BVB-Aus für Favre wohl besiegelt: Bosse arbeiten an diesen drei Alternativen!

Dortmund - Keine Liebe. Die Beziehung zwischen Borussia Dortmund und Trainer Lucien Favre (62) wird wohl als eine Art "Zweck-Ehe Plus" in die schwarz-gelben Geschichtsbücher eingehen. Die Entscheidung über die Zukunft des Schweizers soll intern bereits gefallen sein.

Lucien Favre (62) gilt als ausgebuffter Taktik-Fuchs. Trotzdem wurden die Dortmunder nie warm mit ihm.
Lucien Favre (62) gilt als ausgebuffter Taktik-Fuchs. Trotzdem wurden die Dortmunder nie warm mit ihm.  © Bernd Thissen/dpa

Es ist nach wie vor ein schweres Erbe und höchstwahrscheinlich wird wohl kein Trainer dieser Welt die Sympathien des Dortmunder Anhangs sowie die der BVB-Bosse so für sich gewinnen können wie Jürgen Klopp. Egal, wie erfolgreich, der lange Schatten des heutigen Liverpool-Trainers liegt noch immer über dem Signal Iduna Park.

Und so viel Mühe man sich auch gibt, das mit Favre und Dortmund, es bleibt eine knirschende Bindung.

Nach Informationen der Sport Bild arbeitet man hinter den Kulissen bereits an der Nachfolge des 62-Jährigen. Da helfen öffentliche und auch um der Ruhe willen lieb gemeinte Liebesbekundungen in Richtung des 2018 verpflichteten Schweizers nichts.

Dabei war das 100. Pflichtspiel Favres an der Seitenlinie der Borussen eines, welches symptomatischer nicht hätte sein können. 

Im strömenden Regen rang das Team Zenit St. Petersburg letztlich glanzlos mit 2:0 nieder. Es sind Spiele wie diese, die den Verantwortlichen scheinbar die Vision nehmen, dass man den letzten großen Schritt mit Favre gehen kann - national wie auch international.

Es war nicht schön, es reichte eben letztlich. 

Und doch wird man einmal mehr das Gefühl nicht los: So hochtalentiert und -dekoriert der Kader auch sein mag, da wo die Fleischtöpfe am besten schmecken, wird man der ganz großen Musik wohl (einmal mehr) hinterherlaufen.

Borussia Dortmund: Lucien Favre mit bester Punkte-Ausbeute nach Thomas Tuchel

Marco Rose (44). Wechselt er von der einen zur anderen Borussia?
Marco Rose (44). Wechselt er von der einen zur anderen Borussia?  © Marius Becker/dpa

"Eine Vertragsverlängerung hängt im Wesentlichen auch davon ab, was Lucien will", schob BVB-Boss Hans-Joachim Watzke erneut ein Bekenntnis und den Wunsch, mit Favre über den kommenden Sommer hinaus weiterzumachen, vor sich her - und zugleich allerdings auch deutlich von sich weg.

Man möchte "einfach mal abwarten" und sich "im Winter oder Frühjahr zusammensetzen". Sicherlich in Zeiten der Coronavirus-Pandemie eine vernünftige und nüchterne Herangehensweise.

Doch selbst eine Punkte-Ausbeute von 2,03 pro Spiel (nur Thomas Tuchel war besser) reicht wohl nicht aus, um Favre entscheidende Pluspunkte und das uneingeschränkte Vertrauen für die Zukunft auszusprechen. Im Gegenteil, es gäbe "auch noch keine Tendenz", so Watzke weiter.

Meinungen, Favre sitzt überhaupt nur noch im Sattel, weil der Trainermarkt aktuell nicht wirklich eine Alternative bietet, wollen ebenfalls nicht so ganz verstummen.

Marco Rose und Julian Nagelsmann als Top-Kandidaten? Salzburg-Coach wohl ebenfalls auf dem Zettel

Jesse Marsch (46) arbeitete unter anderem ein Jahr als Co von Ralf Rangnick in Leipzig. Seit Juli 2019 trainiert er RB Salzburg.
Jesse Marsch (46) arbeitete unter anderem ein Jahr als Co von Ralf Rangnick in Leipzig. Seit Juli 2019 trainiert er RB Salzburg.  © Barbara Gindl/APA/dpa

Wie das Blatt erfahren haben will, sind nämlich die drei Top-Kandidaten der Dortmunder Verantwortlichen allesamt noch in Lohn und Brot. 

Zu nennen wäre neben dem bei der anderen Borussia aus Mönchengladbach unter Vertrag stehende Marco Rose (44, Vertrag bis 30. Juni 2022) auch Leipzig-Coach Julian Nagelsmann (33, Vertrag bis 2023).

Schwer vorstellbar, dass man sowohl in Gladbach als auch bei den Bullen seine Erfolgstrainer mal eben nach Dortmund abwandern lässt. 

Im Bullen-Stall soll sich jedoch noch eine weitere Alternative aufgetan haben: Jesse Marsch (46) vom FC Red Bull Salzburg!

Der US-Amerikaner hat zwar auch noch ein Arbeitspapier bis zum Sommer 2022, soll aber einem Engagement in der deutschen Bundesliga sehr offen gegenüberstehen. Eine Verpflichtung des 46-Jährigen könnte durchaus einfacher sein.

Marsch selbst will zu einem Top-Klub, wozu der BVB zähle. Aus diesem Grund soll er im Übrigen zuletzt wohl auch einem gewissen Revier-Rivalen aus Gelsenkirchen einen Korb gegeben haben.

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

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