BVB-Dreierpacker Moukoko gegen Schalke übel beleidigt: "Ich brech' dir alle Knochen!"

Dortmund - Es hätte so ein schöner Tag für Youssoufa Moukoko (15) sein können. Das BVB-Sturmjuwel erzielte am Sonntag im U19-Bundesliga-Derby gegen den FC Schalke 04 einen Dreierpack und schoss Borussia Dortmund damit zum 3:2 (2:1)-Auswärtssieg. Doch lautstarke Beleidigungen gegen den Youngster fielen negativ auf.

Youssoufa Moukoko (15, l.) absolvierte die Vorbereitung mit den Profis. Hier spricht er mit Trainer Lucien Favre.
Youssoufa Moukoko (15, l.) absolvierte die Vorbereitung mit den Profis. Hier spricht er mit Trainer Lucien Favre.  © David Inderlied/dpa

Diese waren sogar im Livestream von DFB-TV deutlich zu hören. Nach seinem dritten Treffer in der 62. Minute drehte der Angreifer zum Jubeln ab, wurde von seinen Mitspielern umarmt und unterdessen von einigen anwesenden Zuschauer übel beleidigt.

Es fielen Sätze wie: "Ich brech' dir alle Knochen!", "Leg dich ins Grab!" oder "Verpiss dich, du Hurensohn!" 

Über diese unfassbar dämlichen und widerlichen Sprüche gegen einen 15-Jährigen amüsierten sich die männlichen Schreihälse hörbar. Sie fanden sich wohl offenbar auch dann besonders stark und cool, als sie dreckig darüber lachten, dass einer von ihnen eine rassistische Beleidigung in letzter Sekunde noch abbrach.

Man kann nur hoffen, dass der DFB die Ermittlungen schnellstmöglich aufnimmt und die Täter entsprechend bestraft werden! 

Schalke bewies Größe und entschuldigte sich via Twitter bereits bei Moukoko: "Bei allen Emotionen im Derby - solche Beleidigungen verurteilen wir aufs Schärfste und lehnen sie ausdrücklich ab."

Der Mittelstürmer ließ sich von dieser aufgeheizten Stimmung allerdings überhaupt nicht beeindrucken und gab die beste Antwort, die er geben konnte: mit Toren für sein Team! Der U19-Kapitän schoss seinen BVB bereits in der 10. Minute in Front, als er einen zu kurz geratenen Rückpass von Schalkes Rechtsverteidiger Luca Campanile antizipierte, den königsblauen Keeper Daniel Rose umkurvte und lässig zur 1:0-Führung einschob.

Die widerlichen Beleidigungen gegen Youssoufa Moukoko sind deutlich zu hören

FC Schalke 04 entschuldigt sich via Twitter bei Youssoufa Moukoko für die Entgleisungen einiger Fans

FC Schalke 04 - Borussia Dortmund U19 zum Nachschauen im Livestream

Youssoufa Moukoko kommt nach drei Spielen bereits auf zehn Torbeteiligungen

Youssoufa Moukoko (15) antwortete auf die Beleidigungen mit einer starken Leistung auf dem Platz und schoss den BVB mit seinem Dreierpack zum 3:2-Auswärtssieg beim FC Schalke 04.
Youssoufa Moukoko (15) antwortete auf die Beleidigungen mit einer starken Leistung auf dem Platz und schoss den BVB mit seinem Dreierpack zum 3:2-Auswärtssieg beim FC Schalke 04.  © Revierfoto/dpa

lm direkten Gegenzug glich S04 durch ein Eigentor von Pharrel Collins zum 1:1 aus (11.). Doch noch vor der Pause brachte der deutsche U20-Nationalspieler Dortmund erneut in Führung. 

Eine Flanke von Abu-Bekir Ömer El-Zein nahm Moukoko mit der Brust an, legte sich den Ball vor, schloss in einer fließenden Bewegung ab und jagte das Leder aus fünf Metern unter die Latte - 2:1 für die Borussia (39.)!

In der 62. Minute sorgte er dann mit einem wuchtigen und platzierten 25-Meter-Schuss in die linke untere Ecke für die Entscheidung. Die Hausherren kamen nach einem groben Schnitzer von BVB-Keeper Leon Klußmann zwar noch einmal auf 2:3 durch Vasileios Pavlidis zurück (64.), doch mehr passierte nicht mehr.

Moukoko hat nun nach drei Spielen in dieser Saison bereits neun (!) Treffer auf seinem Konto und gab dazu noch eine Vorlage - eine überragende Quote, die belegt, warum er die Vorbereitung bereits mit den Profis absolvierte und ab dem 20. November, seinem 16. Geburtstag, schon eine ernsthafte Alternative für Trainer Lucien Favre sein dürfte.

Für die Dortmunder U19 kommt er in 24 Einsätzen nämlich auf insgesamt 43 Tore und zehn Vorlagen, in der U17 stehen überragende 90 Buden und 16 Assists in 56 Spielen für den schnellen und abschlussstarken Stürmer zu Buche. Es wird Zeit, dass er sich im Männerfußball beweisen darf!

Titelfoto: Revierfoto/dpa

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