waschechter Mittelstürmer fehlte an allen Ecken und Enden.

Lukasz Piszczek und Axel Witsel drehen die Partie für Borussia Dortmund

Riesenjubel beim BVB! Lukasz Piszczek (l.) traf aus dem Nichts zum 1:1-Ausgleich, zehn Minuten später schoss Axel Witsel (hinten-links) Dortmund zum Auswärtssieg.
Riesenjubel beim BVB! Lukasz Piszczek (l.) traf aus dem Nichts zum 1:1-Ausgleich, zehn Minuten später schoss Axel Witsel (hinten-links) Dortmund zum Auswärtssieg.  © Dmitri Lovetsky/AP/dpa

Den brachte Favre dann mit Youssoufa Moukoko, der mit 16 Jahren und 18 Tagen zum jüngsten Champions-League-Debütanten aller Zeiten aufstieg. Zwar war die Begegnung auch in der Folge statisch, doch die Gäste kamen zum Ausgleich.

Zenit konnte eine Ecke nicht aus der Gefahrenzone befördern, Reus bediente Hummels, der an Kerzhakov scheiterte, doch Piszczek schaltete am schnellsten und drückte den Ball über die Linie - 1:1 (68.)! Dabei sollte es nicht bleiben.

Als Witsel nicht angriffen wurde, zog der frühere Zenit-Spieler einfach mal aus 18 Metern ab - und traf in die linke untere Ecke - Spiel gedreht, 2:1 für die Borussia (78.)!

Anschließend versuchten die Hausherren, noch einmal zurückzukommen. Das gelang ihnen jedoch nicht und so feierten die Schwarz-Gelben nicht nur den Auswärtsdreier, sondern obendrein noch den Gruppensieg.

Für den BVB geht es am Samstag (15.30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart weiter, während Zenit am kommenden Sonntag (17 Uhr) Dynamo Moskau empfängt.

Titelfoto: Dmitri Lovetsky/AP/dpa

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