BVB begeistert gegen Schalke vor Geisterkulisse wegen "einem kleinen Vorteil"

Dortmund - Was für ein starker Auftritt des BVB! Gegen den FC Schalke 04 demonstrierte Borussia Dortmund trotz einiger schmerzhafter Ausfälle seine außergewöhnliche Klasse.

Borussia Dortmund feierte den klaren Derbysieg vor der leeren Südtribüne.
Borussia Dortmund feierte den klaren Derbysieg vor der leeren Südtribüne.  © Martin Meissner/AP-Pool/dpa

Einer der besten Spieler der Hausherren nannte einen Grund, warum die Schwarz-Gelben am Ende deutlich und ungefährdet mit 4:0 gewannen (TAG24 berichtete).

"Wir hatten einen kleinen Vorteil: wir haben das schon mal erlebt, diese Stille im Stadion", sagte der überragende Julian Brandt am "Sky"-Mikrofon nach der Begegnung.

Er spielte damit auf das Geisterspiel im Champions-League-Achtelfinalrückspiel beim FC Paris Saint-Germain an, das der BVB nach emotionsloser Leistung am 11. März mit 0:2 verlor.

Offenbar haben die Akteure ihre Lehren daraus gezogen. Sie kontrollierten die Partie von Beginn an und ließen im Vergleich zu anderen Spielen defensiv fast nichts anbrennen. Schalke hatte lediglich eine gute Torchance vor der Pause. 

Nach dem Treffer zum 4:0 plätscherte die Partie allerdings (fast) nur noch vor sich hin. Doch auch hierfür hatte Brandt eine Erklärung: "Die Kräfte haben nachgelassen", so der deutsche Nationalspieler, der zwei Treffer direkt vorbereitete und die anderen beiden Tore entscheidend mit einleitete.

Dass beide Teams nach der mehr als holprigen Vorbereitung und mit nur wenigen Tagen "richtigem" Mannschaftstraining nicht mehr zulegen konnten, verwunderte dabei nicht.

Borussia Dortmund feierte gegen den FC Schalke 04 den höchsten Derbysieg seit 1966

Julian Brandt (M.) machte ein überragendes Spiel. Nahezu jeder Angriff lief über ihn, an allen vier Toren war er direkt beteiligt.
Julian Brandt (M.) machte ein überragendes Spiel. Nahezu jeder Angriff lief über ihn, an allen vier Toren war er direkt beteiligt.  © Martin Meissner/AP-Pool/dpa

Doch gerade vor diesem Hintergrund beeindruckte die selten gesehene Dortmunder Effizienz in Verbindung mit der defensiven Stabilität umso mehr.

Schalke agierte hingegen zu fehlerhaft und fahrig, was vom BVB mehrfach bitter mit blitzschnellen und spielerisch hochwertigen Angriffen bestraft wurde.

So gab auch Brandt an, "Spaß gehabt" zu haben, obwohl man nicht wie gewohnt miteinander jubeln konnte: "Es ist schon schwer. Es ist halt momentan so", verschwendete der frühere Wolfsburger aber nicht allzu viele Gedanken daran.

In die Lobeshymnen stieg er aber nur bedingt ein: "Wir haben es gut gemacht. Wir hätten in der zweiten Halbzeit versuchen müssen, das Niveau noch höher zu halten." Für das erste Spiel sei es aber in Ordnung gewesen, erklärte er zurückhaltend.

Klartext sprach Schalkes Daniel Caligiuri, der zugab: "Wir haben keinen richtigen Zugriff bekommen. Die Freiräume waren zu groß. Es war dann schwer, zurückzukommen."

So erspielte sich die Borussia ganz nebenbei den höchsten Derbyerfolg seit 1966 und feierte darüber hinaus auch noch den 800. Bundesliga-Sieg der Vereinsgeschichte. Für Dortmund war es also trotz der merkwürdigen Begleitumstände ein beinahe rundum gelungener Samstag.

Titelfoto: Martin Meissner/AP-Pool/dpa

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