BVB in der nächsten Krise: Ist Terzic schon gescheitert? Zorc mit klaren Worten

Dortmund - Dunkle Wolken im schwarz-gelben Kosmos! Nach der 2:4-Schlappe gegen Borussia Mönchengladbach am Freitag ist man bei Borussia Dortmund nun endgültig auf dem harten Boden der Bundesliga-Realität gelandet. Stimmen werden laut, dass (auch) Trainer Edin Terzic (38) keine Antwort auf den wohl launigsten Kader der Liga hat. Nun äußert sich BVB-Sportdirektor Michael Zorc (58) zu dessen Personalie.

BVB-Trainer Edin Terzic (38) ist momentan in keiner einfachen Lage. Die Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach lässt langsam auch Kritik an seiner Arbeit laut werden.
BVB-Trainer Edin Terzic (38) ist momentan in keiner einfachen Lage. Die Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach lässt langsam auch Kritik an seiner Arbeit laut werden.  © Martin Meissner/POOL AP/dpa

Ist die Wirkung des Trainerwechsels etwa schon verpufft? Borussia Dortmund ist nach der Niederlage bei den Fohlen auf Platz sieben der Tabelle abgerutscht.

Sechs Wochen sowie acht Pflichtspiele nach dessen Installation zum Cheftrainer, bekommt Edin Terzic das erste Mal das knallharte Business Bundesliga zu spüren. Ist der 38-Jährige etwa schon gescheitert?

Geht es nach BVB-Sportdirektor Michael Zorc nicht. "Edin hat viele richtige Dinge angestoßen. Wir werden den Weg weiter mit ihm gehen", lautet die glasklare Aussage des 58-Jährigen in der Bild am Sonntag.

Doch der noch junge Coach der Borussen muss sich die Kritik gefallen lassen, dass die eigentliche Veränderung, die ein Trainerwechsel mit sich bringen soll, nicht wirklich aufgegangen ist.

Vielmehr offenbarte die Pleite einmal mehr längst bekannte Mängel im Spiel des amtierenden Vizemeisters. Mängel, welche unter Terzic-Vorgänger Lucien Favre (63) bereits deutlich sichtbar waren und letztlich auch ein Grund für dessen Entlassungen gewesen sind.

Borussia Dortmund hat genug Erfahrung auf dem Platz

Michael Zorc (58), Sportlicher Leiter von Borussia Dortmund, stellt sich hinter seinen Trainer.
Michael Zorc (58), Sportlicher Leiter von Borussia Dortmund, stellt sich hinter seinen Trainer.  © Friso Gentsch/dpa

Zehn Punkte aus sieben Partien in der Liga sind für den Anspruch und die eigentlich gesetzten Ziele des achtmaligen Meisters im Grunde viel zu wenig.

Viel schlimmer: das Problem, nur gegen die sogenannten "Kleinen" der Liga Punkte liegen zu lassen und gegen direkte Konkurrenten meist voll da zu sein, sind nach den Niederlagen gegen Bayer 04 Leverkusen und zuletzt eben Mönchengladbach ebenso entkräftet.

Hinzu kommt, dass der BVB gemessen an der Altersstruktur nur schwer als ein "junges" Team gelten darf.

Zwar laufen mit Spielern wie Erling Haaland (20), Jadon Sancho (20), Giovanni Reyna (18) oder Jude Bellingham (17) regelmäßig Jungspunde aufs Feld, allerdings tun sie dies an der Seite von unter anderem Mats Hummels (32), Marco Reus (31), Emre Can (27) oder Raphaël Guerreiro (27).

Die Frage, die man sich in Dortmund also zwangsläufig stellen muss: Ist es der Kader und die Qualität, die nicht genug sind, oder liegt es, unter Berücksichtigung der derzeitigen Umstände, eben (erneut) am Trainer?

Der BVB-Kader hat laut Michael Zorc kein Mentalitätsproblem

Michael Zorc sagte unter der Woche, er halte es "für eine Frechheit", bei einem Team über mangelnde Qualität und Mentalität zu sprechen, welches "in den letzten zwei Jahren relativ deutlich Vizemeister geworden" sei.

Allerdings rückt dies dann automatisch wieder das Trainerteam in den Fokus.

Wichtig sei für Zorc indes nur eines: die Qualifikation für die UEFA Champions League. Dies stünde "über allem", so der gebürtige Dortmunder weiter.

Stand jetzt, ein hartes Stück Arbeit.

Titelfoto: Martin Meissner/POOL AP/dpa, Friso Gentsch/dpa

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