Champions League adé? André Silva köpft Eintracht Frankfurt zum Sieg beim BVB

Dortmund - Der Frankfurter Champions-League-Traum lebt weiter! Mit 2:1 (1:1) setzte sich Eintracht Frankfurt am 27. Bundesliga-Spieltag bei Borussia Dortmund durch und vergrößerte den Vorsprung auf die Schwarz-Gelben nun auf satte sieben Zähler.

Eintracht Frankfurts Torhüter Kevin Trapp (r.) schnappt sich den Ball vor Borussia Dortmunds Kapitän Marco Reus (2.v.l.).
Eintracht Frankfurts Torhüter Kevin Trapp (r.) schnappt sich den Ball vor Borussia Dortmunds Kapitän Marco Reus (2.v.l.).  © Martin Meissner/POOL AP/dpa

Vor leeren Rängen im Signal Iduna Park brachte Nico Schulz die Frankfurter per Eigentor mit 1:0 in Führung (11./ET), ehe Mats Hummels kurz vor der Pause zum 1:1 ausglich (45.). André Silva stellte wenige Minuten vor dem Abpfiff auf 2:1 für die Eintracht (87.).

Im Vergleich zum fulminanten 5:2-Erfolg gegen den 1. FC Union Berlin brachte SGE-Coach Adi Hütter drei Neue für die Anfangsformation: Makoto Hasebe (Gelbsperre), Aymen Barkok und Daichi Kamada wurden von Tuta, Amin Younes und Erik Durm ersetzt.

BVB-Coach Edin Terzic verbannte nach dem 2:2-Last-Minute-Remis beim 1. FC Köln Thomas Meunier, Mahmoud Dahoud, Julian Brandt und Giovanni Reyna auf die Bank und ließ stattdessen Manuel Akanji, Thomas Delaney sowie die Verletzungs-Rückkehrer Marco Reus und Raphael Guerreiro von Beginn an ran.

Vom Anpfiff weg übernahmen die Borussen die Kontrolle über das Spielgeschehen, was sich zunächst jedoch noch nicht in nennenswerte Torchancen ummünzte. Deutlich konsequenter - wenn auch dank einiger Schützenhilfe - präsentierten sich die Gäste vom Main.

Auf links preschte Filip Kostic bis zur Grundlinie durch und feuerte eine Flanke in den Fünfmeterraum. Bedrängt von André Silva setzte Schulz die Pille per Kopf schließlich unglücklich per Bogenlampe über Keeper Marwin Hitz in die eigenen Maschen (11.).

Die Startelf von Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt startet mit Doppelspitze bei Borussia Dortmund

Eintracht Frankfurt geht durch Eigentor von Nico Schulz in Führung, BVB gleicht durch Mats Hummels aus

Die Spieler von Eintracht Frankfurt jubeln nach dem Eigentor von Borussia Dortmunds Nico Schulz zum zwischenzeitlichen 1:0 für die Hessen.
Die Spieler von Eintracht Frankfurt jubeln nach dem Eigentor von Borussia Dortmunds Nico Schulz zum zwischenzeitlichen 1:0 für die Hessen.  © Lars Baron/Pool Getty/dpa

Davon wollten sich die Hausherren jedoch nicht allzu sehr beeinflussen lassen. Und um ein Haar hätte Erling Haaland für den Ausgleich gesorgt. Zunächst setzte die Dortmunder Tormaschine einen Schuss nach Vorarbeit von Guerreiro knapp am langen Pfosten vorbei (21.).

Wenig später schaffte es der Norweger nach feinem Zuspiel von Thorgan Hazard nicht, das Spielgerät an Kevin Trapp vorbei ins Tor zu spitzeln (25.). Davon abgesehen machten sich die Adlerträger gut darin, die Spielfreude des BVB auf kleiner Flamme zu halten.

