Bundesliga-Star Raffael stand kurz vor BVB-Wechsel: Deshalb kam es nie dazu

Dortmund - Raffael (35) wäre vor drei Jahren fast bei Borussia Dortmund gelandet! Das gab der langjährige Bundesliga-Spieler nun erstmals bekannt.

Raffael hatte die beste Zeit seiner Karriere bei Borussia Mönchengladbach. Fast wäre er 2017 allerdings zum BVB gewechselt.
Raffael hatte die beste Zeit seiner Karriere bei Borussia Mönchengladbach. Fast wäre er 2017 allerdings zum BVB gewechselt.  © Marius Becker/dpa

In einem Interview mit der "Rheinischen Post" erklärte der Edeltechniker: "Darüber habe ich noch nie gesprochen. Tatsächlich ist der BVB der einzige Verein, bei dem ich mir vorstellen konnte, dass ich da mal spiele, ansonsten gab es in Deutschland für mich nur Gladbach", so der Brasilianer.

Er führte weiter aus: "Und vor drei Jahren haben wir auch miteinander gesprochen." Damals wurde der heutige Coach von Bayer 04 Leverkusen, Peter Bosz, der neue Trainer der Schwarz-Gelben.

Eine Hürde konnten die verhandelnden Parteien allerdings nicht überwinden, weshalb sich ein Transfer zerschlug: "Das Problem war aber, dass wir uns nicht über die Vertragslaufzeit einigen konnten."

Also ging es für den vielseitigen Angreifer bei Borussia Mönchengladbach weiter: "Ich habe dann bei Borussia verlängert, was mich auch sehr glücklich gemacht hat."

Dort wurde sein zum 30. Juni auslaufender Vertrag nach sieben Jahren und 201 Einsätzen (71 Tore, 35 Vorlagen) aber nicht mehr verlängert.

Wechselt Raffael nach Brasilien und spielt mit Salomon Kalou und Keisuke Honda zusammen?

Edeltechniker Raffael (M.) war bei Borussia Mönchengladbach jahrelang im Sturm gesetzt.
Edeltechniker Raffael (M.) war bei Borussia Mönchengladbach jahrelang im Sturm gesetzt.  © Peter Steffen/dpa

Wie es nun weitergeht, weiß Raffael noch nicht. 

Denn er will verständlicherweise nicht lange von seiner Familie getrennt sein, die am Niederrhein lebt: "Das kann ich nur sehr schwer. Höchstens für eine kurze Dauer. In Brasilien geht die Saison nur noch bis Dezember, wenn alles klappt wegen Corona. Das wäre möglich, dass ich dann nach einem halben Jahr wieder zurückkomme", hält er sich die Möglichkeit offen, in die Heimat zurückzukehren. 

Er habe Angebote von Botafogo Rio de Janeiro, wo er mit Salomon Kalou und Keisuke Honda zusammenspielen könnte, von Club Athletico Paranaense und vom Ceará Sporting Club vorliegen.

Er wird also offensichtlich weiterspielen. Vor seiner Zeit in Gladbach, für die er "so dankbar" ist, weil hier  "einfach alles super" für ihn lief und er "auf die schönste Zeit" seine Karriere zurückblicken könne, kickte er auch für Hertha BSC (163 Einsätze, 39 Tore, 32 Vorlagen).

Die Alte Dame hatte ihn beim FC Zürich (105 Spiele, 53 Tore, 21 Vorlagen) entdeckt und erstmals in die Bundesliga geholt. Ausgebildet wurde Raffael aber in seiner brasilianischen Heimat beim Esporte Clube Vitória, ehe er vom Clube Atlético Juventus in die Schweiz zum FC Chiasso (52 Partien, 21 Treffer) ging. Nach seinen vier Jahren in Berlin spielte er noch für Dynamo Kiew (13 Einsätze, ein Tor, drei Vorlagen) und den FC Schalke 04 (16 Spiele, zwei Tore, fünf Assists).

Titelfoto: Peter Steffen/dpa

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