BVB beim FC Sevilla nur Außenseiter: Ist der spanische Top-Klub eine Nummer zu groß?

Dortmund/Sevilla - Das wird eine harte Nuss für den taumelnden BVB! Borussia Dortmund muss am Mittwochabend (21 Uhr) im Champions-League-Achtelfinal-Hinspiel beim formstarken FC Sevilla antreten.

Der Ex-Schalker Ivan Rakitic (32, l.) ist unumstrittener Führungsspieler und Leistungsträger des FC Sevilla.
Der Ex-Schalker Ivan Rakitic (32, l.) ist unumstrittener Führungsspieler und Leistungsträger des FC Sevilla.  © Toby Melville/PA Wire/dpa

Die Schwarz-Gelben gehen als klarer Außenseiter in die Partie im Stadion Ramon Sanchez Pizjuan. Denn Sevilla hat die vergangenen neun Begegnungen allesamt gewonnen und bekam in sieben Duellen in Folge kein einziges Gegentor mehr!

Letztmals musste Stammkeeper Bono (29) am 19. Januar beim 2:1-Auswärtssieg bei Deportivo Alaves hinter sich greifen. Das spricht für die überragende Abwehrarbeit, die das Team von Trainer Julen Lopetegui (54) leistet.

Die Innenverteidigung um den französischen U21-Nationalspieler Jules Kounde (22) und Diego Carlos (27), der sich mit seinen Leistungen in den Fokus der brasilianischen Selecao spielte, steht felsenfest.

Auch die erfahrenen Außenverteidiger Aleix Vidal (31, rechts) und der nach einer Ellenbogenverletzung wieder genesene Ex-Schalker Sergio Escudero (31, links) halten dicht und machen offensiv Betrieb. Rechts kann auch der Kapitän und spanische Welt- sowie Europameister Jesus Navas (35) jederzeit auflaufen, auf der anderen Seite der frühere Herthaner Karim Rekik (26), der gelernter Innenverteidiger ist.

Im zentralen Mittelfeld hält Joan Jordan (26) mit Fernando Reges (33) oder Oliver Torres (26) dem Spieldenker Ivan Rakitic (32) den Rücken frei. Der frühere Akteur des FC Schalke 04 kommt in der laufenden Saison auf 31 Einsätze, erzielte fünf Tore und gab drei Vorlagen. Auf den Ex-Kicker des FC Barcelona muss der BVB besonders aufpassen.

Mittelstürmer Youssef En-Nesyri (23, l.), Innenverteidiger Jules Kounde (22, v.-M.) und Mittelfeldlenker Ivan Rakitic (32, r.) sind drei tragende Säulen im Spiel des FC Sevilla.
Mittelstürmer Youssef En-Nesyri (23, l.), Innenverteidiger Jules Kounde (22, v.-M.) und Mittelfeldlenker Ivan Rakitic (32, r.) sind drei tragende Säulen im Spiel des FC Sevilla.  © Angel Fernandez/AP/dpa

Der FC Sevilla schonte gegen SD Huesca viele Leistungsträger und gewann dennoch

Highlight-Video vom Copa-del-Rey-Sieg des FC Sevilla gegen den FC Barcelona

Borussia Dortmund muss beim FC Sevilla ein ganz anderes Gesicht zeigen

Youssef En-Nesyri (23, r.) ist mit 17 Treffern in 33 Einsätzen der beste Torschütze des FC Sevilla.
Youssef En-Nesyri (23, r.) ist mit 17 Treffern in 33 Einsätzen der beste Torschütze des FC Sevilla.  © Bernd Thissen/dpa

Doch auch die Flügelspieler haben es in sich. Auf der rechten Seite wetzt aktuell Suso (27) die Linie auf uns ab, links ist Winter-Neuzugang Papu Gomez (32, von Atalanta Bergamo) nach der Knöchelverletzung von Lucas Ocampos (26) gesetzt.

Mit Munir El Haddadi (25) hat Sevilla zudem einen Klassemann in der Hinterhand, der aber auch im Angriffszentrum eingesetzt werden kann.

Dort hat Lopetegui ohnehin die Qual der Wahl. Hier ist der marokkanische Nationalspieler Youssef En-Nesyri (23) gesetzt, der in dieser Saison in 33 Einsätzen 17 Mal traf. Der frühere Gladbacher Luuk de Jong (30) hat momentan das Nachsehen.

Das hatte vor einer Woche auch Barca. Im Halbfinal-Hinspiel der Copa del Rey gewann Sevilla verdient mit 2:0 und verdammte Superstar Lionel Messi (33) zur Wirkungslosigkeit.

Der BVB hat deshalb nur eine Chance, wenn er ganz anders als in den zurückliegenden Wochen auftritt: Defensiv muss man sicher stehen, die Fehler minimieren, im Mittelfeld die Räume eng machen und unnötige Risiken vermeiden, in der Offensive mehr Durchschlagskraft entwickeln und Erling Haaland (20) besser einsetzen.

Gelingt das nicht und spielt Dortmund ähnlich wie beim 2:2 gegen die TSG 1899 Hoffenheim, beim 1:2 beim SC Freiburg oder beim 3:2-Zittersieg im DFB-Pokal nach Verlängerung gegen den SC Paderborn 07, dann hat die Mannschaft von Trainer Edin Terzic (38) wahrscheinlich keine Chance beim LaLiga-Tabellenvierten.

Titelfoto: Angel Fernandez/AP/dpa

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