Kurz vor der Pause gab es dann doch noch etwas Erleichterung für die Schwarz-Gelben: Nach einem Eckball von Kapitän Reus legte Emre Can das Spielgerät zunächst per Brust vor die Füße von Hummels, der die Pille schließlich gedankenschnell mit einem Drehschuss irgendwie an Trapp vorbeidrückte (45.) - nicht schön aber wichtig für den BVB!

Mit dem durchaus leistungsgerechten 1:1-Remis schickte Schiedsrichter Manuel Gräfe die Teams schließlich in die Pause.

Das erste kleine Ausrufezeichen im zweiten Spielabschnitt setzte Frankfurts Flügelflitzer Kostic: Der Serbe tankte sich durch die halbe gegnerische Defensive und setzte aus dem Lauf einen flachen Schuss knapp am rechten Pfosten vorbei (52.).

Marco Reus (l.), Thomas Delaney (2.v.l.) und Emre Can (r.) von Borussia Dortmund bejubeln den Treffer von Teamkollege Mats Hummels zum 1:1 gegen Eintracht Frankfurt.
Marco Reus (l.), Thomas Delaney (2.v.l.) und Emre Can (r.) von Borussia Dortmund bejubeln den Treffer von Teamkollege Mats Hummels zum 1:1 gegen Eintracht Frankfurt.  © Martin Meissner/POOL AP/dpa

Borussia Dortmund drängt auf die Führung, André Silva bringt Eintracht Frankfurt jedoch in Front

Borussia Dortmunds Erling Haaland (r.) im Zweikampf mit Sebastian Rode (l.) und Stefan Ilsanker von Eintracht Frankfurt.
Borussia Dortmunds Erling Haaland (r.) im Zweikampf mit Sebastian Rode (l.) und Stefan Ilsanker von Eintracht Frankfurt.  © Martin Meissner/POOL AP/dpa

In der Folge setzte der Ballspiel-Verein zum Powerplay an und schnürte das Team vom Riederwald weitestgehend um den eigenen Sechzehner herum ein. Dennoch waren es die Hessen, die den Jubelschrei anlässlich einer möglichen Führung kurzzeitig auf den Lippen hatten.

Der Video Assistant Referee (VAR) entdeckte jedoch, dass Stefan Ilsanker vor seinem wuchtigen Kopfball in die Maschen hauchzart im Abseits gestanden hatte (65.). Und was war eigentlich mit den Top-Stürmern Haaland und Silva? Die vergaben in der Folge jeweils eine hochkarätige Gelegenheit und ließen es noch an Präzision mangeln.

Terzic suchte in der Schlussphase sein Heil in der Offensive, während sich die SGE wieder besser auf den Kontrahenten eingestellt zu haben schien. Und tatsächlich landeten die Gäste auch noch den Lucky Punch: Zunächst setzte sich Luka Jovic stark gegen Akanji durch.

Einen vermeintlich geklärt geglaubten Ball schnappte sich schließlich Kostic, der butterweich auf den einköpfbereiten Silva auflegte. Der Portugiese gab sich schließlich keine Blöße und netzte aus Nahdistanz wuchtig mit der Stirn zur 2:1-Führung ein (87.). Bei diesem Auswärtscoup der Frankfurter blieb es am Ende.

Am 28. Bundesliga-Spieltag empfängt die Eintracht am Samstag (10. April, 15.30 Uhr) den direkten Tabellennachbarn VfL Wolfsburg, während der BVB bereits am Dienstag (6. April, 21 Uhr) im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League bei Manchester City gefordert ist. Am Samstagabend (10. April, 18.30 Uhr) steht in der Liga dann das Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart an.

Borussia Dortmunds Erling Haaland war nach der Niederlage gegen Eintracht Frankfurt sichtlich bedient.
Borussia Dortmunds Erling Haaland war nach der Niederlage gegen Eintracht Frankfurt sichtlich bedient.  © Martin Meissner/POOL AP/dpa

Titelfoto: Lars Baron/Pool Getty/dpa

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