BVB-Boss Watzke ätzt bei Maischberger gegen Tuchel: "...sieht man auch in Paris"

Dortmund - Borussia Dortmund und seine Ex-Trainer... Die Verantwortlichen vom BVB, allen voran Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (61), haben zu vielen ihrer Ex-Trainer ein besonderes Verhältnis. Das zu Thomas Tuchel (47) ist bekanntermaßen ein eher unterkühltes, was der 61-Jährige nun auch noch einmal untermauerte.

Hans-Joachim Watzke (61) ist ein Mann der klaren Kante.
Hans-Joachim Watzke (61) ist ein Mann der klaren Kante.  © David Inderlied/dpa

"Thomas ist schon ein schwieriger Mensch, das sieht man jetzt auch in Paris." Hans-Joachim Watzke ist, was seine ehemaligen Weggefährten anbelangt, gern einmal etwas emotionaler unterwegs, auch wenn er es vielleicht selbst nicht zugeben mag.

Das Thema Thomas Tuchel lässt den BVB-Boss auch bis heute nicht so ganz los.

Dass sein Ex-Trainer allerdings fachlich einiges drauf hat, schob der 61-Jährige unmittelbar nach: "Aber er ist ein fantastischer Trainer", so Watzke gegenüber ARD-Moderatorin Sandra Maischberger in deren Podcast.

Die Trennung vom damaligen Klopp-Nachfolger war um ein Vielfaches unterkühlter als die des Meistertrainers der Jahre 2011 und 2012.

Zum wohl endgültigen Bruch zwischen Seite Tuchel und der des Klubs kam es schließlich im Zuge des Attentates auf den BVB-Mannschaftsbus und dem Umgang der Vereinsführung mit dem Thema.

Tuchel flog trotz sportlichem Erfolg, Watzke-Kritik menschlicher Natur

Thomas Tuchel (47) ist auch in Paris, trotz vieler Erfolge, nicht unumstritten in der Führungsetage.
Thomas Tuchel (47) ist auch in Paris, trotz vieler Erfolge, nicht unumstritten in der Führungsetage.  © Guido Kirchner/dpa

Tuchel wünschte sich damals mehr Fingerspitzengefühl, warf den Bossen vor, sich nicht wirklich um die Gedanken und Gefühle der Akteure zu interessieren.

Am 30. Mai 2017 war dann nach zwei Spielzeiten an der Seitenlinie Schluss für Tuchel. Trotz eines Punkteschnitts von 2,22 pro Partie sowie einem DFB-Pokalsieg wurde die Zusammenarbeit nicht fortgesetzt.

"Weil es einfach nicht gepasst hat", erklärt Watzke bei Maischberger den Schritt.

In der Hauptschuld für das Scheitern der Ehe BVB-Tuchel sieht Watzke indes nach wie vor den Trainer. Es hätte zwischen dem gebürtigen Krumbacher und "mit keinem der Protagonisten des BVB funktioniert", so der 61-Jährige.

Bei sich hingegen sehe er "bis heute ehrlich gesagt nicht den großen Fehler".

Kritik musste sich die Führungsriege im Anschluss allerdings auch aus den eigenen Reihen gefallen lassen.

Nachdem die Installation des Niederländers Peter Bosz (57) schließlich schiefging, waren viele Fans verstimmt, haderten teils lautstark mit der Entscheidung, Erfolgstrainer Tuchel wegen eines schwierigen Charakters rausgeekelt zu haben.

Auch Favre erneut in der Kritik

Inzwischen ist Lucien Favre (63) in seiner dritten Saison Trainer beim BVB. Auch hier scheint es hinter den Kulissen, trotz ebenfalls sehr guter Punkteausbeute immer wieder zu knirschen. Das letzte Vertrauen genießt wohl auch der Schweizer nicht unbedingt.

Grund hierfür sind Spiele wie am Wochenende gegen den 1. FC Köln (1:2, TAG24 berichtete).

Im Kampf um die deutsche Meisterschaft patzt der BVB in erstaunlicher Regelmäßigkeit gegen die sogenannten Kleinen und Krisenkinder - für viele Fans ein Problem, dass sie am 63-jährigen Trainer festmachen.

Titelfoto: David Inderlied/dpa , Guido Kirchner/dpa

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