BVB an Stuttgarter Edeljuwel dran! Holt Dortmund einen Flügelflitzer vom VfB?

Dortmund/Stuttgart - Schnappt sich der BVB ein Top-Talent des VfB Stuttgart? Borussia Dortmund soll Interesse an Flügelflitzer Tanguy Coulibaly (19) haben.

Tanguy Coulibaly (19, M.) hat in dieser Saison den Durchbruch beim VfB Stuttgart geschafft.
Tanguy Coulibaly (19, M.) hat in dieser Saison den Durchbruch beim VfB Stuttgart geschafft.  © Carmen Jaspersen/dpa

Das berichten das französische Magazin France Football und die Website Fußballtransfers. Für den Fall, dass Jadon Sancho (20) die Schwarz-Gelben im Sommer verlassen sollte, suchen die Verantwortlichen Ersatz.

Der könnte dem Vernehmen nach Coulibaly sein, der beim 5:1-Auswärtssieg der Schwaben am 12. Dezember in Dortmund nachhaltig auf sich aufmerksam machte.

Die Borussen-Verteidiger bekamen den spielfreudigen Dribbler überhaupt nicht in den Griff. Beim 4:1 ließ er gleich mehrere BVB-Abwehrspieler bei seinem grandiosen Solo ganz alt aussehen und erzielte dann noch sein zweites Saisontor.

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Coulibalys starker Auftritt und sein gewaltiges Potenzial machen ihn auch für eine Spitzenmannschaft wie die Schwarz-Gelben interessant. Denn er spielte schon in der Jugend auf hohem Niveau und fiel dort auf. Der Linksaußen schloss sich früh dem französischen Serienmeister FC Paris Saint-Germain an und kickte hier mit mehreren Ausnahmetalenten zusammen.

Am 19. Februar 2019 machte er jedoch an der Seite der heutigen PSG-Profis Timothee Pembele (18), Kays Ruiz-Atil (18), AS-Saint-Étienne-Dribbler Adil Aouchiche (18), Bayern-Abwehrmann Tanguy Nianzou (18) und RC-Lens-Mittelstürmer Arnaud Kalimuendo (18) eine unliebsame Erfahrung mit einer deutschen Mannschaft: Paris verlor in der Youth-League-Zwischenrunde überraschend mit 1:2 bei der A-Jugend von Hertha BSC.

Tanguy Coulibaly (19) spielte in der Jugend vom FC Paris Saint-Germain (hier in der U19) mit vielen Ausnahmetalenten zusammen.
Tanguy Coulibaly (19) spielte in der Jugend vom FC Paris Saint-Germain (hier in der U19) mit vielen Ausnahmetalenten zusammen.  © Stefan Bröhl

Tanguy Coulibaly hat vielversprechende Anlagen

Tanguy Coulibaly (19, vorne, 2.v.l.) spielte beim 5:1-Auswärtssieg des VfB in Dortmund groß auf.
Tanguy Coulibaly (19, vorne, 2.v.l.) spielte beim 5:1-Auswärtssieg des VfB in Dortmund groß auf.  © Bernd Thissen/dpa

Im Starensemble vom damaligen Coach Thomas Tuchel (47) sah Coulibaly aber nur wenig Chancen auf regelmäßige Einsätze und schloss sich deshalb ablösefrei dem VfB an, mit dem er direkt in die 1. Bundesliga aufstieg.

Er tat sich aber noch schwer mit dem neuen Land, der anderen Kultur und dem deutlich intensiveren Männerfußball, der gerade in der 2. Bundesliga oft von Kampf geprägt ist. So kam er lediglich zu zwei Kurzeinsätzen bei den Profis, weshalb ihm der Durchbruch nicht unbedingt zugetraut wurde.

Doch Coulibaly gelang es, den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen. Nun hat er sich nicht nur akklimatisiert - er kam seit dem 2. Spieltag in jeder Partie zum Einsatz, regelmäßig auch von Beginn an.

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Er begeistert mit seiner frechen Spielweise im Eins-gegen-Eins, engen Ballführung, starken Technik, seinen überraschenden Aktionen, seinem Tempo und Zug zum Tor. Noch fehlt ihm allerdings ein wenig die Konstanz und Balance, auch defensiv muss er sich noch steigern. Die Anlagen dafür hat er aber allemal.

Deshalb darf man das Interesse des BVB durchaus ernst nehmen. Auch wenn Coulibaly nicht unbedingt der naheliegendste Ersatz für Sancho ist, wäre das ein typischer Dortmund-Transfer, der sich als klug erweisen könnte. Dafür müsste die Borussia aber vermutlich eine Millionenablöse zahlen, denn der Flügelflitzer steht in Stuttgart noch bis zum 30. Juni 2023 unter Vertrag.

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

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